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Spaces In Between
Tracer
Spaces In Between, Mascot, 2011
Michael BrownGuitar, Vocals
Leigh BrownBass, Keyboards, Vocals
Andre WiseDrums, Percussion
Produziert von: Tracer Länge: 52 Min 44 Sek Medium: CD
01. Too Much07. Voice In The Rain
02. Push08. Spaces In Between
03. Walk Alone09. Dead Inside
04. Louder Than This10. Save My Breath
05. Devil Ride11. All In My Head
06. The Bitch12. Won't Let It Die (Run Mary)

Logo Tracer

Rockende Brüderpaare in Ozzy (Aussie) Bands lassen den Kenner gleich an die Youngs oder die O'Keeffes denken, aber zum Glück sind die Browns nicht eine weitere AC/DC Gedächtniskapelle sondern klingen eigentlich überhaupt nicht nach den gängigen Standards aus Down Under, ganz im Gegenteil, denn bevor Michael (Gesang, Gitarre) und Leigh Brown (Gesang, Bass) zusammen mit dem Schlagzeuger Andre Wise in 2004 TRACER gründeten, firmierten die aus Adelaide, dem Süden Australien stammenden Brüder noch unoriginell als THE BROWN BROTHERS und galten als Blues Wunderkinder.
Davon gibt es vermutlich ähnlich viele wie von AC/DC Clones und so verlegte man sich lieber auf eine Mischung aus 90er Grunge/Stoner und 70er Jahre Classic Rock, wobei reflexartig der zurzeit üblicher Hype einsetzte und nicht mit Superlativen wie "wenn Robert Plant und Jimi Hendrix sich zu den Klängen von Audioslave geliebt hätten, würde das Ergebnis vermutlich ähnlich wie TRACER klingen" geizte.

Nach zwei Independent-Veröffentlichungen (den EPs "Into The Night" und "L.A.?") und diversen internationalen Tourneen (u. a. als Support-Act für LITTLE RED, COLLIDE CHILDREN, THE JOHN STEEL SINGERS oder CASSETTE KIDS), welche sie auch mehrmals nach Deutschland führten, darunter als einer der begehrten Top-Act-Plätze auf der Popkomm in Berlin, war es nur eine Frage der Zeit, bis mit Cool Green Recordings, einem Sublabel des renommierten holländischen Labels Mascot Records, auch ein langfristiger Plattenvertrag zustande kam. Das Resultat liegt nun mit ihrem ersten full length debut "Spaces In Between" vor.

Den Grunge/Stoner Vergleich muss man allerdings relativieren, denn mit den klassischen Vertretern des Genres haben TRACER nur bedingt etwas am Hut, sondern eher mit BROTHER CANE oder RAGING SLAB, die sogar einen leichten Southern Rock Einschlag mitbringen, und auch bei den Classic Rock Veteranen liegen sie näher bei BLACK SABBATH oder DUST als bei LED ZEPPELIN, aber eigentlich sind TRACER ein ehrliches, bodenständiges und hard rockendes Trio, was sich weder um Konventionen noch um an den Haaren herbeigezogenen Vergleichen schert und ihr eigenes Ding durchzieht und das besteht aus einem fetten Sound, coolen Gitarren, intelligenten Läufen, satten Riffs und kompromisslosem, durchdringendem Gesang mit Wiedererkennungswert.

TRACER befinden sich gerade erneut auf einer kleinen Promotion Tour durch Europa, die sie auch wieder nach Deutschland führt, just wurde in Bonn ein Gig für den Rockpalast mitgeschnitten und nach einem kurzen Abstecher über den Kanal (als Support Act für ROYAL REPUBLIC) wird die Band u. a. in Köln, Osnabrück und Hamburg aufschlagen (siehe Tour-Dates), wobei der Köln Gig angeblich bereits ausverkauft ist, anscheinend haben die Aussies bei ihren letzten Besuchen hier einen guten Eindruck hinterlassen und "Spaces In Between" dürfte diesen vermutlich noch um einiges verstärken.
Vielleicht war der Hype ja doch nicht ganz an den Haaren herbeigezogen?

Zum Abschluss noch ein Satz zu dem genialen Cover, wer glaubt, es handele sich um ein Gemälde, der irrt, vielmehr handelt es sich um eine preisgekrönte Sand-Skulptur, die der Amerikaner Carl D. Jara für einen Wettbewerb auf Treasure Island, Florida geschaffen hat, Hammer, oder?

Ralf Frank, (Artikelliste), 14.10.2011