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Dan Baird
Am Bass: Jägermeister!
Dan Baird
Dan Baird
Dan Baird
Dan Baird
Mauro Magellan
Mauro, der Berserker
Nürnberg, Hirsch, 10.08.2003

Die Artikel im Hooked on Music, bei denen es in irgend einer Form um Dan Baird geht (The Yayhoos, The Dusters etc.), gehören zu den meistgelesenen in unserem Magazin. Ganz offensichtlich treffen Dan & Co. nicht nur unseren eigenen Geschmack, sondern auch den unserer Leser. Als nun die gerade gelaufene Tour von Dan & Friends (a.k.a. THE HEART OF THE GEORGIA SATELLITES) angekündigt wurde, stand die Redaktion unter Strom und so hat es sich ergeben, dass auch dieses Jahr wieder eine Vielzahl von Berichten, Bildern und, als Krönung, ein Interview mit Dan himself gemacht wurde.
Wir wünschen auf den folgenden Seiten viel Spaß und möchten uns herzlich bedanken bei: Dan, Keith, Mauro & Ken, Chris 'JTC' Jaecker, Mick Brown (Jerkin' Crocus), Julian & Ian und natürlich bei unseren fleissigen Autoren und Fotografen.

Dan Baird

Nur absolut Schwachsinnige können sich bei diesen Temperaturen ins Auto setzen, ein paar hundert Kilometer fahren und sich in ein überhitztes Fußballstadion quälen um ihre Stars zu sehen, bzw. in einen Backofen von einer Halle. Aber so sind Fans nun mal und das ist gut so! Wer soll die Geschichte denn sonst am Leben halten?
Also auf nach Nürnberg an diesem Sonntagabend und rein in den Hirsch zu Dan Baird und seiner 2003er Version der GEORGIA SATELLITES. Immerhin sind mit Drummer Mauro Magellan und Bassist Keith Christopher zwei "Ehemalige" mit von der Partie und mit Gitarrist Ken McMahan verbindet Dan Baird eine langjährige Partnerschaft und Freundschaft.

Die Vorgruppe macht keinen schlechten Job und ab ca. 22 Uhr ist es soweit: Mit Dixie Beauderaunt ist der richtige Song gewählt um gleich Stimmung in die Bude zu bringen. Um die hundert Rock'n'Roll-Verrückte haben sich schließlich doch eingefunden.
Mit Open All Night wird gleich der nächste Kracher hinterher geknallt. "Loud As Hell" stand auf den Lautsprecherboxen im Innencover zur zugehörigen LP und das trifft's auch! Viel Pause gibt's noch nicht und so folgt gleich Lil' Bit von Dan's erster Soloscheibe. Jetzt dürfte wohl keiner in der Halle mehr still stehen. Die Jungs auf der Bühne spielen, als wenn sie in dieser Formation schon seit eh und je zusammen wären und haben offensichtlich noch einen Heidenspaß dabei.
Red Light sorgt für weitere Beschäftigung der Nackenmuskulatur und langsam kommt Dan Baird auch in "Talk-Laune". So wird gleich mal erzählt, warum Keith Christopher etwas indisponiert in die Gegend schaut - er ist vor 24 Stunden eingeflogen worden. Wahrscheinlich sieht er deshalb noch mehr wie eine Mischung zwischen Ron Wood und Donald Duck aus. Seinem Spiel ist es kaum abträglich und leiser ist er deswegen kein bisschen. "I know what song you want to do" ruft ihm Dan zu und Julie & Lucky folgt.
Hier zeigt auch Ken McMahan, neben seinem hervorragenden Solo- und Riffspiel, seinen Sinn für Spaß und den Schlusspart des Songs, Dup-Dup-Dudu...., spielt er sowohl auf der Gitarre wie er ihn auch singt, was zu allgemeinen Erheiterung auf der Bühne führt.

Dan Baird

Die Verschnaufpausen sind kurz, den Musikern tropft schon der Schweiß von den Armen, dem Publikum nicht minder und mit I Love You Period gibt's gleich noch was zum Mitsingen.

Der Hinweis auf die "neue" CD am Stand darf ebenso wenig fehlen wie ein Song daraus: Shine A Light klingt nicht nur im Titel wie ein Stones-Song und entsprechen prügelt Dan die Riffs aus seiner Tele.
Wie gesagt, es ist laut, aber wer einen Keith Christopher und einen Mauro Magellan in der Band hat, könnte gar nicht anders. Letzterer wütet dermaßen auf seinem Drum-Podest, dass während Nights Of Mystery (mit kurzen Intermezzi von Get It On und Sweet Little Rock'n'Roller) der erste Overhead-Mikro-Ständer sich verabschiedet. Die Stage-Crew sollte im Laufe des Abends noch eine Menge Gaffa-Tape benötigen um die diversen Teile wieder zu befestigen...

All Over But The Cryin' ist der nächste Song und langsam taut auch Keith Christopher immer mehr auf. Vor allem nachdem ihm gezeigt wurde, wo man die Flasche Jägermeister für ihn deponiert hat.
Das Tempo wird noch etwas runter gefahren für Long Black Veil, bei dem Ken die Harmony-Vocals übernimmt und gegen Ende des Liedes geht man noch mal kurz in Up On Cripple Creek über. Mehr Spaß kann man auf einem Konzert nicht haben, eigentlich ist man ständig versucht den Fotoapparat zu zücken ob der Gaudi auf der Bühne (nimmt da nicht endlich mal jemand ein Video auf?).

Picture On The Wall stammt ebenfalls vom neuen Album "Out Of Mothballs" und fällt lediglich dadurch aus dem Rahmen, dass man den Text noch nicht auswendig kann. Könnte ein Favorit in Dan's Live-Repertoire werden. Natürlich muss auch da noch schnell was "reingekaspert" werden - diesmal: Satisfaction.
Gleich darauf wird uns ein Look At What You Started an den Schädel gedonnert und recht hat er: Da haben wir was angefangen... Obendrein verkündet Dan diesen Song als Twist und gibt auch sehr anschaulich eine Erläuterung zum Tanzen. "If I can do it - everybody can do it. 'Cause I can't dance!"
Das anschließende Feel So Good (?) entzieht sich meiner Kenntnis.

Keep Your Hands To Yourself ist mir und dem restlichen Publikum da schon geläufiger, der Mittelteil mit It's Only Rock'n'Roll natürlich auch.
Taktaktaktaktak... "The other night, I had a dream." Oh yeah: Sheila lässt Stimmung und Temperaturen noch mal gewaltig ansteigen und mit Railroad Steel geben sie uns den Rest.

Dan Baird

Im Schlusspart wird wieder gealbert und Dan und Keith tauschen Gitarre und Bass. Zunächst entfacht Keith auch eher Hendrix-mäßigen Lärm, aber dann findet er doch noch zu verblüffenden Twin-Solos mit Ken McMahan.
Zur Zugabe greift Dan einfach einen Blues-Rhythmus von Ken auf und flugs wird Baby What You Want Me To Do daraus. Etwas sehr slow und mit leicht schrägen Vocals.
Es wird immer chaotischer auf der Bühne: Dan reißt beim Intro zu Hush gleich mal eine Saite, Mauro kickt diesmal das Mikro der Bass-Drum raus und Ken McMahan ist es zu verdanken, dass sie doch irgendwie immer wieder in den Song zurück finden. Naa-na-na-na...
Am Schluss fliegt mir noch Mauro's Drumstick in die Hände - Rock'n'Roll Herz, was willst du mehr?

Gut, damit endet's auch. Knapp zwei Stunden sind vorbei und alle dürften zufrieden sein, ob sie jetzt Ralf, Petra, Rob oder wie auch immer heißen.
Mir unverständlich, wenn sich irgendjemand ein Konzert dieser Band freiwillig entgehen lässt! (FREIWILLIG? Du Pappnase! Die Boogie'n'Roll-Abteilung, Sektion München, musste sich derweil mit hysterischen MTViva-Girlies herumquälen und wurde um diesen Spaß betrogen. So schaut's aus!)
Bis dann. In Frankfurt!

Epi Schmidt, (Artikelliste), 11.08.2003