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Knee-Deep In The Dead
Traitor
Knee-Deep In The Dead, Violent Creek Records, 2018
Andreas MozerGesang & Schlagzeug
Gerd HeryGitarre & Gesang
Matthias KochGitarre & Gesang
Lorenz KandolfBass & Gesang
Gastmusiker
Gus DraxGitarre
Produziert von: Vagelis Maranis Länge: 39 Min 19 Sek Medium: CD
01. Mad Dictator07. At The Gates Of Hell (Intro)
02. Predator (Skinned Alive)08. Knee-Deep In The Dead
03. Nuke 'Em All09. Xenomorph
04. Ebola10. Cruxifixion
05. Pieces Of Pale11. Blitzkrieg Bop (Bonus Track)
06. Demonic Possession

Die baden-württembergische Stadt Balingen ist den meisten Fans bekannt als Veranstaltungsort des Bang Your Head Festivals, das zwar deutlich kleiner aber sicherlich nicht schlechter ist als der „große Bruder“, das Wacken Open Air. Und wenn eine Stadt dermaßen „Metal“ ist, dann gibt es dort auch bestimmt eine talentierte Band, die das widerspiegelt und im Falle Balingen sind das eben TRAITOR. Das Quartett ist schon seit 14 Jahren aktiv und hat auch schon zwei Alben veröffentlicht. Dabei war mir das Debüt, “Thrash Command“, noch zu unausgegoren. Dem folgte auf dem Zweitwerk, “Venomizer“ , schon eine ordentliche Qualitätssteigerung. Und nun liegt das dritte Album vor, unter dem Titel “Knee-Deep In The Dead“.

Photo-Credit: zur Verfügung gestellt von Oktober Promotion

Und ab der ersten Sekunde wird klar: das hier ist ein komplett anderes Biest, als man es bisher von der Band kannte. Ihre Einflüsse sind logischerweise die gleichen wie bislang, also klassischer Thrash Metal aus der Bay Area und dem deutschen Äquivalent dem Ruhrpott. Da muss man gleich an Bands wie insbesondere EXODUS und aber auch KREATOR denken, denn ähnlich leidenschaftlich hauen TRAITOR hier gleich mal die beiden Opener Mad Dictator und Predator (Skinned Alive) raus. Da vergeht dem geneigten Headbanger schon mal schnell Hören und Sehen. Denn nicht nur die Riffs sind der Knaller, sondern – das wird ebenfalls gleich klar – auch der Sound. Nicht überproduziert, aber schön fett geht es hier zu und das ist dem Genuss der Scheibe natürlich sehr zuträglich.

Wer denn aber erwartet, dass dieser Auftakt wohl nur ein Strohfeuer war, der sieht sich in der Folge eines Besseren belehrt. Es mag vielleicht nicht jede einzelne Komposition den hohen Erwartungen genügen, die der Auftakt hervorruft, aber Songs wie Demonic Possession, der von Computer-Spielen (andere würden Ballerspiele sagen) inspirierte Titeltrack und auch Xenomorph sind für Anhänger des harten, schnellen Thrash ein wahres Ohrenfest. Der „Gesang“ von Schlagzeuger (!) Andreas Mozer gibt dem Ganzen dann auch noch eine mächtige und verdammt gut passende Death Metal-Schlagseite.

Mit ihrem dritten Album sind TRAITOR also endlich in der erweiterten Spitze der deutschen Thrash-Szene angekommen. “Knee-Deep In The Dead“ ist ein wahrlich extrem starkes Album geworden, dem ob seiner Aggressivität trotzdem nicht das richtige Gespür für die nötigen Melodien abgeht. Ich würde mir persönlich von der Band für die Zukunft noch wünschen, dass sie vielleicht auch mal einen Midtempo-Stampfer einbringt. Dass sie über die nötigen Riffs dafür verfügt beweist sie auf dem aktuellen Album gleich mehrmals – allerdings bislang nur als Zwischenpart -, aber zum einen würde es der Band gut zu Gesicht stehen und sicherlich auch noch mehr Thrash-Fans für TRAITOR einnehmen.

Marc Langels, (Artikelliste), 16.04.2018