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Hits Back
The Clash
Hits Back, Columbia Records, 2013
Mick JonesGuitar & Vocals
Joe StrummerVocals & Guitar
Paul SimononBass
Topper HeadonDrums
Produziert von: The Clash Länge: 117 Min 00 Sek Medium: CD
Disc 1:
01. London Calling10. The Magnificent Seven
02. Safe European Home11. Police On My Back
03. Know Your Rights12. Rock The Casbah
04. (White Man) In Hammersmith Palais13. Career Opportunities
05. Janie Jones14. Police & Thieves
06. The Guns Of Brixton15. Somebody Got Murdered
07. Train In Vain16. Brand New Cadillac
08. Bankrobber17. Clampdown
09. Wrong 'Em Boyo
Disc 2:
01. Ghetto Defendant09. Complete Control
02. Armagideon time10. Clash City Rockers
03. Stay Free11. Tommy Gun
04. I Fought The Law12. English Civil War
05. Straight To Hell13. The Call Up
06. Should I Stay Or Should I Go14. Hitsville UK
07. Garageland15. Radio Clash
08. White Riot

So überspektakulär ist diese Veröffentlichung nicht, da es sich ja ausnahmslos um bekanntes Material handelt, welches nur neu zusammengestellt wurde. Die Box "Sound System" macht da - auch optisch - schon etwas mehr her. So gesehen, kann man sich die Tracklist hier anschauen und sich seine eigene "THE CLASH HITS BACK" am heimischen Brennwerk zusammenschustern. Einen Großteil der Songs sollte ja jeder aufrechte (Punk-) Rock-Haushalt verfügbar haben. So what? Vielleicht wären die Gesellschaftskritiker von THE CLASH die Ersten gewesen, die so eine Veröffentlichung angeprangert hätten. Damals. Heute produzieren sie das Teil selber.
Aber sei es wie es mag, die Musik ist gut und einmalig und ruft eine der besten britischen Bands aller Zeiten wieder in Erinnerung. Die Reihenfolge der Lieder wurde der Setlist angepasst, die Joe Strummer für das Konzert am 10.7.1982 im Brixton Fairdeal zusammengestellt hatte. Die handschriftlich verfasste und - wie immer - auf die Rückseite seiner Telecaster geklebte Setlist, ist im Booklet abgedruckt.

Strummer gab sich immer eine große Mühe mit der Reihenfolge der Songs und änderte diese auch permanent. Ich weiß nicht, ob eine andere Folge der Songs einen anderen Effekt erzielen würde, aber mir gefällt's jedenfalls und von den allseits bekannten Krachern wie London Calling, Should I Stay Or Should I Go, I Fought The Law oder Rock The Casbah bis zu oft sträflich übersehenen Songs, gibtís hier praktisch eine durchgehende Party.
Der schnurgerade Punkrock von Janie Jones verführt zum Pogo und verweist auf Kollegen wie die amerikanischen RAMONES oder die deutschen STRASSENJUNGS. Die vielfältigen Einflüsse von THE CLASH drücken sich wiederum in Songs wie The Guns Of Brixton (Dub Reggae) oder Wrong 'Em Boyo (Ska) aus.
Mit dem fröhlichen Drive von Train In Vain haben Strummer, Jones, Simonon und Topper eine ganze Generation von britischen New Wave- und Pop-Musikern beeinflusst. Ein ums andere Mal wird hier wieder deutlich, wie wichtig diese Band war und eigentlich noch ist, denn in die Fußstapfen konnte nie jemand treten.

Es hat sich einfach ausgezahlt, über den Tellerrand zu blicken. Wie viele vergleichbare Bands haben eine Mundharmonika eingesetzt, wie hier in Ghetto Defendant zu hören? Den meisten wäre das viele zu spießig gewesen und sie wären dadurch selbst zu Spießern geworden.
Die Aktualität von Armagideon Time ist 30 Jahre später so erschreckend, dass einen direkt fröstelt. Der 60's Garage-Beat von Stay Free war mir bisher - zugegeben - entgangen während I Fought The Law arschtritt wie eh und je. So eine simple Nummer und so häufig gecovert, aber das Original ist nicht zu schlagen!
Wenn einem die Musik auch nur halbwegs zusagt, gibtís hier keine Aussetzer. Wie das Konzert damals - so nehme ich an - geht es auch auf dieser Doppel-CD nur ab und fast zwei Stunden hat man hier richtig Spaß. Auch wenn die Texte manchmal das Gegenteil bewirken können. Wer also diese Songs immer noch nicht in der Sammlung hat, kann hier durchaus schwach werden. Oder, um beim letzten Song dieser Compi zu klauen: "This is Radio Clash, on private satellite!"

Epi Schmidt, (Artikelliste), 28.09.2013