Link Homepage:
Offizielle The Beatles Homepage
Link Plattenfirma:
Universal Music
Link Kaufen:
www.amazon.de
1
The Beatles
1, Universal Music, 2015
John LennonVocals, Guitar, Organ
Paul McCartneyVocals, Bass, Piano
George HarrisonGuitar, Vocals
Ringo StarrDrums, Vocals
Produziert von: George Martin, Chris Thomas, Phil Spector Länge: 110 Min 00 Sek Medium: CD & DVD
01. Love Me Do15. Yellow Submarine
02. From Me To You16. Eleanor Rigby
03. She Loves You17. Penny Lane
04. I Want To Hold Your Hand18. All You Need Is Love
05. Can't Buy Me Love19. Hello, Goodbye
06. A Hard Day's Night20. Lady Madonna
07. I Feel Fine21. Hey Jude
08. Eight Days A Week22. Get Back
09. Ticket To Ride23. The Ballad Of John And Yoko
10. Help!24. Something
11. Yesterday25. Come Together
12. Day Tripper26. Let It Be
13. We Can Work It Out27. The Long And Winding Road
14. Paperback Writer

Es ist aber auch zum Haare ausraufen! Wieso haben die Kerle damals nicht einmal ein Dutzend LP’s auf die Reihe gekriegt und haben sich dazu nach einem guten Jahrzehnt, ganz zeitgemäß, aufgelöst?
Schön, die Herren Lennon, McCartney, Harrison und Starr waren auch nach ihrer gemeinsamen BEATLES-Zeit noch aktiv und sind das zum Teil immer noch, aber rein verkaufstechnisch waren die Fab Four, auch nach ihrem Ende, doch eine Kuh, von der man die Melkmaschine gar nicht mehr abnehmen mag! So muss man denn sehen, was man jedes Jahr wieder gegen Weihnachten verkaufen kann. Die Scheibe “1“ wurde ja bereits vor 15 Jahren veröffentlicht und war durchaus ein Riesenerfolg. Satte 27 Hits hatte man auf eine einfache CD gebannt und die auch noch in einem ordentlichen Klang. Kamen wenige Fans der Liverpooler drum herum.

Nun also, 2015, erscheint das Teil erneut. Was macht man? Verdoppelt das Teil und packt eine DVD hinzu, auf der man die 27 Titel alle mit den zugehörigen Bildern bekommt. Diese noch gehörig restauriert, sodass man zum Teil höchsten Bildansprüchen gerecht wird.
Ja, das findet man wohl überwiegend auch auf den einschlägigen Internetportalen, aber so eine DVD ist schon komfortabler. Außerdem gibt’s natürlich noch eine “Deluxe“-Ausgabe, mit 23 weiteren Videos. Tja, da kommt man schon ins Grübeln.
Eins ist klar: Die Musik der einstigen Pilzköpfe klingt immer noch verdammt gut und frisch, als wäre sie erst ein paar Wochen alt. Und auch die Videoclips kommen fast alle gut. Das liegt daran, dass die frühen Hits (zum Glück haben die Amis selbst Love Me Do später noch auf Platz 1 gehievt, sonst hätte die Nummer gar keine Berechtigung auf diesem Album) meist aus Live-Mitschnitten stammen und da ist die entsprechende Stimmung garantiert. Manchen Songs hört man den Unterschied zur Studioaufnahmen auch an. So musste bei der “Royal Variety Performance“ von From Me To You die Melodie, die Lennon im Original auf der Mundharmonika spielte, auf der Gitarre spielen. Paul McCartney hört man die Anstrengung beim Gesang in A Hard Days Night, im “Palais de Sports“ in Paris, ganz schön an und Harrisons Solo in Can’t Buy Me Love hat deutlich mehr Schärfe, als auf der Studioproduktion.
Natürlich sind ein paar der damaligen Promo-Clips dabei, wie etwa das legendäre zu I Feel Fine, bei dem Ringo Starr auf dem Heimtrainer strampelt und George Harrison in einen Punching-Ball singt, oder zu Help: Die Band hinterdrein, auf und ab hüpfend, Kasper Ringo mit Regenschirm (hat ja auch recht, denn gegen Ende schneit es). Und je später es in der Karriere der Vier wurde, desto künstlerischer wurden die Videos. Nicht immer zum Vergnügen, des Zuschauers, aber so waren nunmal die Zeiten. Anscheinend auch, was den Gebrauch von Make-Up angeht.

Wer einigermaßen Fan der Band ist, kennt die Clips zu Something, The Ballad Of John And Yoko, Penny Lane, Let It Be usw., und die Zeichentrick-Umsetzung zu Come Together kann ebenso wenig begeistern, wie Eleanor Rigby (welches noch dazu aus dem “Yellow Submarine Film stammt).
Dann vielleicht doch die Luxus-Ausgabe, wo man mit Songs wie Twist And Shout verwöhnt wird? Muss jeder für sich entscheiden, aber was das Teil durchaus aufwertet, sind die Audio-Kommentare von Paul McCartney und Ringo Starr, quasi retrospektiv, die diese zu einigen Titeln abgeben. Allein dadurch wahrscheinlich schwer vom Fan zu ignorieren, auch wenn es nur bei drei, bzw. vier Titeln diese Kommentare gibt.
Wer die erste Ausgabe von “1“ besitzt, muss hier vielleicht nicht zwingend zuschlagen, aber falls noch nicht…., und Weihnachten ist ja auch nicht weit…

Epi Schmidt, (Artikelliste), 15.11.2015