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II: Sojourn
Wytch Hazel
II: Sojourn, Bad Omen Records, 2018
Colin HendraGesang & Gitarre
Alex HaslamGitarre
Matt GatleyBass
Jack SpencerSchlagzeug
Produziert von: Wytch Hazel Länge: 45 Min 49 Sek Medium: CD
01. The Devil Is Here06. Barrow Hill
02. Save My Life07. Chorale
03. Still We Fight08. Slaves To Righteousness
04. Wait On The Wind09. Victory
05. See My Demons10. Angel Take Me

Im Jahr des Herrn 2011 machten sich in Großbritannien vier junge Menschen auf den Weg, um das heilige Wort des harten Rock unter die Menschen zu bringen. 2016 sorgte die Band, die sich den Namen WYTCH HAZEL gegeben hatte, erstmals für Aufmerksamkeit, als sie ihre Debüt-Scheibe “Prelude“ vorlegte. Ein überschwängliches und leidenschaftliches Werk, das dafür sorgte, dass das Quartett – zumindest mal in seiner Heimat – als eine der der vielversprechendsten neuen Hard-Rock-Bands gehandelt werden.

Nun legen die jungen Briten aus Lancaster ihr Nachfolgewerk, “II: Sojourn“, vor und beim Blick auf das Cover kann ich mir nicht helfen und muss sofort an den WISHBONE ASH-Klassiker “Argus“ denken. Ähnlich bildästhetisch und ikonographisch wirkt der Ritter auf dem Titel hier. Und das ist durchaus passend, denn WYTCH HAZEL verbinden ihren Rock durchaus auch mit folkigen Elementen und erinnern dabei ein wenig an die ganz frühen Werke von THIN LIZZY, ebenso wie WISHBONE ASH oder auch JETHRO TULL. Dabei erscheinen manche Kompositionen wie etwa Wait On The Wind fast schon überraschend einfühlsam. Hier klingt ein wenig der Soldier Of Fortune von DEEP PURPLE durch.

Aber überwiegend handelt es sich hier um eine waschechte Rock-Platte, die das große, etwas mystische Flair der 70er Jahre wieder heraufbeschwört und zwar nicht nur in den Kompositionen sondern auch im Klang der Scheibe, der nichts mit heutigen Hochglanz-Produktionen gemein hat, sondern so klingt, als wäre die Platte wirklich zu Hoch-Zeiten von ASH, LIZZY, PURPLE, TULL oder LED ZEPPELIN aufgenommen worden. Die Musik tönt sehr warm und organisch aus den Lautsprechern. Ganz genau so, wie es perfekt zu den Songs passt.

Dabei bieten WYTCH HAZEL die gesamte Bandbreite von krachig-schnell bis kernig-packend und – wie oben ja schon angeführt – gefühlvoll-balladesk. Man merkt dabei schon immer wieder, dass die Band ganz besonderen Wert darauf gelegt hat, die einzelnen Songs nicht zu überfrachten oder künstlich zu verlängern. Zudem wirkt das Album wie aus einem Guss. Dabei stehen die ersten Songs (also die Lieder 1 bis 5) für die „dunkle Seite“ (so drückt es zumindest Sänger, Gitarrist und Haupt-Songwriter Colin Hendra aus) und das zweite Lied-Quintett für die „helle Seite“, aber so richtig Wirkung entfalten sie erst, wenn man sie alle zusammen hört und wenn die letzten Takte des Epilogs Angel Take Me verklungen sind, dann macht sich schon schnell die Versuchung breit, sofort wieder von Vorne zu beginnen. “II: Sojourn“ hat einen Zauber, dem man sich nicht so einfach entziehen kann, so wie die Klassiker aus den 70er Jahren es auch hatten.

Marc Langels, (Artikelliste), 19.07.2018