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Rock N Roll Machine
Turbonegro
Rock N Roll Machine, Burger Records, 2018
Tony SylvesterGesang
EuroboyGitarre
Rune RebellionGitarre
Happy TomBass
Crown Prince Haakon-MariusKeyboards
Tommy ManboySchlagzeug
Produziert von: Turbonegro Länge: 40 Min 05 Sek Medium: CD
01. The Rock and Roll Machine Suite - Part I: Chrome Ozone Creation07. Hot For Nietzsche
02. Part II: Well Hello08. On The Rag
03. Part III: Rock N Roll Machine09. Let The Punishment Fit The Behind
04. Hurry Up & Die10. John Carpenter Powder Ballad
05. Fist City11. Special Education
06. Skinhead Rock & Roll

Die Dunkelheit kehrt zurück. Die Norweger TURBONEGRO stellen ihr neues Werk der Öffentlichkeit vor, das auf den programmatischen Titel “Rock N Roll Machine“ hört. Das Sextett hat eine Sammlung an Songs am Start, die nach eigener Aussage aus der Freude entstanden sind, Teil einer Rock-Maschine von sechs Brüdern und Schwestern zu sein, mit den großartigsten Fans und aus ihrer lebenslangen Hingabe zum Rock 'n' Roll als Kunstform. Na das klingt doch wie das Rezept für ein Super-Album.

Photo-Credit: zur Verfügung gestellt von Oktober Promotion

Und nach einem futuristischen Intro legt die Band dann mit Well Hello auch den perfekten Einstand hin. Zwei Minuten feinster, klassischer TURBO-Rock 'n' Roll. Allerdings ist der Sound nicht mehr so bassig – sprich düster - wie früher, sondern mit vernehmbar mehr Höhen versehen, die an eine Band wie ROYAL REPUBLIC denken lassen, was sicher einige alte Fans abschrecken dürfte. Zudem sind die immer wieder eingestreuten, futuristisch anmutenden Moog-Sounds oder Vocoder sicherlich gewöhnungsbedürftig, zeigen aber, dass TURBONEGRO als Band nicht stehen bleiben wollen, sondern sich auch in Teilen – zum Glück aber nicht komplett – neu erfinden.

So erinnert der Gitarren- und Schlagzeug-Sound im folgenden Titeltrack an eine Band wie THE HIVES. Das Stück ist zudem etwas ruhiger und grooviger ausgefallen, die eingestreuten „Oi“-Rufe lassen zwischenzeitlich sogar an AC/DC und ihr TNT denken. Aber die futuristischen Sound-Spielereien, die auch hier wieder auftauchen, sorgen dann doch für einen absolut eigenständigen Klang, der TURBONEGRO offenbar in den nächsten Abschnitt ihrer Karriere führen soll. Und auch später sind immer wieder Anklänge von anderen Bands zu vernehmen, so etwa bei Skinhead Rock & Roll bedienen sich die Norweger melodietechnisch ein klein wenig beim „Prince Of Darkness“, Ozzy Osbourne, und dessen Hit Shot In The Dark.

Photo-Credit: zur Verfügung gestellt von Oktober Promotion

Aber das sind immer eher kleinere Tribute als wirklich Kopien der großen Vorbilder und stehen wohl für die lebenslange Hingabe an den Rock 'n' Roll als Kunstform. Viel schwerer wiegt für die Turbojugend sicherlich die klangtechnische Veränderung, die nicht allen gefallen wird. Ähnlich erging es aber auch schon anderen großen Bands, wie etwa PEARL JAM, die spätestens ab dem dritten Album auch nicht mehr viel mit der Band gemein hatten, die sie auf dem Debüt waren. Oder aber VAN HALEN, die parallel zum Sängerwechsel von David Lee Roth zu Sammy Hagar eine musikalische Metamorphose durchmachten.

Lässt man also bei der Betrachtung des Albums also einmal den Namen der Band außen vor, dann hat man es hier mit einem richtig guten, eingängigen, modernen Rock-Album zu tun. Anspieltipps sind neben Well Hello insbesondere noch Hurry Up & Die oder Hot For Nietzsche sowie das hymnische Let The Punishment Fit The Behind. Allerdings fällt das bei einer Band mit einer solchen Geschichte, einem solchen Ruf und einer solch treuen Anhängerschaft nicht immer so leicht. Das mussten auch die beiden weiter oben angeführten Bands erfahren. Sehen wir mal, wie es TURBONEGRO mit ihrem neuen Werk ergeht.

Marc Langels, (Artikelliste), 16.01.2018