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Fotos: Markus Hagner
Ticket

München, Colosseum, 07.12.2002Bildergalerie Alice Cooper
Bildergalerie Dogs D'Amour

"Welcome To Dragontown" nennt sich ALICE COOPERs aktuelle Tournee und heute Abend ist München die "Drachenstadt". Also auf geht's bei eisiger Kälte in den Kunstpark Ost. Hat ja auch schon mal größere Hallen gesehen der gute Alice, aber nix währt halt ewig.
Wider mein Erwarten, und den anfangs zögerlichen Andrang, füllt sich das Colosseum dann doch noch bis hinten hin.

Zunächst sind allerdings die DOGS D'AMOUR am Zuge, die ja kurzfristig, statt der L.A. GUNS, den Job als Vorgruppe an Land ziehen konnten.
Bei uns (Markus Hagner und mir) gab's, natürlich, den Fotopass. Überreicht von Leadsänger Tyla persönlich. Interview hat leider auch nicht geklappt. Naja.

Aus der P.A. dröhnt der allseits bekannte French Can-Can und liefert die passende Eröffnung für den Gig der Dogs.
What's Happening Here ist der erste Song und fetzt gleich gut los. Ja, was geht ab hier? Die wenigsten in der Halle kennen wohl die Dogs D'Amour, oder haben sie gar, wie ich und meine zwei Nachbarn vor 12 Jahren schon in Deutschland, bzw. England, schon live gesehen.
Trotzdem schafft es die Band, Stimmung in die vorderen Reihen zu bringen.
Last Bandit folgt. Ein absoluter Klassiker! Früher ging es bei der Band natürlich weitaus wilder auf der Bühne zu. Einerseits lag das natürlich am Zustand der einzelnen Mitglieder, doch wie Sänger Tyla selbst sagt, ist er heutzutage "not so bad" wie zu seinen Exzess-Tagen.
Andererseits ist natürlich auch eine Dame mit auf der Bühne: "The beautyful Share", die auch in jeder anderen Band eine optische Bereicherung wäre und Bassspielen kann sie auch! Zudem bereichert sie auch stimmlich den Bandsound - was jetzt im Falle der Dogs aber nicht so ins Gewicht fällt.

Trotzdem: Drunk Like Me muss schon sein!
Von der aktuellen CD "Happy Ever After" präsentieren sie Spooks. Ein Pub-Rocker in bester Dogs-Tradition.
Cardboard Town fetzt durch den Saal und der Typ, der sich als "Crowd-Surfer" über die Köpfe der Zuschauer heben lässt, scheint die Band weiter anzustacheln.
Lediglich Leadgitarrist Jo Dog zeigt sich etwas introvertiert. Aber bereichert die ja doch einfach gestrickten Songs sehr einfallsreich mit seinem Spiel.

How Come It Never Rains zeigt, dass die Stimme von Tyla zwar etwas "knarziger" geworden ist, aber den Songs das in keinster Weise abträglich ist.
Mittlerweile ist Jo von der Strat auch zu seiner gewohnten, braunen Telecaster gewechselt. Get By, ebenfalls vom letzten Album, folgt. Hat auch das Zeug zu einem Favoriten.
Bam an den Drums (100% Skin-Destruction) prügelt wie ein Berserker den nächsten Song Gypsy Blood voran. Leider hat die Band etwas unter dem "Vorgruppen-Syndrom" zu leiden: Der Sound könnte besser sein.

Auch Tyla hat in zwischen seine orange "6-string, cigarette.burnt" Gretsch-Gitarre umgeschnallt. Hat auch etwas Pech an diesem Abend mit seinen Gitarren. Großartig irritieren lässt er sich davon nicht und zum Ende hin fliegt auch das letzte Oberkörper-Kleidungsstück und zeigt seine Tattoos und einen absolut fitten Body. Errol Flynn wird frenetisch begrüßt (also... von mir und ein paar anderen...) und zum Schluss, fast schon erwartet: I Don't Want You To Go.
Yes! Genau! Ich will nicht das ihr geht!!

Immerhin haben sie wohl 'ne gute 3/4-Stunde gespielt und die Hoffnung auf die versprochene Tour nächstes Jahr besteht. Angeblich soll bei der momentanen Tour auch ein Live-Album mitgeschnitten werden. Ein richtig offizielles gibt es ja noch nicht - wäre also nicht schlecht.

Zu bemängeln ist, dass am Merchandisingstand die aktuelle CD nicht erhältlich ist (da muss wohl das HoR mal eingreifen! - Jawohl! - Red.). Ein paar Leute sind immerhin animiert bei der einzig erhältlichen CD mit dem ersten Album (+der "Graveyard of empty bottles"-Maxi) zuzugreifen.
Auf alle Fälle haben die Dogs D'Amour einen absolut überzeugenden Auftritt geliefert und ich hoffe, sie bald wieder zu sehen!

Epi Schmidt, (Artikelliste), 09.12.2002