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Play To Win
Striker
Play To Win, Eigenproduktion, 2018
Daniel ClearyGesang
Tim BrownGitarre
Chris SeggerGitarre
William WallaceBass
Gastmusiker
Randy BlackSchlagzeug
Produziert von: Henrik Udd Länge: 41 Min 17 Sek Medium: CD
01. Heart Of Lies06. Play To Win
02. Position Of Power07. Standing Alone
03. Head First08. Summoner
04. On The Run09. Heavy Is The Heart
05. The Front10. Hands Of Time

Ein großes deutsches Fachmagazin für Heavy Metal fragt in seiner aktuellen Titelstory „Gibt es ein Leben nach IRON MAIDEN?“ Und so schmerzhaft die Einsicht auch sein mag, die Metal-Heads werden sich mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass die Überväter des Genres (genau so wie auch JUDAS PRIEST oder SAXON) nicht mehr allzu lange das Banner live oder im Studio hochhalten werden. Und dann stellt sich wirklich die Frage, welche Bands in der Lage sein werden, diese Lücke zu füllen? Ein Kandidat dafür ist aus meiner Sicht die kanadische Band STRIKER. Das Quintett bringt alles Nötige mit, um sich zu einem weltweit beliebten Act zu entwickeln.

Das unterstreichen sie einmal mehr mit ihren jüngsten Album, dem passend betitelten “Play To Win“. Denn hier setzen die Herren Daniel Cleary (Gesang), Tim Brown und Chris Segger (beide Gitarre), William Wallace (Bass) sowie Adam Brown (Schlagzeug, der bei dieser Aufnahme aber von Randy Black vertreten wurde) alles auf „Sieg“. Ein Metal-Album, wie es besser kaum sein könnte, gespickt mit Hits wie dem mächtigen Opener Heart Of Lies, den großartigen Position Of Power und Head First oder On The Run, die bei den Konzerten sofort zum mitsingen einladen werden. Da hilft es natürlich auch, dass STRIKER mit Cleary wohl einen der besten jungen Sänger in ihren Reihen haben, der das Material zusätzlich veredelt. Mit The Front und insbesondere auch Play To Win schielt mir die Band dann etwas zu sehr in Richtung US-Metal (allerdings sehr eingängig und nicht wirklich schlecht), aber mit dem atmosphärischen Standing Alone und vor allen Dingen Summoner sowie Heavy Is The Heart (Letzteres mit Anleihen bei den legendären LEATHERWOLF) geht es dann wieder richtig ab, bevor das Album mit Hands Of Time sehr hymnisch ausklingt.

Neben Clearys Gesangskünsten macht insbesondere auch die exzellente Gitarrenarbeit von Brown und Segger aus “Play To Win“ ein hervorragendes Album. Die beiden haben eine ganze Reihe knackiger und packender Riffs zusammengetragen. Bei den manchmal auch gedoppelten Soli agieren die Beiden aber nach dem Motto: „spiel nur, was der Song braucht.“ Ganz genau so, wie es sein soll. Auch die Produktion klingt so druckvoll, klar und klasse, wie es sich für ein großes Metal-Album gehört. Dabei gelingt es STRIKER ihren bisherigen starken Alben noch ein weiteres zur Seite zu stellen.

STRIKER sind aus meiner Sicht eine der ersten Bands, denen ich es zutrauen würde, die große Lücke zu füllen, wenn dereinst Überväter wie IRON MAIDEN und JUDAS PRIEST oder SAXON einmal den Hut an den Heavy Metal-Nagel hängen. Die Kanadier legen seit ihrer Gründung im Jahr 2007 kontinuierlich starke Alben wie “Eyes In The Night“, “Armed To The Teeth“, “City Of Gold“, “Stand In The Fire“, “Striker“ und jetzt noch “Play To Win“ veröffentlicht, die vor Heavy Metal-Hymnen nur so strotzen.

Marc Langels, (Artikelliste), 14.10.2018