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The Sick, Dumb And Happy
The Charm The Fury
The Sick, Dumb And Happy, Nuclear Blast, 2017
Caroline WestendorpGesang
Mathijs TiekenSchlagzeug
Rolf PerdokGitarre
Martijn SlegtenhorstGitarre
Lucas ArnoldussenBass
Produziert von: The Charm The Fury Länge: 42 Min 05 Sek Medium: CD
01. Down On The Ropes07. The Future Need Us Not
02. Echoes08. Silent War
03. Weaponized09. The Hell In Me
04. No End In Sight10. Songs Of Obscenity
05. Blood And Salt11. Break And Dominate
06. Corner Office Maniacs

THE CHARM THE FURY bereichern seit 2010 die Metalcore-Szene. Zunächst ging alles bei den Niederländern regelrecht Schlag auf Schlag: 2012 die erste EP, “The Social Meltdown“, und nur ein Jahr später dann das reguläre Debüt, “A Shade Of My Former Self“ sowie etliche Touren mit Bands wie TEXTURES, CALIBAN, WALLS OF JERICHO und noch etliche andere. Daher hat es ein wenig länger gedauert, bis das Quintett um Frontfrau Caroline Westendorp das zweite Album fertig gestellt hat, das nun unter dem Titel “The Sick, Dumb And Happy“ endlich das Licht der Welt erblickt, beziehungsweise auf das Ohr des Hörers trifft.

Dabei legt die Band gleich mal mit einem Knaller-Track namens Down On The Ropes los, der nicht verhehlen kann, dass er von PANTERA (ebenso wie später wohl auch The Hell In Me) und dabei insbesondere deren Gitarristen Dimebag Darrell beeinflusst ist. Wer hier aber anschließend aber einen fortgesetzten wilden Parforce-Ritt erwartet, der wird wohl ziemlich überrascht werden. Denn THE CHARM THE FURY sind kein „one trick pony“, die nur eine Sache beherrschen, sondern begeistern auf “The Sick, Dumb And Happy“ mit abwechslungsreichen Metal-Nummern, die ein breites Spektrum harter Sounds abdecken.

Schon der zweite Track, Echoes, kommt mit einem überraschend melodiösen Chorus um die Ecke, den zu Beginn des Liedes vermutlich kaum jemand erwartet hätte. Auch Weaponized kommt eher im Midtempo-Bereich dessen daher, was man von der Band kennt und erwartet. Ein Track wie Blood And Salt weist sogar schon fast doomige Momente auf – während Silent War eine klassische Ballade im besten Sinne ist. Es scheint schon so, als ob THE CHARM THE FURY auf “The Sick, Dumb And Happy“ ein besonderes Augenmerk auf den Groove der jeweiligen Nummer gelegt haben und darauf möglichst viele Seiten ihrer Musik zu präsentieren. Dazu kann dann auch Frontfrau Westendorp zeigen, dass sie mehr drauf hat als nur zu brüllen – was sie allerdings ziemlich beeindruckend kann.

Dabei könnte es sich ein wenig zu einem Problem entwickeln, dass THE CHARM THE FURY hier eben nicht eine spezielle Musikrichtung bieten, sondern sich in verschiedenen Stilen ein wenig rumtummeln. Von der Ballade bis zur Kopf-abschraubenden Metalcore-Nummer ist ein wenig von allem dabei. Dabei machen die Niederländer hier keine offensichtlichen Fehler, sondern haben mit Down On The Ropes ein amtliches Brett, das insbesondere den Thrashern und Metalcore-Anhänger große Freude bereiten wird. Andere werden sich mehr den Groove-orientierten Nummern zuwenden. Aber vielleicht sind die fünf Musiker etwas zu sprunghaft, um sich mit “The Sick, Dumb And Happy“ eine passende Fangmeinde aufzubauen. Gute Argumente in Form von Songs haben sie sicherlich, mal schauen, ob das alleine reicht. Zu gönnen wäre es ihnen.

Marc Langels, (Artikelliste), 16.03.2017