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Act II
Tarja
Act II, earMusic, 2018
TarjaGesang
Timm SchreinerSchlagzeug & Percussion
Kevin ChownBass & Gesang
Alex ScholppGitarre & Gesang
Julian BarrettGitarre
Christian KretschmarKeyboards & Gesang
Produziert von: Tarja & Mic Länge: 117 Min 25 Sek Medium: CD
Disc 1Disc 2
01. No Bitter End01. Goldfinger
02. 500 Letters02. Deliverance
03. Eagle Eye03. Until Silence - The Reign - Mystique Voyage - House Of Wax - I Walk Alone
04. Demons In You04. Love To Hate
05. Lucid Dreamer05. Victim Of Ritual
06. Shameless06. Undertaker
07. The Living End07. Too Many
08. Calling From The Wild08. Innocence
09. Supremacy09. Die Alive
10. Tutankhamen - Ever Dream - The Riddler - Slaying The Dreamer10. Until My Last Breath

Die finnische Ausnahmesängerin Tarja Turunen war in den letzten Jahren recht aktiv, sowohl was die Veröffentlichung von Platten (die Doppel-CD “The Brightest Void – The Shadow Self“ erschien 2016 und “From Spirits And Ghosts“ schon ein Jahr später) und auch was Konzerte betrifft war sie sehr aktiv. Tarja und ihre Band reisten über 300.000 Kilometer weit, spielten dabei über 200 Shows in 40 Ländern und zwar vor insgesamt etwa einer Million Menschen. Und dabei schnitten sie natürlich auch wieder Konzerte mit, um sie nun unter dem Titel “Act II“ (der erste Teil erschien vor sechs Jahren) zu veröffentlichen.

Dabei fiel die Wahl auf die Liveperformance einer Tarja-Show in Mailand. Die Live-Aufnahme aus dem Teatro della Luna, enthält viele Hits der bis damals vier Tarja-Alben, unter anderem Innocence, Die Alive, Until My Last Breath oder auch das Muse-Cover Supremacy, den James Bond-Titelsong Goldfinger sowie einige Klassiker von Turunens Ex-Band NIGHTWISH. Die Aufnahme ist – wie es sich für eine Künstlerin von der Klasse Tarjas gehört – klanglich absolut hervorragend ausgefallen und könnte genauso gut auch in einem Studio aufgenommen worden sein. Die Band spielt extrem tight und zudem sehr druckvoll (zum Beispiel sehr gut nachzuhören bei Calling From The Wild).

Das einzige Manko der CD: von den Zuschauern hört man hingegen nur sehr vereinzelt etwas, was bei einem Live-Album ja ein wenig den Reiz ausmacht, weil es dann den Eindruck vermittelt, selber dabei gewesen zu sein. So hat man hingegen eher den Eindruck einer Studio-Produktion zu lauschen, unter die von Zeit zu Zeit ein wenig Live-Atmosphäre drunter gemischt wurde. Aber das fällt auch eigentlich nur dann auf, wenn man sich darüber Gedanken macht. Ansonsten erfreut man sich an der gebotenen Leistung, dem super Sound und der starken Songauswahl.

Die knapp zwei Stunden zeigen auf jeden Fall eine blendend aufgelegte Frontfrau und eine furios aufspielende Backing-Band. Fans der Finnin werden hier wirklich rundum gut bedient, denn die Frau mit der kraftvollen, lyrischen Sopran-Stimme hatte an diesem Abend einen Sahnetag erwischt und trifft die Töne wahrlich perfekt. Und selbst wer mit dieser Art von musikalischer Kombination aus klassischem Gesang und hartem Metal, der manches Mal an KORN erinnert, der muss der Band zumindest eine astreine Leistung attestieren.

Marc Langels, (Artikelliste), 28.07.2018