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The Brandos
"Ein Plattenvertrag als Geiselbefreiung", Interview

Da sich THE BRANDOS noch beim Soundcheck für das anstehende Konzert im Aschaffenburger Colos-Saal befinden - und sich dabei schon richtig knackig anhören - und sich zudem weitere Kollegen der schreibenden Zunft zwecks eines Interviews mit den beiden Urhebern der Brandos vor Ort drängeln, verschiebt sich unser Termin etwas nach hinten. Von Eile oder wenig Zeit ist den beiden aber nichts anzumerken und locker, ausführlich und bereitwillig beantworten sie meine Fragen.
Dabei agieren sie wie auf der Bühne: Dave Kincaid, vom Betrachter aus rechts, zurückgelehnt, höflich aber leicht steif wirkend - Ernie Mendillo, links, vorgebeugt, engagiert, direkt. Beide äußerst sympathisch.
Im Vorfeld erzählen sie mir, dass die Tour gut läuft und in einigen Orten schon auf größer Clubs/Hallen ausgewichen werden musste.
Also los geht's:

Hooked on Music: Hallo Dave und Ernie, willkommen zurück in Deutschland. Europa, und vor allem Deutschland, scheinen immer ein gutes Pflaster für die Brandos gewesen zu sein.
Ernie Mendillo: Ja, ist es immer gewesen. Wir kommen seit 1987 nach Deutschland.
HOM: Der Wechsel, Anfang der 90er, zu den europäischen SPV Records hat die Verbindungen zu Deutschland verstärkt, wenn ich das richtig sehe.
Beide: Ja, das ist richtig.
HOM: Rückblickend, habt ihr mal gesagt, war dieser Label-Wechsel zu jener Zeit gut und richtig für die Band, aber es hat euch, langfristig gesehen, einiges an Aufmerksamkeit in Amerika gekostet.
Dave: Ja, auch das ist richtig. Das hat alles zu tun mit Verträgen und Rechten, Gebietsrechten, welche Firma wo was kontrolliert. Wir haben damals den Vertrag unterschrieben und sie hatten weltweit die Rechte an unserer Musik. Was bedeutete, dass wenn wir einen Vertrag in Amerika, in unserem eigenen Land, abschließen wollten, wir erst mal zu ihnen gehen mussten...
Das war wirklich eine schlechte Zeit für uns.
Ernie: Tatsächlich hatten wir nämlich zwei Angebote von Firmen die daran interessiert waren "Pass The Hat" und ein weiteres Album in Amerika zu veröffentlichen. SPV lehnte einfach ab und wir konnten absolut nichts dagegen machen.
Dace: Das war fast so ein Art Geisel-Lösegeld-Situation. Das war es wirklich und wir versuchen das eigentlich zu vergessen (lacht).
HOM: Nun habt ihr ja einen Vertrag mit Blue Rose Records. Besteht da womöglich ein Risiko, etwas ähnliches könnte euch nochmal passieren?
Dave: Keinesfalls.
Ernie: Nein.
Dave: Damals kannten wir den Unterschied nicht. Wir hatten vorher schon drei Plattenverträge in den Staaten und die waren alle "weltweit".
HOM: Ja, mit RCA...
Ernie: Genau.
Dave: Ja, die galten alle weltweit und wir dachten da gar nicht weiter darüber nach. Also SPV machte den Deal mit uns "weltweit" und wir machten uns da keine Sorgen drum. Wir haben unsere Lektion gelernt.
Aber Edgar (Blue Rose Labelchef), kennst du ihn?
HOM: Ja, natürlich...
Dave: ... er würde nicht mal daran denken, so einen üblen Kontrakt anzubieten. Er ist ein feiner Kerl.
Er hat uns also einen Vertrag gegeben, der für ihn und für uns Sinn macht, der fair ist. Er ist einfach ein feiner Kerl durch und durch und ganz anders als SPV.
HOM: Gut zu hören. Wie kamt ihr denn überhaupt zu Blue Rose Records?
Dave: Sie kamen zu uns. Wir trafen Edgar ja schon vor 10 Jahren, als er gerade mit Blue Rose angefangen hatte. Das Label war vielleicht ein Jahr alt und wir unterhielten uns und wir hätten schon damals gerne einen Deal mit ihm gemacht, aber wir konnten nicht von SPV los kommen. Wir waren an die festgekettet. (lacht) Aber in diesem Sommer erzählten wir Edgar, dass wir ein neues Album aufnehmen würden und ob er noch interessiert wäre. Ja, natürlich, sagte er, und er kam dann zu einer unserer Shows. Wir spielten zwei Konzerte in diesem Sommer in Deutschland. Wir unterhielten uns da, gingen zurück um das Album fertig zustellen, emailten ein paar mal hin und her..., und hier sind wir.

HOM: Zu Beginn der 90er hatten ja viele Bands Probleme durch den Aufstieg der Grunge-Welle und eine Menge Plattenfirmen konzentrierte sich ja auch auf diesen Stil. Ironischerweise bist du, Dave, ja in Seattle aufgewachsen, der Stadt die man am meisten mit diesem Sound assoziiert. Wenn du Mitte der 80er nach New York gewechselt wärst, würdest du sagen, du hättest als Musiker von dieser Welle profitiert?
Dave: Du bist nicht der erste, der mich das fragt. Ich mag zunächst mal eine Menge von dieser Musik. Und NIRVANA, viele sagen Grunge, aber in erster Linie ist das einfach ein großartige Rock'n'Roll Band gewesen. Und er (Kurt Cobain) war einfach ein fantastischer Songwriter, egal an welche Epoche man da denkt. Er hat jedenfalls, wenn man so will, die Saat des Grunge am weitesten verbreitet.
Ich weiß aber nicht, ob ich in diese Szene gepasst hätte. Ich ging ja nach New York, bevor das alles passierte. Einige Jahre vorher, und es machte Sinn für mich und macht immer noch Sinn für mich. Ich war also nie in der Versuchung, nach Seattle zurück zu rennen und einer Grunge-Band beizutreten. Ich hab sehr wohl Respekt vor diesen Bands. Manche mag ich sehr, zu anderen finde ich wiederum keinen Zugang...
HOM: Du bereust also jedenfalls nichts.
Dave: Nein, nein.
Ernie: Das erste Brandos-Album wurde ja veröffentlicht, 5 Jahre bevor "Nevermind" herauskam. So ungefähr. Tatsache ist aber, als "Nevermind" erschien, dass wir es willkommen hießen! Wenn man mal auf die späten 80er, frühen 90er blickt und was da abging. Diese ganzen toupierten "Hair-Bands" und Metal-Bands und dieser ganze Mist, den es da gegeben hat. Und kam plötzlich ein Schub von frischem Wind, echtem Rock'n'Roll, mit dem wir uns identifizierten. Nicht dass wir je versucht hätten eine Grunge-Band zu sein, aber wir liebten diese Musik. Diesen Tritt in den Arsch brauchte der Rock'n'Roll dringend.
Dave: Wir wären ja nie auf die Idee gekommen auf einen Trend aufzuspringen. Wir haben uns von jedem Trend verabschiedet als wir begannen und einfach das gemacht was wir wollten. Und das machen wir immer noch. Manchmal ist was In und manchmal eben nicht. Warum wissen wir aber nicht.
Ernie: Einer unserer frühesten Grundsätze war: Wir kümmern uns nicht darum, oder arbeiten daran, was "cool" ist. Entweder mögen wir es oder wir mögen es nicht. Wenn es uns gefällt, egal was es ist, dann gefällt es uns. Basta. Egal ob es jetzt Neil Diamond ist oder KISS. Und so machen wir das immer noch.

HOM: Ihr habt ja eine neues Album draußen, das "Over The Border" heißt und eure ersten Aufnahmen seit dem 97er "Nowhere Zone" enthält. Was habt ihr in der Zwischenzeit gemacht und wie kam es dann zu "Over The Border"?
Ernie: Nun, ich hab in meiner Villa relaxt und hab es ruhig angehen lassen. Dave war für eine Zeit drunten in Jamaika... (lacht). Nein, ich mach nur Spaß.
HOM: Okay, also wie kam es zu "Over The Border"?
Ernie: Das war ein weiter Weg, wirklich. Ich denke, nachdem der Vertrag mit SPV ausgelaufen war, setzten wir uns nicht hin und sagten "Lasst uns eine Pause machen", aber tatsächlich benötigten wir dringend eine und...
Dave: ... Jahr um Jahr gab es für uns nur Studio, Tour, Studio, Tour, ohne Pause. Ich hatte sechs Jahre lang keinen einzigen Urlaub. Kein Witz.
Ernie: Und die Beziehung zu unserem Label wurde immer schlechter und schlechter, mit jedem Album das wir ablieferten. Es war keine gute Situation. Als also schließlich der Vertrag endete, kam es ganz natürlich, dass wir eine Pause machten. Wir redeten nicht davon eine Pause zu machen, aber es ergab sich so. Es war immer klar, dass wir wieder zusammen kommen und ein neues Album machen, aber wir setzten keinen Zeitpunkt dafür. Schließlich kam es dann dazu. Vor zwei Jahren ging es damit los.
HOM: Da kam also die Idee für ein neues Album auf, zwei Jahre zuvor?
Dave: Da war es, als wir sagten, lass es uns machen. Da fing ich an Songs dafür zu schreiben und Over The Border war einer der ersten. Über eine persönliche Erfahrung die ich machte, als ich während meiner Highschool-Zeit nach Mexiko City gegangen bin, als Austauschstudent. Es ist auch eine Art politisches Statement. Über den Zustand der Welt, diesem Krieg gegen den Terrorismus und natürlich über uns eigenes Land, mit all dem Scheiß der da abgeht. Mit dem rechten politischen Flügel und der Regierung. Die haben bestimmt eine Menge Spaß mit diesem Krieg gegen den Terror. Die amüsieren sich da gut.
HOM: Ja, und dann gibt's da ja auch noch diese Sache mit der Grenze zu Mexiko...
Dave: Oh, ja. Die (Regierung) würden die Berliner Mauer entlang der Grenze zu Mexiko errichten, wenn sie könnten.
Ernie: Und alle Mexikaner aus Amerika rauswerfen.
HOM: Das ist eine üble Angelegenheit.
Dave: Ein schreckliche Sache. Wir sind doch eine Welt. Das ist der Grund, warum ich Bill Clinton mag: Er hatte diese globale Sichtweise. Mir ist egal was er sonst gemacht hat, aber er hat die Welt als Ganzes gesehen und das war gut.
HOM: Habt ihr den Film von Al Gore gesehen?
Dave: Nein, aber es heißt er wäre sehr gut.
HOM: Ist er auch wirklich. Wenn ihr Gelegenheit habt, solltet ihr ihn euch ansehen.

HOM: Auf dem neuen Album ist ein Song, The Only Love I Can Get, bei dem Simon Kirke (BAD COMPANY, FREE) Schlagzeug spielt. Wie kam es denn zu dieser Zusammenarbeit?
Dave: Er lebt in New York, und Andy Burton, der auf drei Songs Keyboard spielt, kennt ihn. Er meinte "Wie wär's, Simon Kirke bei diesem Song Drums spielen zu lassen?". Und wir sagten nur "Ja, ja, sicher", da wir dachten er scherze nur. Aber er kennt ihn und rief ihn an und..., um ein Haar hätte er diese Tour mit uns gespielt. Wir hätten ihm aber nicht genug bezahlen können. Ich meine, er verdient jedes Geld das er kriegen kann. Er ist so ein fantastischer Drummer.
HOM: Es klingt auch klasse, wie er bei dem Song spielt.
Dave: Oh, ja, er ist ein "Monster". Wir sind froh, dass er das gemacht. Er hat uns einen guten Deal gemacht und das war es. Er ist immer noch hervorragend und ich hoffe wir können das mal wiederholen.

HOM: Die Songs wurden also alle für dieses Album geschrieben, oder sind da noch irgendwelche Reste von früher oder welche die für deine Soloalben gedacht waren?
Ernie: Da ist Walking Home...
Dave: Walking Home, ja...
Ernie: Das führt ganz zurück zu unserem ersten Album.
Dave: Das wurde tatsächlich geschrieben von einem Freund von mir. Vielmehr begann er den Song und ich schrieb ihn zuende. Und fast wäre er auf unserem ersten Album gelandet. Wir nahmen ihn auch auf und arbeiteten daran, aber kriegten ihn irgendwie nie richtig fertig. Es ist immer noch ein toller Song. Ich änderte die Bridge, als wir vor zwei Jahren mit den Arbeiten an dem Album begannen und arrangierte ihn neu.
Das ist aber der einzige ältere Titel, alles andere ist neu. Manche Songs haben wir erst vor drei Monaten beendet.
HOM: Warum macht man denn eine Coverversion von Guantanamera? (Allgemeine Heiterkeit) Auch wenn es sehr gut klingt.
Dave: Danke. Nun, das Album beginnt ja mit diesem kleinen mexikanischen Intro und endet auch so und ich hörte dieses Lied, unten in Mexiko City, fast genau in dieser Art. Die haben da ja diese Tradition von Trios, die dreistimmig singen. Ein Bassist, ein Rhythmusgitarrist und ein Solist und sie singen die Songs und teilen sich die Strophen auf und kommunizieren musikalisch richtig klasse. Und ich hörte den Song in dieser Art und dachte "großartig", es klingt fast wie ein anderes Lied.
Jeden Song kann man richtig schlecht oder richtig gut spielen und dieser Titel wurde wahrscheinlich schon öfter aufgenommen als jeder andere und darunter sind grauenhafte Versionen. Aber diese Version die ich da gehört habe ist wirklich fantastisch. Ich habe auch schon gelernt, ihn so zu spielen und irgendwann nehme ich ihn auch so auf.

HOM: Was hört ihr euch denn sonst für Musik so an?
Ernie: Meinst du Bands oder Musik allgemein?
HOM: Nein, so ganz allgemein.
Ernie: Ich denke, das letzte Album, das uns wirklich ansprach, war dieses Dylan-Album "Love And Theft", das vor etwa fünf Jahren herauskam. 2001, glaube ich. Und dann seine neue CD, die ich auch mag, aber "Love And Theft", mit Charlie Sexton an der Gitarre..., unglaublich gut.
Dave (zu Ernie): Hast du das neue Tom Petty-Album gehört?
Ernie (zu Dave): Ja, du kannst es dir von mir leihen oder in meinem Zimmer mal anhören.
HOM: Ich habe ja gehört, es wäre nicht so toll...
Dave: Nicht?
HOM: Na ja, wohl wegen der Produktion von Jeff Lynne.
Ernie: Nun, das stimmt. Es klingt schon stark nach einer Jeff Lynne-Produktion.

HOM: Hast du irgendwelche Pläne für ein weiteres Soloalbum?
Dave: Nein. Ich habe ja zwei gemacht. Wenn du meine Soloalben kennst, die waren ja schon sehr speziell. Über den Bürgerkrieg in Amerika, historisch orientiert...
HOM: Vor allem das letzte...
Dave: Beide. Während dieses Krieges wurden ja Songs speziell für die irischen Soldaten gemacht, jede Woche ein paar neue, und solche habe ich entdeckt. Diese Soloalben haben mir jedenfalls viel Spaß gemacht. Ich habe so viel Material gefunden, ich könnte noch zehn solcher Alben aufnehmen. Aber ich glaube nicht, dass ich ein weiteres Soloalbum in der Richtung machen werde.
HOM: Nun, wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Eine Stärke der BRANDOS waren ja immer die Live-Auftritte. Jetzt, nach all den Jahren, macht es euch noch genauso Spaß, oder ist das schon mehr eine notwendige Sache?
Ernie (fast empört): Nein! Wir lieben es!
Dave: Wir haben das vermisst! Wir müssen raus und vor Leuten spielen, die Verstärker aufdrehen..., darum ging es uns von jeher. Wir machen gerne Alben und nehmen auf, aber live spielen und auf Tour zu gehen, das ist es!
HOM: Wird es denn ein weiteres Live-Album geben oder vielleicht sogar eine DVD?
Ernie: Wohl eine DVD.
HOM: Nehmt ihr denn bei dieser Tour auf oder filmt?
Ernie: Nicht auf dieser Tour.
Dave: Möglicherweise auf der nächsten. Wir planen eine Tournee im Frühjahr, evtl. in Skandinavien. Wir hoffen dann im Sommer wieder nach Deutschland zu kommen und auf ein paar Open-Air Festivals zu spielen.
HOM: Ich schätze, eine Menge Fans würden sich über eine DVD freuen.
Eine weitere Frage, die wohl schon öfter gestellt wurde: THE BRANDOS haben sich ja nach dem Film "The Wild One" (in Deutschland "Der Wilde") mit Marlon Brando benannt. Habt ihr denn Marlon Brando jemals getroffen oder wusste er von eurer Band?
Ernie: Das glaube ich nicht. Ich hab da wirklich starke Zweifel, dass er von der Band wusste.
Dave: Wir waren niemals so groß, dass er auf uns hätte aufmerksam werden können.
Ernie: Nicht einmal damals, 1987, als wir mit Gettysburg einen Hit hatten...
Dave: Wenn, dann haben wir nie etwas davon gehört.

HOM: Wenn ihr die Chance hättet zurück zu gehen und eine Entscheidung in eurer Karriere zu ändern, welche wäre das?
Ernie: Jesus... wow.
Dave: Oh, Gott.
HOM: Was ist? Gibt es da so viele?
Dave: Eigentlich gibt es da nur zwei bedeutende. Eine war, dass wir bei diesem Manager, 1987, unterschrieben. Das war wohl eine der schlechtesten Sachen die wir je gemacht haben.
Ernie: Ja, bei diesem Typ zu unterschreiben und seinen Anweisungen zu folgen, obwohl der nie verstanden hat, worum es bei dieser Band überhaupt ging.
Dave: Das ist aber typisch im Musikbusiness. Schlechte Manager.
Ernie: Ja, das war ein Fehler.
Dave: In diesem Business gibt es eine Menge Wege eine Karriere zu verfolgen und nicht jeder Weg ist für jeden der beste. Als Künstler musst du wissen, welche Art von Karriere du willst.
HOM: Nun, wenn du jung bist, weißt du womöglich auch nicht...
Dave: Wir waren nicht mehr so jung damals, aber doch nicht erfahren genug.
HOM: Auf der anderen Seite, was war eure beste Entscheidung?
Ernie: Diesen Manager zu feuern! (Zu Dave) Oder nach New York zu ziehen, würdest du sagen, das war eine gute Idee?
Dave: Ja, das war auf jeden Fall eine gute Entscheidung.
Ernie (überlegt): Was war unsere beste Entscheidung... Ich schätze unseren ersten Plattendeal zu unterschreiben und auch unseren jetzigen Deal mit Blue Rose. Sehr gute Entscheidungen. Es fühlt sich irgendwie fast wie damals an, die gleichen positiven Schwingungen. So wie damals als wir bei Relativity Records unterschrieben...
Dave: Unser erster Vertrag in den Staaten war mit Relativity Records, welche sehr ähnlich zu Blue Rose sind. Die sind aus Queens in New York...
Ernie: Independent...
Dave: Und mit dem Chef verstanden wir uns sehr gut. Genauso wie jetzt mit Edgar von Blue Rose. Das waren also definitiv gute Entscheidungen.
HOM: Eine gute Idee für jeden Musikfreund ist jedenfalls, sich eure neue Scheibe zu holen und eure Konzerte zu besuchen.
Beide: Vielen Dank!

HOM: Eine letzte Frage. Welchen Song, oder welches Musikstück, würdet ihr bei eurem Begräbnis spielen lassen?
Ernie: Oh, Gott. Meinst du jetzt Brandos-Songs oder einfach irgendeinen Song.
HOM: Egal, was immer ihr wollt. Etwas mexikanisches oder was auch immer...
Ernie: Mexikanisch..., das wäre interessant.
Dave: Für mich wäre es wahrscheinlich etwas irisches. Nichts trauriges. Whiskey You're The Devil, das wäre meiner. (Ernie bricht in Gelächter aus) Das ist wirklich ein Song!
Ernie: Wirklich? Für mich wär's wohl ein BEATLES-Song. I'll Follow The Sun, das ist ein großartiger Song. Den würde ich nehmen.
HOM: Das wird ja erst so in etwa 40 Jahren sein...
Dave: Ich hoffe du hast recht...
HOM: Ich wünsche euch jedenfalls viel Erfolg, einen guten Auftritt heute Abend und hoffe euch bald wieder in Deutschland begrüßen zu können.
Beide: Danke, vielen Dank!

Epi Schmidt, (Artikelliste), 19.12.2006