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Killing Tongue
Wedge
Killing Tongue, Heavy Psych Records, 2018
Kiryk DrewinskiGesang & Gitarre
Holger GrosserSchlagzeug
Dave GötzBass & Orgel
Produziert von: Wedge Länge: 41 Min 08 Sek Medium: CD
01. Nuthin'06. Killing Tongue
02. Lucid07. Alibi
03. Tired Eyes08. Who Am I
04. Quarter To Dawn09. Push Air
05. High Head Woman

Die deutsche Musik-Szene hat wirklich eine ganze Menge junger Talente zu bieten. Weit abseits des Mainstream-Erfolges, den meist seelenlose Pop-Acts und triebgesteuerte HipHoper für sich reklamieren, blühen Acts, die keine großen Plattenfirmen mit riesigen Werbe-Etats und entsprechender Platzierung in den Format-Radios und großen TV-Sendern bekommen. Sie leben von der Mund-zu-Mund-Propaganda und durch Szene-Publikationen. Einige von ihnen, wie etwa WUCAN, schaffen es dann sich „nach oben“ zu arbeiten. Von einer weiteren dieser vielversprechenden Bands soll nun die Rede sein: WEDGE.

Die Band wurde 2014 in Berlin von Gitarrist und Sänger Kiryk Drewinski, Schlagzeuger Holger Grosser und Bassist Dave Götz – der auch die Tasteninstrumente übernimmt - in Berlin gegründet. Benannt nach dem ersten Werkzeug der Menschheit, dem Faustkeil, englisch WEDGE, zelebrieren die drei Musiker eine klassische Ausrichtung des Rock 'n' Roll, die sie mit psychedelischen Sounds und Elementen des Garagen-Rock und jeder Menge Enthusiasmus aufpeppen. Das funktionierte bereits auf dem Debüt so hervorragend, dass es binnen kürzester Zeit komplett ausverkauft war. Da waren die Erwartungen an das zweite Werk natürlich nicht gerade klein.

Und WEDGE enttäuschen diese Erwartungen kein bisschen. “Killing Tongue“ knüpft musikalisch dort an, wo das Debüt angesetzt hatte und beweist das hervorragende Händchen der beteiligten Musiker für eingängige Rock-Songs, die nicht abgekupfert oder zusammengeklaubt klingen und dabei auch gleichzeitig noch höchst eingängig sind. Dazu mögen die über 200 Shows in aller Herren Länder und die Support Gigs für so namhafte und unterschiedliche Bands wie die BLUES PILLS (klassischer, Blues-beeinflusster Rock), ORCHID (Doom Metal), FU MANCHU (Stoner Rock) oder SIMO (Jam und Blues Rock) beigetragen haben – denn so breit gefächert wie deren Genres, so breit aufgestellt ist auch der Sound von WEDGE.

Der Opener Nuthin' rockt herrlich beschwingt und nahezu nahtlos schließt das groovige Lucid an. Der dritte Song, Tired Eyes, erinnert dank der psychedelischen Orgel-Sounds ein wenig an THE DOORS, der Titeltrack klingt dann eher wie DEEP PURPLE und später klingt dann bei Who Am I noch BLACK SABBATH -EInfluss durch. Insofern erinnern WEDGE ein gutes Stück an die Australier WOLFMOTHER, die ja einen ähnlichen Sound entwickelt und damit sehr große Erfolge weltweit gefeiert haben – und schlechter als die Band um Andrew Stockdale sind WEDGE auf keinen Fall.

Mit WEDGE hat die deutsche Musik-Szene also eine weitere Band am Start, die auch die höchsten in sie gesetzten Hoffnungen und Erwartungen erfüllen kann. “Killing Tongue“ ist ein rundum gelungenes Album, das den richtigen Rock-Spirit mit einem glänzenden Händchen für Melodien und Sounds verbindet, bei dem man den Beteiligten die Spaß an der Musik anhört, sie sich zudem sofort auf den Hörer überträgt. Die neun Lieder kann man daher fast schon als infektiös bezeichnen.

Marc Langels, (Artikelliste), 18.01.2018