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Rhino Records
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The Singles
The Doors
The Singles, Rhino, 2017
Jim MorrisonVocals
Ray ManzarekOrgan, Piano, Bass, Vocals
Robby KriegerGuitar, Vocals
John DensmoreDrums
Produziert von: Bruce Botnick & Steve Woolard Länge: 139 Min 46 Sek Medium: CD
Disc 1:
01. Break On Through (To The Other Side)14. Wild Child
02. End Of The Night15. Wishful Sinful
03. Light My Fire16. Who Scared You
04. The Crystal Ship17. Tell All The People
05. People Are Strange18. Easy Ride
06. Unhappy Girl19. Runnin' Blue
07. Love Me Two Times20. Do It
08. Moonlight Drive21. You Make Me Real
09. The Unknown Soldier22. Roadhouse Blues
10. We Could Be So Good Together23. Love Her Madley
11. Hello, I Love You24. (You Need Meat) Don't Go No Further
12. Love Street25. Riders On The Storm
13. Touch Me26. Changeling
Disc 2:
01. Tightrope Ride11. Roadhouse Blues (Live)
02. Variety Is The Spice Of Life12. Albinoni: Adagio
03. Ships W/ Sails13. Gloria (Live)
04. In The Eye Of The Sun14. Moonlight Drive (Live)
05. Get Up And DanceBonus Tracks:
06. Treetrunk15. Hello, I Love You (Mono Radio Version)
07. The Mosquito16. Touch Me (Mono Radio Version)
08. It Slipped My Mind17. Wishful Sinful (Mono Radio Version)
09. The Piano Bird18. Tell All The People (Mono Radio Version)
10. Good Rockin'

Ja, das ist jetzt tatsächlich schon ein halbes Jahrhundert her, seit das Debütalbum der DOORS erschien. Das Jubiläum wird also mit Fug und Recht im Hause Warner/Rhino gefeiert: The Doors 50th Anniversary.
Jenes selbstbetitelte Debütalbum War und ist sicher eines der beeindruckendsten Erstlinge überhaupt. Ohne großartig in vorherigen Bands in Erscheinung getreten zu sein, veröffentlichte das Quartett im Januar 1967 einen Longplayer, der vor bahnbrechenden Songs geradezu strotzte. Ich sag mal: Bis auf Twentieth Century Fox und vielleicht noch I Looked At You sind da nur Rockklassiker drauf! Mir fällt jetzt keine zweite Band ein, die von ihrem Debüt so gut wie jeden Song als Single hätte veröffentlichen können.
Und da sind wir schon beim Thema. Auch wenn man THE DOORS gemeinhin wohl eher als “Alben-Band“ sieht, veröffentlichten sie eine enorme Anzahl von Singles und waren sehr häufig damit auch erfolgreich.

Die hier zusammengefasst zu bekommen, macht also nicht nur bei denen Sinn, die vielleicht nie über die erste Platte der Band hinaus gekommen sind.
Auch 50 Jahre später kann man sich dieser speziellen Magie nicht entziehen, die bei End Of The Night oder The Crystal Ship kreiert wurde. Wobei ich mich gleich wundere, dass The End nicht als Single erschien. War der Plattenfirma vielleicht dann doch zu heikel.
Gleichwohl durch die Talente von der Vier mit einem typischen Sound und Stil versehen, schafften sie es doch sehr variantenreich zu bleiben und trotz eines meist melancholischen Untertones auch partytaugliche Nummern wie Love Me Two Times oder Hello, I Love You (Letzteres unüberhörbar von den KINKS beeinflusst, finde ich…).
Hinter (oder unter?) solchen Hits wie Light My Fire oder Riders On The Storm wurden sicher Kleinode, wie Love Street oder die fast im Breitwandformat erscheinenden Epen Touch Me oder Tell All The People, übersehen. Hat Johnny Cash je einen DOORS-Song aufgenommen? Wäre auf jeden Fall äußerst interessant gewesen. Easy Ride wäre da sogar eine der einfachsten Übungen für den “Man in Black“ gewesen.

Schön, wieder einmal Love Her Madly zu hören. Gleichzeitig muss man daran denken, dass es hier nicht mehr weit bis zum Ableben von Morrison war. Ein nicht zu ersetzender Verlust für die Rockmusik. In vielerlei Hinsicht.
Das ging auch den verbliebenen drei Musikern so und so machten sie als Trio weiter. Und wie man hier sieht, waren auch Alben wie “Other Voices“ und “Full Circle“ für die ein oder andere Single gut. Das Charisma von Morrison wurde zwar nicht ganz erreicht, aber man hört, dass Krieger, Manzarek und Densmore, jeder auf seine Art, ordentlich Gewicht in die Waagschale namens DOORS geworfen haben. Da sollte man nur bei Ships W/Sails und Good Rockin‘ mal reinhören. Der “Geist“ Morrisons ist zu spüren und der Sänger hat wahrscheinlich von irgendwoher zugehört und sich daran gefreut.
Das tun wir auch und erst recht, bei den drei Live-Mitschnitten hier. Darunter natürlich Van Morrisons Gloria in einzigartiger Intensität.
Als kleines Zusatz-Schmankerl hat man noch vier Mono-Radio-Versionen spendiert.
Wer noch mehr Bonus haben möchte, für den gibt’s diese Veröffentlichung auch mit zusätzlicher Blu-ray die “The Best Of The Doors“, von 1973, im Quadrophonie-Sound enthält, oder als Vinyl-Box, mit allen 20 US-Singles. Das mag jetzt Mancher für übertrieben halten, aber Zurückhaltung war zumindest Jim Morrisons Sache nicht.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 04.10.2017