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Kato, Berlin
Fotos: Ralf Stierlen
Berlin, Kato, 29.04.2004

Einfach nur geil. Ok, das war meine Kritik, oder wollt Ihr noch was lesen?
Na gut, die Location ist schon mal sehr ansprechend, das Kato liegt ja direkt im U-Bahnhof Schlesisches Tor, ein Teil relaxte Kneipe im Spät-80er-Studenten-Stil (dunkle Holztische mit dazu passenden dunklen Holzstühlen), der Konzertraum klein, gaaaanz dunkel aber ohne Sichtbehinderung und damit optimal für ein kleines, feines Konzert.

24-7 Spyz

Kein Support, pünktlich um 22.00 Uhr stehen die Donnergötter aus der South Bronx auf der Bühne.
Aufgrund rechtlicher Probleme verzögert sich der Release des neuen Albums noch ein wenig, also zuerst die Tour. Wird ja auch mal wieder Zeit, schließlich waren die Jungs das letzte Mal 1997 in Berlin... Erstmal fegt Spyz in da house von den Brettern, dann gibt es erstmal was klarzustellen: Bitte nicht rauchen in den ersten Reihen! Wer rauchen möchte, solle doch etwas nach hinten gehen, flehen Jimi Hazel und Rick Skatore regelrecht.

24-7 Spyz

Weiter geht es mit einem weiteren Klassiker Yeah, yeah, yeah, dann kommt ein erstes neues Stück, Face the day. Und was muß Jimi da sehen: In der ersten Reihe raucht ein Mädel ziemlich ungeniert. Jimi bittet sie, die Zigarette auszumachen, sie reagiert nicht, also hört Jimi auf zu singen und spielt nur seinen Gitarrenpart weiter.
Dann die unmißverständliche Ansage, er singe ab jetzt nicht mehr, er spiele gerne Gitarre, aber singen im Rauch gehe nicht, man habe höflich darum gebeten usw. Das erhöht natürlich auch den Druck im Publikum: Mensch, mach die Fluppe weg etc. die Zuhörerin gehorcht dann auch (man steht ja auch nicht gerne s o im Mittelpunkt), Jimi bedankt sich für den Verzicht auf's Rauchen und es geht weiter.

24-7 Spyz

So empty, Waiting for the sun und The saturday song lassen erkennen, dass die Jungs nichts von ihrer Energie, ihrem Groovegefühl und ihrer Virtuosität bei aller Härte verloren haben. Das Publikum, das sichtlich in der Vergangenheit unter 24-7 SPYZ-Entzug gelitten hat, ist regelrecht entzückt. Aber die Musik von Jimi Hazel, Rick Skatore und Tony Lewis ist auch schierer Endorphine-Rock, so viel positive vibes und knackige Grooves schüttet sie aus.

24-7 Spyz

Ein donnerndes Break the chains, zwischendurch auch mal ein Jungle Boogie, es ist alles da, was der Black-Rock-Fan begehrt.
Inzwischen haben die Jungs auch mehr als Spaß an der Sache, insbesondere Jimi ist natürlich ein immer gerne mit dem Publikum spielender Entertainer. Da marschieren Jimi und Rick beim Drumsolo auch mal unter die Zuschauer, um sich posierend mit den Fans ablichten zu lassen und geniessen das Bad in und den Kontakt mit den etwa 100 Zuschauern.

Nach guten 100 Minuten Heavy Metal Soul at it's best, mit einer furiosen Zugabe, bei der Hazel nochmal den Jimi gibt, verabschieden sich die drei mit Händeschütteln und Umarmungen von den ersten Reihen mit dem Versprechen, nicht wieder mehr als sieben Jahre bis zur Rückkehr verstreichen zu lassen.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 04.05.2004