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Fotos:
Ralf Stierlen
Astra Kid
Berlin, Bastard @ Prater, 01.11.2003

Astra Kid

Mal wieder im Berliner Partyleben.
Nach enervierender Parkplatzsuche im gesamten Kiez des Prenzlauer Bergs rund um die Eberswalder Straße (der Konzertbeginn ist zu spät um sich selbst auf die Berliner Öffentlichen zwecks Heimfahrt zu verlassen), ist es dann doch geschafft: Gerade noch rechtzeitig im Bastard, um die zweite Hälfte des Programms der Supportband THE ELECTRIC CLUB mitzubekommen. Gefälliger, harmloser aber derzeit schwer angesagter Studenten-Indie-Pop mit Bügelfalte und Seitenscheitel (ich sage nur: Virginia Jetzt! oder Miles).
Durchaus ganz sympathisch die Jungs aus Werneck, aber mir irgendwie zu brav und daher schnell wieder vergessen.

Astra Kid

Da geht es bei ASTRA KID doch deutlich unverkrampfter, frecher und mit mehr Schmackes zur Sache.
Gleich zu Beginn wird mit der Single des Debüts, Planet der Affen, heftig losgerotzt.
Die vier bekennenden (und darunter vielleicht auch ein wenig leidenden) Dattelner bringen die ideale Verbindung von Kopf und Bauch auf die Bühne: Intelligente, gewitzte Texte und saftiger Abgehsound. Dabei sind sie ein gut eingespieltes Team und spielen sich nicht nur musikalisch die Bälle zu: Zwischen den Brüdern Stefan und Christian Götzer gibt es auch immer wieder ein paar Sticheleien.

Astra Kid

Nach Nie genug wird dann kräftig die aktuelle Scheibe "Müde, ratlos, ungekämmt" (siehe Review) gefeatured: Über dich, die Single Schwarzfahren, das geniale Parken in Münster, das versponnen- verträumte Rhythmuskäfer, Für etwas mehr als dich, der Titeltrack Müde, ratlos, ungekämmt kommen auch live richtig gut, ja noch besser da druckvoller als auf CD.

Weiter geht's mit Ich fühl mich trotzdem gut, 16 zu 9 (Christian Götzer: "Ich habe hier heute schon einige getroffen, die sind aus Datteln nach Berlin übergesiedelt. Umgekehrt kommt das wohl eher selten vor"), Du und dein Problem und Was passiert.
Mit schönem, teils akustischem Zugabeteil mit aktiver Mitwirkung von Teilen der Vorband THE ELECTRIC CLUB und zwei Mädels aus dem Publikum, die zum Mitsingen auf die Bühne geholt werden, entsteht eine richtige Wohlfühlstimmung und die Band entlässt eine ganze Menge glücklicher Leute in die Berliner Partynacht.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 17.11.2003