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Judgement Days
WellBad
Judgement Days, Blue Central Records, 2015
Daniel WelbatVocals, Electric & Acoustic Guitars, Banjo, Organ, Kazoo, Lap Steel
Simon AndresenKeyboards, Piano
Stefan ReichDouble Bass, E-Bass
Sebastian MeyerDrums
Victor SchüttfortGuitars
Stephan GadeHarmonica, Lap Steel, Baritone Guitar
Jessy MartensVocals
Produziert von: Stephan Gade Länge: 43 Min 35 Sek Medium: CD
01. A Little Pain07. Rockin' Chair
02. Judgement Day08. One Kiss Too Late
03. Coffin For Two09. Compliment
04. Good World10. Talking French
05. Poor Mary11. Don't Go Back To The Coalmine
06. Three Legged Dog

Hereinspaziert ins Kuriositätenkabinett des Herrn Daniel Welbat! Strömt eilends herbei, denn der Tag des jüngsten Gerichts ist nicht mehr fern. Dieses eine Mal noch wollen wir Spaß haben, uns in dieser letzten langen Nacht vergnügen. Exzessiv, verwegen, lüstern, dekadent und morbide. Einfach nur sein.

WellBad alias Daniel Welbat gibt auf seinem Zweitwerk "Judgement Days" den coolen und irgendwie schwer durchschaubaren Zeremonienmeister. WellBad und seine schwerst kompetenten Partner mischen gut geerdeten, rustikalen Blues, der bis in die Robert Johnson Ära zurückreicht mit aufgekratzter Rockabilly-Raserei und einem offenkundigen Faible für großstädtischen Funky-Firlefanz. Hamburger Kiez meets Manhattan Kellermuff.

Daniel Welbat, der 26-jährige Hanseat, zeigt sich schwer inspiriert von sinistren Großmeistern wie Tom Waits, dessen Stimmbänder er offenbar in einem kuriosen Ramschladen als wohlfeile Blaupause ersteigert hat, sowie Nick Cave und Captain Beefheart, dessen verseuchte Blutkonserven Welbat aus einer interstellaren Blutbank entwendet haben muss. Die Urheber selbst nennen ihr meisterliches Sammelsurium schlicht Psychedelic Blues. Passt.

"Judgement Days" klingt wie die deutsche Antwort auf die dänische Reverend Shine Snake Oil Co. und die britischen Wille & The Bandits. Einfallsreich und auf eine charmant simple Art clever ohne großkotzige Smart-Ass Attitüde. Und wenn uns dann tatsächlich der Tag des jüngsten Gerichts bevorsteht, dann haben wir mit Wellbad zumindest einen unerschrockenen und unterhaltsamen Begleiter.

Frank Ipach, (Artikelliste), 31.05.2015