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We Feel Through The Dead
The Outside
We Feel Through The Dead, Green Zone Music, 2018
Roland B. MarxGesang
Ishay SommerBass
Alberto AtalahSchlagzeug
Ricardo EspinozaGitarre
Produziert von: Maximilian Rabe Länge: 32 Min 23 Sek Medium: CD
01. The Portrait06. To Dismantle
02. Congregation07. Where We Stand
03. Towers Tall08. It's A Campaign
04. We Feel Through The Dead09. A Star Burns
05. War Among The Poor

Der Metal wie die Musik ja im Allgemeinen hat die Fähigkeit, die Menschen über Grenzen hinweg zu verbinden. Und das nicht nur, zum Beispiel über die deutsch-französische sondern auch über kontinentale und kulturelle Grenzen hinweg. Ein prima Beispiel für die verbindende Kraft des Death Metal sind THE OUTSIDE. Die Band wurde vor zehn Jahren gegründet und besteht aus Mitgliedern aus Chile, Deutschland und Israel. Die zentrale (wenn man so will) der Band ist in Berlin und von hier aus überziehen sie den Globus mit einer Mixtur aus Thrash und Death Metal.

Ihr neues, mittlerweile drittes, Werk, "We Feel Through The Dead", ist ein durch und durch politisches Album geworden. (Überwiegend) Death Metal gegen den vorherrschenden und immer mehr an Zulauf gewinnenden Populismus, gegen die Eliten, die sich die Welt gerne aufteilen möchten und für die Menschen und deren Schicksale kaum bis keine Bedeutung haben und die sie nach Belieben gegeneinander ausspielen. Neun Lieder gegen im Endeffekt ja willkürlich gezogene - Grenzen und Ausbeutung (in jeder Form) sowie gegen religiösen Fanatismus (von jeder Seite) und immer für eine gerechtere Welt.

Photo-Credit: Jaime Correa, zur Verfügung gestellt via Haulix

Musikalisch ist das Ganze leider nicht so überzeugend wie auf der textlichen Ebene. Es überwiegt recht formelhafter Death Metal mit einigen Thrash Metal-Einschüben. Der Sound der Scheibe ist exzellent und druckvoll und sorgt dafür, dass sich die Band hier ordentlich austoben kann. Die Songs klingen gut, während man sie hört, ohne aber wirklich anhaltenden Eindruck beim Hörer zu hinterlassen. Dafür fehlt es den Riffs an dem gewissen Etwas. Und auch der Gesang ist typisches Gegrowle, wenn eben auch mit Texten, die man sich wirklich mal zu Gemüte führen sollte.

"We Feel Through The Dead" zeigt, dass Metal und klare politische An- und Aussagen durchaus zusammen passen, auch wenn die beteiligten Musiker aus sehr unterschiedlichen Kulturen stammen. Andere mögen sich durch neoliberale Ideen und rechte Positionen zum Schweigen bringen oder vor sich her treiben lassen. THE OUTSIDE aber nicht, da wäre es das nächste Mal natürlich fantastisch, wenn die Qualität der Lieder zu der der Texte aufschließen könnte.

Marc Langels, (Artikelliste), 06.09.2018