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Fotos: Markus Hagner
Ticket
München, Colosseum, 07.12.2002Bildergalerie Alice Cooper
Bildergalerie Dogs D'Amour

Heute wird also München von ALICE COOPER heimgesucht.
Das Colosseum ist gut gefüllt, was allerdings auch nicht verhindert, dass der Sound in dieser kühlen "Mehrzweckhalle" erst nach etwa der Hälfte der Show gut wird.
Ansonsten hat Alice an nix gespart und die Bühne ist "vollgerammelt" mit allerlei Requisiten: Chinesische Säulen, seiner "Frankenstein-Maschine", Guillotine (noch verhüllt) und sonstiger Horror- und Voodookram.
Ob das der Grund für die doch recht hohen Eintrittspreise von 32,- Euro (Abendkasse) ist? Fraglich.

Den genauen Ablauf der Show hat ja Ralf Frank in seinem Bericht aus Essen schon sehr gut geschildert. In München läuft es praktisch genauso ab.
Auch heute dröhnt theatralische Horrorfilm-Musik aus den Boxen, die Band setzt ein und dann erscheint er. Oben auf der Treppe. Der Fürst der Finsternis ist wieder seinem Schloss (oder Grab) entstiegen.
Immer noch schlank, sieht man ihm sein Alter erst aus der Nähe an.
Natürlich sind viele im Publikum auch nicht mehr die jüngsten - um so begeisterter singen sie, natürlich, bei I'm Eighteen mit.

Auftritt seiner Tochter - als japanisch gewandete Domina und fuchtelt da auf dem Podest frech mit ihrer Peitsche rum. So geht's ja nicht! Papa Alice bringt sie gleich mal zur Räson und als sie ihm hinterrücks ein Schwert an den Hals setzt, schüttelt er mal schnell ein paar Dreizacks aus dem Ärmel und damit kriegt sie was ihr gehört! Das erste Opfer wäre erledigt.

Die Band macht an und für sich einen ganz guten Job. Solide. Keiner fällt musikalisch sonderlich auf. Optisch alle wie aus einem Mad Max-Streifen.
Ausnahme: Stardrummer Eric Singer. Wie üblich fuchtelt er beim Spielen mit seinen Armen als müsste er zusätzlich auf sich aufmerksam machen. Kommt wohl von seiner KISS-Vergangenheit...
Wenn man schon so einen "Star" in der Band hat, kriegt der halt auch ein eigenes Solo. Ob man heute noch Drumsoli braucht - mich brauchts da nicht zu fragen...
(die Mehrheit der Besucher wohl auch nicht - Red.)

Alice Cooper wechselt öfter mal sein Outfit. Immer dem Song entsprechend. Hier wird mal die Militärkappe aufgesetzt, dort mal die Zwangsjacke angelegt, da mal die Krücke geschwungen oder mit dem Säbel jemand erdolcht. Was grad so in den Weg kommt. Ob der Spaß mit dem Baby bei eventuell im Publikum anwesenden Eltern... ach ne, dann geht man ja nicht mehr auf Rockkonzerte.
Am meisten kriegt seine Tochter ab. Ob als Krankenschwester oder als "Britney Spears", nie ist es dem "Alten" recht und so stirbt sie halt vor sich hin an diesem Abend. Kann mir nicht vorstellen, dass die mit dem im selben Haus wohnt.

Tatsache ist auch, dass am meisten Stimmung immer bei den alten Klassikern wie No More Mr. Nice Guy oder Under My Wheels aufkommt.
"Let's take out some TRASH" fordert Herr Cooper auf und der entsprechende Song folgt. Lost In America kommt auch recht gut.
Klar, dass bei den versammelten "Mainstreamern" Posion die größte Begeisterung auslöst. Nur School's Out kann da noch mithalten.
Dass er seinen, zugeworfenen, Zylinder mit dem Stock auffängt ist ja fast schon zirkusreif.

Nach über 100 Minuten ist dann Schluss und man kann doch einigermaßen zufrieden sein.
Ach ja: Daran, dass wir noch am Leben sind, werden wir von einer Stimme aus dem Off auch erinnert. "Die Show ist zuende - ihr habt überlebt - geht raus!".
Warum hier auf deutsch? Entweder die Essener haben's nicht geblickt und sind drinnen geblieben, oder man hat sich gedacht die Münchner würden's auf englisch nicht verstehen. Ich weiß es nicht.
Aber ich weiß, dass der Alice Cooper immer noch 'ne gut Show macht.
Auch wenn's in München nicht billig ist.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 09.12.2002