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WEA Records
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Scheune, Dresden
Fotos:
Ralf Stierlen
Dresden, Scheune, 28.11.2003

Blackmail

Die Scheune, mitten im Herzen der Dresdner Neustadt gelegen, ist gut gefüllt in Erwartung der mit dem aktuellen Release "Friend or foe" dauertourenden BLACKMAIL. Zunächst aber gab es noch einen Support Act namens REVOLT aus Berlin. Drei Mann, die leicht punkangehauchten Alternativerock spielten, allerdings leichte Koordinationsschwierigkeiten aufwiesen. So spielte der auch stimmlich mitunter recht wackelige Gitarrist immer über die Ansageversuche des Bassisten, so daß nie jemand irgendwas verstand. Naja, sei's drum, die Menge wurde jedenfalls einigermaßen unterhalten.

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Der Hauptact kriecht so langsam aus der Ecke des Geheimtipps heraus, dazu hat sicherlich auch die "Friend or foe" beigetragen, die in ihrer Direktheit und Härte sicherlich leichter fassbar war, als die komplexere, mitunter etwas ausufendere "Bliss, please", wobei beide für sich großartige Alben sind, von denen man keines missen möchte.

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Aber schon die Heavy Rotation von It could be yours zeigte ja, daß sich da ein größerer Markt für BLACKMAIL erschließen könnte. Entsprechend der neueren, etwas härteren Ausrichtung lieferten die, bei Touren dank Keyboarder zum Fünfer angewachsenen, Koblenzer in Dresden denn auch ein ausgemachtes Powerset ab, fast nur die schnelleren Nummern wie On the tightrope, Evon, Data buzz, Same sane, It could be yours oder Club 45. Dazu natürlich, als einer der ständigen Höhepunkte bei BLACKMAIL-Konzerten, das charismatische Ken I die.

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Der Sound war angemessen druckvoll und kompakt, die Musiker spielfreudig und Aybo auch recht konzentriert bei der Sache, er redete ausnahmsweise nur wenig wirres Zeug und konsumierte auch weniger Jägermeister. Also alles in allem eine sehr erfreuliche Angelegenheit, bei der das Publikum auch heftigst abfeierte, in der Mitte wurde hin und her geschubst und gedivet, daß man sich fast schon Sorgen um die Unversehrtheit aller Anwesenden machen mußte.
Der absolut krönende Abschluß, weit nach Mitternacht, war dann das epische Friend, das live auch immer besser (und härter) wird, besonders die fast endlosen groovenden, rockigen Teile des Stücks.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 04.12.2003