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Photo Credits: Chris Weiss
Cut Loose
The New Black
III: Cut Loose, AFM Records, 2011
Markus HammerVocals
Fabian SchwarzGuitars
Christof LeimGuitars
Günther AuschratBass
Chris WeissDrums
Produziert von: Jacob Hansen Länge: 43 Min 37 Sek Medium: CD
01. Innocence & Time07. Burning D
02. Count Me In08. Not Quite That Simple
03. Muzzle & Blinkers09. Sharkpool
04. Superhuman Mission10. The Unexpected Truth
05. Cut Loose11. One Thing I Know
06. Any Colour You Like12. Antidote

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"Beim ersten Album haben wir einfach mal aus der Hüfte geschossen, "II: Better In Black" gingen wir dagegen viel bewusster an und experimentierten mehr. Einige Ideen haben prima funktioniert, andere weniger. So entdeckten wir, wer wir als Band sind. Auf dem dritten Album ernten wir nun die Früchte der Arbeit, denn nun wissen wir genau, wie wir musikalisch ticken. Wir schrieben Songs, die wir sehr mochten und machten uns selbstbewusst daran, das Album zusammenzustellen.
Mit dieser Aussage trifft Gitarrist Christof Leim den Nagel auf den Kopf, jetzt gilt es den Worten Taten folgen zu lassen, unterziehen wir also Part III: "Cut Loose" einer eingehenden Prüfung.

Los geht's mit Innocence & Time, der treibende Bass lässt ein wenig MOTÖRHEAD Feeling aufkommen, Bomber oder Overkill lassen grüßen, aber spätestens wenn der tiefergelegte Riff und "Fludids" intensiver Gesang einsetzt können sich Lemmy & Co. wieder hinlegen, lasst die Jugend mal machen.
Nach dem speedigen Opener legen TNB mit einem Hair Metal angehauchten Midtempo Rocker nach und lassen schon einmal kurz die Twin Leads aufblitzen bevor Muzzle & Blinkers nach einer merkwürdig krautigen, balladesken Einleitung noch die Kurve kriegt, trotz schöner Soli kein Highlight aber solide.
Der folgende midtempo Stampfer steckt knietief in den 80ern und wird danach mit dem Titelstück in Grund und Boden gerockt. Hartes LIZZY Riffing wie zu John Sykes Zeiten, aber die sind ja leider vorbei, nicht jedoch für TNB, die mit Cut Loose einen Song für die Ewigkeit geschrieben haben, die Mundharmonika-Einlage hätte man sich allerdings sparen können (IMHO).
Any Colour You Like (As Long As Its Black) ist wieder ein geerdeter Rocker, der auch mit mehrstimmigen Soli aufwartet, welche leider aber zu kurz ausfallen um Zeichen zu setzen.

Burning D startet die zweite Hälfte des Albums recht unspektakulär, langsam wird es Zeit für einen Hammer, was nicht ganz so einfach ist, Not Quite That Simple kommt daher über gute Mittelklasse jedenfalls nicht hinaus. Sharkpool kann erst im Solopart richtig punkten und zieht danach nochmal an, warum nicht gleich so? Das ändert sich leider auch im Folgenden nicht wirklich, im Gegenteil mit der Halbballade One Thing I Know schielt man dann doch arg Richtung Radiohit und bei funky Bläser wird es gleich richtig schräg.
Zum Abschluss treten TNB noch einmal aufs Gaspedal, schalten im Refrain jedoch jeweils wieder runter, irgendwie zu wenig für die Zielgerade.

Credits: Chris Weiss

"Unser erster Entwurf des Albums war o. k., aber etwas hat doch gefehlt. Was tun? Fabs und ich verzogen uns in den Keller und nahmen alle Songs noch mal genau unter die Lupe," gibt Leim zu, außerdem hat man mit Jacob Hansen, einen renommierten Produzenten (VOLBEAT, PRETTY MAIDS) verpflichtet, der mit einem externen Blickwinkel an die Songs herangehen sollte.
Das Ergebnis ist für meinen Geschmack jedoch etwas zu "gewollt", ich würde dagegen gerne mal den ersten Entwurf hören.

"Wir haben einen James Hetfield und einen Lars Ulrich in der Band; einen megatalentierten, der die Songs geradezu ausscheißt und einen, der die Sache weniger technisch angeht, aber dafür Vision und Perspektive einbringt," so Christof Leim, cut 'em loose möchte man ihnen passenderweise darauf gerne zurufen.

P.S.: Die Erstauflage erscheint als Digipak mit 5 Bonustracks.

Ralf Frank, (Artikelliste), 13.02.2011