Ghostriders Of Southern Rock
The Southern Rock Junkies
Ghostriders Of Southern Rock, SRJ Production, 2014
Rob HiemerVocals, Guitars, Bass
Eberhard SchmidtGuitars, Vocals
Klaus DietrichGuitars
Christian SchneiderGuitars
Markus BrodDrums
Dirk ReichenbecherDrums
Martin KnauerDrums
Guests:
Christoph BernerSlide Guitar
Hansi SeligDrums
Martin HoffmanDrums
Fips MüllerGuitars
Maik SchorratHarp
Dieter DresselGuitars
Robert SchwarzDrums
Christian HallerVocals
Paul BraunKeyboards, Organ
Peter BrkusicDrums
Rainer PechHonky-Tonk-Piano
Produziert von: Rob Hiemer Länge: 142 Min 55 Sek Medium: 2CD
CD171:52
1. Don't Look Back8. Storyteller
2. Life For Southern Rock & Roll9. Indian Summer
3. Butterfly In The Sun10. Merlin Run
4. Don't Loose The Grip11. The Southern Spirit (live 2008)
5. Fool For Your Love12. Funny Junkies
6. The Sun Will Shine Again13. Southwind Meets Spring
7. The Flying Boots
CD271:03
1. The Ghostriders of Southern Rock7. Rebel Cars & Rebel Girls
2. Quick & Dirty Southern Blues8. She's Just Like The Wind
3. Desperados & Outlaws9. Bad Boys
4. Fly Eagle Fly10. Musicman
5. Right Girl11. Country & Western Blues
6. Road To Hell12. Southern Whiskey

Logo The Southern Rock Junkies

Hinter einem Debüt-Album steckt in der Regel ein mehr oder weniger längerer Prozess, in dem eine Band oder Künstler im stillen Kämmerlein, Proberaum oder live eine Reihe von Songs entwickelt, von denen dann eine qualitative Auswahl getroffen wird.
Die SOUTHERN ROCK JUNKIES hingegen stecken seit 2008 in sogenannten "Vierteljahres Weekend Sessions" regelmäßig die Köpfe zusammen und treffen sich in den Train Studios in Lohr am Main um Songs aufzunehmen, die nun alle in einer "Double-CD-Trilogie" auf die kleine, aber feine Southern Rock Gemeinde losgelassen wurden.

Das SRJ Projekt war ursprünglich als einmaliger Gaudi geplant, um auf einem Southern Rock Fan-Treffen im Mai 2005 ein Bühnenprogramm hinzulegen. Dazu traf man sich am 12. und 13. März 2005 in Kulmbach zu ersten Sessions, das Wochenende gilt heute als Gründungsdatum. Der Gig wurde ein voller Erfolg und weitere sollten folgen, der Schritt von der reinen Coverband zu eigenen Kompositionen war dann nur die logische Konsequenz.
Eine ordentliche CD Produktion ließ aber aus diversen Gründen auf sich warten, erst als Rob Hiemer 2014 den Inhaber des Nexus Studios kennenlernte, war es endlich soweit, das vorliegende Material ordentlich zu mastern.
Seit Sommer 2014 liegen nun die ersten beiden Doppel-Cds vor, das Abschluß-Album erfolgt dann in Kürze.

Promo Foto (c) SRJ Production

Den Anfang der Trilogie macht das Album "Ghostriders Of Southern Rock", welches aus den CDs "First" und "Ghostriders" besteht. Die Songs stammen zum Teil von den ersten Aufnahmesessions aus 2008.
Ob es nun clever ist, das gesamte Material zu veröffentlichen und nicht auszusieben, darüber lässt sich natürlich streiten. Die Doppel-CD enthält mit Sicherheit genügend ausgezeichnete Songs für ein gelungenes Debüt Album, manch anderer Song erinnert dann allerdings doch eher an eine Jamsession nach ein paar Bierchen, was sie vermutlich auch sind.
Geschmäcker sind jedoch verschieden und so mag der Eine vielleicht gerade diese Songs besonders, während der Andere die knackigen Rocksongs vorzieht. Insofern kann sich jeder seine Lieblingssongs aus dem reichhaltigen Fundus heraussuchen und den Rest als Bonus Tracks verbuchen, wie es sich für eine Anthologie gehört.

Für ein ehemaliges Spaß-Projekt finden sich auf der Doppel-CD eine Reihe erstaunlich ausgereifter und gut produzierter Songs, deren Einflussgeber zumeist recht leicht zu erraten sind, bewegt man sich doch recht nah an den Faves. Ein MOLLY HATCHET Riff hier, ein LYNYRD SKYNYRD Solo dort (Don't Loose The Grip) oder ausgedehnte Jamsessions ala ALLMAN BROTHERS (Southwind Meets Spring) und Gitarrenduelle als Markenzeichen des Genres (The Sun Will Shine Again) gehören naturgemäß zum Repertoire wie aber auch diverse Blues, Boogie, Tex Mex und Country Standards.
Die teilweise recht eigenwillige Produktion und der für das Genre etwas untypische Gesang sind dagegen nicht jedermanns Sache.

Das Album ist dem verstorbenen LIZARD Sänger Georg Bayer gewidmet, für den man auch den Song The Sun Will Shine Again (Song For Georg) geschrieben hat. Cheers Georg!

Ralf Frank, (Artikelliste), 12.07.2015