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Fat City
The Blues Band
Fat City, Repertoire Records, 2014 (1991)
Gary FletcherBass Guitar, Acoustic Guitar
Paul JonesLead Vocals, Harmonica, Percussion
Dave KellyLead Vocals, Electric, Acoustic & Slide Guitar, Percussion
Tom McGuinessLead & Back-Up Vocals, Electric & National Guitar
Rob TownsendDrums
Additional Musicians:
The Memphis HornsBrass
The Kokomo SingersBackground Vocals
Plas JohnsonSaxophone
Kaatie WebsterD X 5 (Farfisa)
The Phantom HornsBrass
Benny GallagherKeyboards
Bob HallPiano
Peter FilleullSynthesizer, Electric Piano, Organ
Liz KitchenPercussion, Vibes
Produziert von: The Blues Band Länge: 55 Min 17 Sek Medium: CD
01. Fat City08. Killing Me By Degrees
02. Longing For You Baby09. The Duisburg Blues
03. Help Me10. So Lonely
04. I Can't Tell It All11. Too Bad You're No Good
05. Down To The River12. Long Time Gone
06. Country Blues No. 48Bonus Track.
07. Cold Emotions, Frozen Hearts13. You've Got To Choose

Mit "Back For More" feierte THE BLUES BAND 1989 ihren zweiten Frühling (mittlerweile sind über 35 Jahre seit dem Debüt vergangen und die Recken sind immer noch auf Tour!) und ließen auch in den beiden folgenden Jahren jeweils ein Album folgen. Das 1991er Werk, “Fat City“, erklärt Bassist Gary Fletcher denn auch gar zu ihrem besten Album bis dahin. Liegt vielleicht auch daran, dass die Band hier völlig ohne Coverversionen auskommt und alle Titel selbst geschrieben hat.
Gleich der Titelsong, gesungen von Paul Jones kommt eher ungewohnt und entführt in einen Großstadt-Blues’n’Soul, mit jazzigen Saxofon-Einwürfen. Nicht so der Party-Einstieg, aber den legt Dave Kelly mit seinem lockeren Boogie Longing For You Baby nach. Bob Hall steuert das Piano ein und Geraint Watkins ein schmissiges Akkordeon. Bleibt unaufgeregt und der Sound hat mir etwas zu viel Hall, aber ansonsten absolut unterhaltsam.
Auch Help Me hat mehr so einen 90er Jahre R&B-Touch und schleicht recht balladesk, wobei Jones’ Mundharmonika herrlich im Hintergrund heult. Ja, man hat hier auch mit Background-Sängerinnen experimentiert, was nicht unbedingt für rauen Sound steht, aber der ist hier sowieso sehr, naja, “soulig“, somit passt’s wieder.

Wenn Dave Kellys Slide-Gitarre ertönt, wie in <I Can’t Tell It All, kommt das auf jeden Fall gut und diesem locker groovenden Paul Jones tut das auch gut. Insgesamt bleibt man im ruhigeren Bereiche, aber solch flotte Country-Nummern wie Country Blues No. 48 unterhalten auch auf akustischer Basis durchaus gut. Natürlich bleiben die Emotionen auch in Cold Emotions, Frozen Hearts eher unterkühlt. Hier sind es die Bläser, die das Salz in der Suppe ausmachen. Im Late-Night-Bar Bereich bleibt auch Killing Me By Degrees. Die Piano-Nummer wäre sicher auch was für Frankie Sinatra gewesen.

Wie genau die Story hinter The Duisburg Blues geht, dafür muss man schon genau zuhören, aber insgesamt wiegt man sich gern zu diesem Blues im frühen STONES-Stil. Inklusive schöner Slide und Paul Jones herrlicher Blues Harp.
Trotz gebremstem Schaum macht auch So Lonely richtig Spaß. Pluspunkt hier wieder durch die Bläser-Sektion und sogar der Background-Chor macht hier mehr als Sinn. Oder hab ich mich ein bisschen an den Sound des Albums gewöhnt?
Sei’s drum, es wird ja nicht viel anders und das eigentliche Album klingt eher sachte aus. Klingt trotzdem gut, ist aber nicht der Pub Rock Stil, mit dem die Band zu Beginn ihrer Karriere vom Hocker riss. Ist halt mehr die Chill-Out-Scheibe, der man auf diesem Re-Issue den Bonus-Track You’ve Got To Choose - wieder mit etwas mehr Drive und gut tanzbar – spendiert hat. Wie gesagt, zum Abrocken nicht unbedingt geeignet, aber für Platte zum nebenbei zu Hause hören sicher ein guter Griff. Gute Laune verbreitet sie ebenso, wie die anderen Alben der BLUES BAND.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 31.01.2015