Foto: Kay Markschies
Marillion
Die Geschichte meiner ersten Gitarre ist eine traurige, Interview

MARILLION haben in ihrer 30-jährigen Bandgeschichte nicht nur musikalisch Schlagzeilen geschrieben.
Auch bei den Vertriebswegen, die die Band seit der Krise des Music-Business für ihre Produkte sucht, ist sie Vorreiter und Vorbild für andere Bands.
An einem der seltenen Tage, an denen in Hamburg Schnee liegt, traf sich HOOKED ON MUSIC mit Steve Rothery in der warmen Markthalle zum gemütlichen Winter-Plausch.

Steve_Rothery

Seit "marillion.com" habt ihr ja mit verschiedenen Art und Weisen experimentiert, eure Alben insbesondere über das Internet zu finanzieren, zu vertreiben und zu promoten.
Diesmal konnten die Fans sogar offiziell das Album bei euch aus dem Internet herunterladen. In den Läden erhältlich ist "Happiness Is The Road" jedoch erst seit dem 01.Februar.
War das im Nachhinein der richtige Weg und wie seid ihr mit den Verkäufen des neuen Albums zufrieden ?


Ich breche es mal auf einzelne Dinge herunter, die wir gemacht haben. Wir haben das Album via Musicglue auf die Filesharing-Sites gepackt, weil es einfach ein Fakt ist, dass wenn man vier oder sechs Wochen vor dem Releasedatum die Promo-CDs verschickt, dass irgendeiner irgendwo auf der Welt 24 Stunden später das Album ins Internet stellt.
Das passiert allen Künstlern, das ist einfach eine Tatsache, man kann nichts dagegen machen.
Also haben wir uns gedacht, wenn das sowieso passiert, dann machen wir was über Musicglue. Dort konnte man das ganze Album herunterladen, musste allerdings eine EMail-Adresse angeben, mit dem man den verschlüsselten Download dann wieder decodieren konnte.
Anhand dieser EMail-Adressen können wir dann gewisse Rückschlüsse ziehen, z.B. ob Fans, die das Album heruntergeladen haben, es dann später bei uns gekauft haben oder ihre EMail-Adresse mal bei einem Konzert hinterlassen haben.
Außerdem kann man daran ganz gut ablesen, wo sich dein Publikum in der Welt befindet. Wenn z.B. 3000 Leute aus Portugal das Album heruntergeladen haben, dann könnte Portugal auch ein guter Ort für ein paar Konzertdaten sein.
Das war das Erste, was wir gemacht haben.

Was wir diesmal noch versucht haben, ist das Album hauptsächlich über unsere Homepage zu verkaufen (mit Ausnahme von Polen und den USA). Wir wollten die Fans mehr an unsere Website binden und sie dazu bewegen, das Album direkt bei uns zu kaufen.
Das hat nur bis zu einem bestimmten Punkt geklappt. Ich glaube, dass Fans noch nicht soweit sind, weil die Vorbehalte gegen das Shopping im Internet und das dortige Benutzen seiner Kreditkarte immer noch sehr groß sind. Das funktionierte also leider nur mäßig.
Allerdings haben sich viele Leute das Album auch aus Polen oder den Staaten per Import besorgt, so dass wir in einigen Ländern ziemlich hoch in den Import-Charts oder in Holland in den regulären Charts standen, obwohl das Album dort gar nicht veröffentlicht war. Aber insgesamt hat das nicht so funktioniert. Es war ein Experiment, aber mit nicht so gutem Ausgang.
Wir hatten dann kurz vor Weihnachten Diskussionen mit EMI über die offiziellen Vertriebswege, damit die Platte auch in den Läden steht. Das ging alles ziemlich schnell und war unser dritter Weg, "Happiness Is The Road" an den Mann zu bringen. EMI hat in ganz Europa exzellente Vertriebswege, aber knapp 2 Wochen nach der Veröffentlichung in den Läden ist es noch etwas früh, um zu sagen, was diese Verkäufe uns letztendlich noch bringen.

Und macht ihr nächstes Mal wieder etwas komplett Anderes ?

Ja, vielleicht ! Die Sache, die bei uns läuft, sind die Preorders. Das ist die Sache, die die Band finanziert. Wir machen dafür immer Super Deluxe-Editions und im Regelfall gibt es um die 15000 Leute, die uns jeweils etwa 35 Euro dafür geben. Und das gibt uns das Geld, um das Album zu machen. Wir investieren immer rund ein Jahr unseres Lebens, um so ein Album zu schreiben, es aufzunehmen und es herzustellen, wir haben mit Mike Hunter einen ziemlich guten Engineer.
Rund 75% aller Erlöse eines Albums erzielen wir mit den Preorders. Das, was über die Ladenverkäufe reinkommt, ist nur ein Bruchteil von dem, was man erzielt, wenn man das Album selbst verkauft.
Wir werden die Situation einfach wieder mal analysieren. Ich denke schon, dass wir weiter mit EMI arbeiten werden und auch das Preorder-Konzept weiter fortführen. Wir werden uns aber weiter umgucken. Inzwischen gibt es ja auch so viele verschiedene Arten im Internet, Musik zu transportieren, z.B. Dienste, wo man für einen festen monatlichen Betrag Musik hören kann.
Aber ich denke, dass der wichtigste Vertriebsweg im Internet immer noch iTunes ist.

"Happiness Is The Road" beinhaltet ja 2 CDs, wobei die Stücke der ersten CD durch ein Konzept oder eine Geschichte verbunden sind. Kannst Du uns mehr zu diesem Konzept sagen ?

Steve hat in seinen Texten zu dieser CD sehr viel biografische Dinge verarbeitet und hat auch die aktuellen Veränderungen in seinem Leben mit einfließen lassen. Unter anderem hat er ja eine Scheidung hinter sich, eine neue Partnerin gefunden und ist inzwischen auch wieder Vater eines kleinen Jungen. Ich denke, das alles ist so ein bisschen wie eine Wiedergeburt für ihn, aber eine positive.
Ich habe hier in der Markthalle mir übrigens die Poster der anderen Bands mal angeguckt und fast überall stand "Death" hier, "Death" da und wir mittendrin mit dem Slogan "Happiness Is The Road", ha ha. Es ist wirklich eine positive CD !
Die zweite CD "The Hard Shoulder" ist ein bisschen mehr das, was man bisher von MARILLION kennt, nämlich eine einfache Zusammenstellung von Songs. Eigentlich war es gar nicht geplant, zwei unterschiedliche CDs mit unterschiedlichen Thematiken zu machen, aber irgendwie wurde es im Laufe der Zeit dazu.

Die anderthalb Jahre seit "Somewhere Else" waren aber nicht viel Zeit, um 110 Minuten Musik zu komponieren und aufzunehmen. Gab es ansonsten irgendwelche Ereignisse, die euch das Komponieren erleichtert haben ?

Also, die Hälfte der Songs hatten wir eigentlich schon vorher zusammen, da sie schon während der Sessions zu "Somewhere Else" entstanden sind. Einige sind sogar noch aus der Zeit davor, als wir begannen, mit Mike Hunter zu arbeiten. Wir haben von Menge her also nur ein Album in diesem einen Jahr neu komponiert. Und dieser Prozess wurde mit der Zeit immer leichter je mehr wir mit Mike Hunter gearbeitet haben. Was wir diesmal anders gemacht haben, ist die Tatsache, dass wir bei den Proben alles live von unseren Pro Tools-Systemen haben mitschneiden lassen. Das bedeutete, dass wenn irgendwann mal etwas Magisches passierte, dann konnten wir hinterher Elemente davon benutzen. Da gab es insbesondere viele Jamsessions, die dann in 2 bis 3 Songs eingeflossen sind, z.B. "Planet Marzipan" oder den Track "Happiness Is the Road". Da kann man Teile dieser Magie aus den Proben im Original hören. Manchmal ist es besser, direkt auf das Original zurückgreifen zu können als zu versuchen, gute Ideen im Nachhinein zu reproduzieren....

Habt ihr von der Machart her ansonsten so aufgenommen wie schon in der Vergangenheit ?

Das mit dem Mitschneiden der Sessions war schon die größte Veränderung. Wir haben eigentlich auch keinen eingefahrenen Weg, Alben zu produzieren. Der ändert sich bei uns eigentlich ständig von Song zu Song und von Platte zu Platte. Und wer weiß schon, ob die nächste Platte nicht wieder total anders wird ? Derzeit geht bei uns die Tendenz dahin. Aber eigentlich ist alles, was wir neu schreiben, immer eine Reaktion auf das vorhergehende Album. 15 Platten muss man auch erstmal komponieren, ohne dabei zu ermüden. Anderen Bands geht manchmal schon nach 5 Alben der Atem aus. Was uns insbesondere antreibt ist die Tatsache, dass zwischen uns immer noch eine großartige musikalische Chemie vorherrscht.

Meiner Meinung nach sind eure Musik und Steves Texte in den letzten Jahren ein bisschen düsterer und ruhiger geworden. Und auf der neuen Platte ist neben Whatever Is Wrong With You eigentlich keine "Hitsingle" zu finden...

Ja, aber ehrlich gesagt bedeuten uns die "Hitsingles" nicht soviel. Wir hatten bei "Marbles" You're Gone in den britischen Top 10-Single-Charts und das hat eigentlich keine Veränderung ausgemacht, weil der Song trotzdem nicht im Radio gespielt wurde. Und man kann noch so tolle Radio-Songs schreiben, es bringt einfach nichts und man ist enttäuscht, wenn diese dann kein Airplay erhalten Und wir sind auch schon zu lange dabei, um in dieses stereotype Image der Popgrößen zu passen.

Auch wenn eure Texte oft vom Scheitern in bestimmten Situationen handelt, scheint bei euch auch immer die Hoffnung im Vordergrund zu stehen. Kann man das so sehen ?

Ja, kann man durchaus sagen. Vielleicht sind wir auch mit zunehmendem Alter etwas philosophischer geworden.

Obwohl Steve ja nun schon auf 11 der 15 MARILLION-Studioalben gesungen habt, spielt ihr so gut wie nie Songs aus der Fish-Ära. Seid ihr an den Songs nicht mehr so interessiert oder sind die damaligen Songs inzwischen für euch wie Musik einer anderen Band ?

Nee, wir sind daran überhaupt nicht desinteressiert. Ich denke bloß, dass es Steve gegenüber nicht so fair ist, die Songs von damals zu singen.
Wir definieren uns auch - im Gegensatz zu manch anderer Band mit langer Tradition - hauptsächlich über das, was wir aktuell machen.
Viele Bands leben mit ihrer Musik quasi stetig in der Vergangenheit und das könnten wir einfach nicht.
Aber auf den Conventions spielen wir regelmäßig zwei oder drei Songs aus dieser Zeit. Wir haben Sugar Mice gespielt oder letztes Jahr in Cambridge Garden Party zum Besten gegeben. Also, wir spielen sie durchaus ab und zu...

.. ihr spielt ja eigentlich auch immer überdurchschnittlich von eurer jeweils aktuellen Scheibe...

... ja, wir versuchen immer, den Leuten viel Neues zu präsentieren, was es manchmal auch schwierig macht, weil einige Leute natürlich auch immer gewisse Songs erwarten. Aber die Reaktion auf die neuen Tracks war auf dieser Europa-Tour wirklich außergewöhnlich, so dass diesmal eigentlich keiner enttäuscht gewesen sein sollte. Ich glaube auch, die Leute akzeptieren, wo wir im Musikuniversum angesiedelt sind und was wir derzeit repräsentieren.

Hast du immer noch deine erste Gitarre und gibt es Gitarren, die du niemals verkaufen würdest ?

Das mit meiner ersten Gitarre ist eine wirklich traurige Geschichte. Das war eine Yamaha SG 2000. Irgendwann habe ich aufgehört, damit zu spielen. Aber ich hatte sie immer noch.
Ich kannte aus meiner Gegend einen Gitarristen, Andy Glass, der in einer Band Namens "Solstice" spielte. Und er kam zu der Zeit, als wir "Fugazi" machten, zu mir. Muss also '84 gewesen sein. Er war Arbeiter und seine Gitarre ist ihm damals gestohlen worden. Er hatte aber auch damals nicht genug Geld, sich eine neue zu kaufen.
Mich hat das damals auch ziemlich bestürzt und deshalb habe ich ihm damals meine Gitarre geliehen. Ich habe ihm damals noch gesagt, dass er gut darauf aufpassen sollte und dass sie mein Ein und Alles sei.
Eines Tages kamen wir dann von der Tour zurück und ich fand einen Brief in meinem Briefkasten, in dem sinngemäß drin stand, dass ihm die Gitarre bei einem Festival gestohlen worden sei...

... und heutzutage irgendwo bei EBay wieder auftauchen könnte ...

... oh ja, er war noch so nett, mir die Adresse seiner Versicherung mitzuteilen, aber eigentlich war das dann alles egal. Also, eine wirklich traurige Geschichte.

Du hast im Laufe deiner Karriere jede Menge Gitarristen beeinflusst. Wer sind denn deine Idole und welche Bands laufen bei dir aktuell im Player ?

Ganz am Anfang waren es sicherlich HENDRIX und SANTANA und dann wechselte es langsam zu Gitarristen, die einen progressiven Ansatz hatten. Zu nennen wäre da z.B. Steve Hackett und Andy Latimer von CAMEL, JEFF BECK. Also nicht so die harte Seite des Gitarrenspiels. Jimmy Page habe ich auch sehr gemocht und das erste VAN HALEN-Album war sicherlich auch richtungsweisend für diese Art des Spielens. Ich selbst mag mehr melodische Gitarrenspieler. Für mich ist es wichtig, dass der Gitarrensound mich auch emotional packt. Derzeit höre ich mir eigentlich eher Songwriter als "Musiker" an. Mich interessiert eigentlich nicht so sehr, wie schnell jemand schrammeln kann. Und ich muss sagen, dass JEFF BECK mich immer noch fasziniert. Es sind wirklich die Songwriter, die ich derzeit gut finde, DAMIAN RICE zum Beispiel.

OK, lass uns mal die Band wechseln. Am 23. April kommt ja das neue THE WISHING TREE-Album heraus. Warum hat es denn zwölf Jahre gedauert, um den Nachfolger zu "Carnival Of Souls" fertigzustellen ?

Oooooh mein Gott, ja, das ist wirklich kompliziert.
Viele Sachen sind passiert, unter anderem hat sich Hannah in den Drummer verliebt, ihn geheiratet und ist nach Kalifornien gezogen.
Eigentlich ist das auch schon unser drittes Album, denn wir produzierten schon mal eine zweite Scheibe zusammen, an der Sony seinerzeit in England sehr interessiert war. Wir haben damals mit ein paar Demos begonnen, aber die Sache mit Sony hat sich dann irgendwie wieder zerschlagen.
Wir haben uns dann rückblickend noch einmal die Sachen angehört und fanden, dass die Sachen doch ziemlich stark klangen.
Aber irgendwie waren wir damals zu zurückhaltend, weil wir das Gefühl hatten, noch nicht so wirklich unsere Identität gefunden zu haben. Denn auf dem ersten Album habe ich zu weiten Teilen das meiste gemacht, inkl. der Gesangsmelodien.
Hannah und ich sind wirklich gute Freunde und diese Freundschaft ist in den Jahren immer mehr gewachsen.
Deshalb wollten wir beide, dass THE WISHING TREE zu mehr entwickelt als nur einer kreativen Zusammenarbeit.
Die Songs, die wir damals für ein zweites Album aufgenommen hatten, waren wie eine Mischung aus ALANIS MORRISSETTE und PORTISHEAD. Die Sachen waren wirklich nicht schlecht, aber nicht das, was wir uns für THE WISHING TREE vorgestellt haben. Also haben wir die Songs wieder aussortiert.
Als wir gerade dabei waren "Marbles" aufzunehmen, haben wir dann mal wieder drüber gesprochen, gemeinsam Songs zu komponieren. Wir dann dann nur ein paar Tage Zeit dafür, aber es kamen dabei ein paar sehr schöne Ideen zustande, z.B. der Song Falling vom neuen Album.
Insgesamt hat es dann eben doch noch einmal 4 Jahre bis zu "Ostara" gedauert, da ich drei von den vier Jahren mit MARILLION getourt, komponiert oder Alben aufgenommen haben.
Außerdem hat diese Album auch viel Energie gekostet, da ich es selbst aufgenommen und produziert und auch noch alle Instrumente außer den Drums gespielt habe.
Das war wirklich eine irrsinnige Menge an Arbeit. Aber im Nachhinein sind wir beide sehr glücklich mit dem Ergebnis. Es ist wirklich gut geworden.

Also habt ihr tatsächlich diesmal in Team-Arbeit komponiert ?

Ja, ich habe mich in erster Linie um die Musik gekümmert und Hannah hat die ganzen Gesangsmelodien, Gesangsarrangements und die Texte gemacht.
Es ist also tatsächlich unser Baby und nicht meine Solo-Scheibe. Außerdem wollten wir mit diesem Album auch noch einmal unsere Identität als Duo unterstreichen, was uns - glaube ich - ganz gut gelungen ist.
Ich habe bisher noch nicht entschieden, wie wir die Platte an den Mann bringen werden. Ab März werden wir auf jeden Fall die Platte über die MARILLION-Site verkaufen und wie der Rest sich gestaltet, müssen wir mal gucken.

Was die Verkäufe angeht, bin ich mit meinen Erwartungen sehr niedrig angesiedelt, denn ich möchte auch nicht enttäuscht werden. Ich meine, die Musikindustrie ist in den letzten Jahren ja fast gänzlich auseinandergefallen...
Wenn wir 10000 CDs absetzen könnten, dann wäre ich schon sehr sehr glücklich. Ich denke schon, dass "Ostara" auch durchaus ein Publikum jenseits der MARILLION- Fanschaft finden könnte, denn stilistisch geht es ja eher in Richtung FLEETWOOD MAC, KATE BUSH oder TORI AMOS.

Werdet ihr "Ostara" denn auch mit einer kleinen Tour durch England promoten ?

Das wird logistisch schwierig, weil Hannah ja in Kalifornien lebt. Aber ein Konzert in Deutschland könnte es eventuell im August geben. Das wird bestimmt ein außergewöhnlicher Abend und wird übrigens im Westen Deutschlands stattfinden. Mehr kann ich aber noch nicht verraten.
Wenn das klappen sollte, kann ich mir vorstellen, dass wir noch ein paar Gigs in Holland, ein paar in Deutschland und noch zwei oder drei in England und einen in Frankreich hinten dranhängen.

Ja, THE WISHING TREE hat schon das Potential, etwas Großes zu werden.
Aber das hängt von so vielen Faktoren ab und wird in erster Linie durch meine Kontakte langsam wachsen müssen. Denn großartige Unterstützung durch die Medien erwarte ich ehrlich gesagt nicht.

Nochmal zurück zu MARILLION. Das Ende der Tour ist ja fast erreicht, im März und April spielt ihr noch eure Weekend-Conventions. Wie geht es denn 2009 weiter ?

Nach der Convention in Kanada haben wir tatsächlich einmal eine Pause. Dann werde ich vielleicht ein bisschen Promotion für THE WISHING TREE machen. In der zweiten Aprilhälfte und im Mai machen wir so gut wie nichts. Im Juni treffen wir uns dann wieder. Wir haben evtl. vor, ein Acoustic-Album als nächstes zu veröffentlichen. Darauf werden bereits existierende Songs mit neuen Arrangements enthalten sein.
Das ist derzeit der Plan. Und wenn wir das so machen, wird es auch nicht lange dauern, das Album zu arrangieren und aufzunehmen.
Ende September und im Oktober werden wir dann wahrscheinlich ein paar Acoustic-Shows in Europa spielen. Vielleicht kommen wir auch wieder nach Hamburg, denn die Konzerte hier waren immer fantastisch.
Das Schöne ist ja auch, dass man für Acoustic-Shows auch gut mal die Örtlichkeit wechseln kann, denn die kannst du auch in Theatern, kleinen Clubs oder manchmal sogar in Kirchen machen.
Es gibt ja auch Leute, die nicht zu einem Rockkonzert gehen wollen. Unser Publikum wird ja auch mit uns langsam älter. Da kannst du nicht mehr jedem zumuten, in einer stickigen und mit Schweißgeruch erfüllten Halle zu stehen, ha ha.

Danke, Steve ! Viel Glück für den Gig heute abend, die Conventions und eure Acoustic-Pläne. Das WISHING TREE-Album wird meiner Meinung nach übrigens seine Käufer finden. Das, was man bisher hören konnte, ist wirklich klasse geworden.

Danke dir auch !

Kay Markschies, (Artikelliste), 14.02.2009