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Enigma: Intemission II
Stratovarius
Enigma: Intemission II, earMusic, 2018
Timo KotipeltoGesang
Matias KupiainenGitarre
Lauri PorraBass
Jens JohanssonKeyboards
Rolf PilveSchlagzeug
Produziert von: Matias Kupiainen Länge: 75 Min 02 Sek Medium: CD
01. Enigma (Brand New Studio Song)09. Fireborn (Rare Bonus Track)
02. Hunter (Rare Bonus Track)10. Giants (Previously Unreleased In Europe)
03. Hallowed (Rare Bonus Track - First Time On CD)11. Castaway (Previously Unreleased In Europe)
04. Burn Me Down (Brand New Studio Song)12. Old Man And The Sea (Rare Bonus Track - First Time On CD)
05. Last Shore (Rare Bonus Track - First Time On CD)13. Fantasy (Brand New Orchestral Version)
06. Kill It With Fire (Previously Unreleased In Europe)14. Shine In The Dark (Brand New Orchestral Version)
07. Oblivion (Brand New Studio Song)15. Unbreakable (Brand New Orchestral Version)
08. Second Sight (Previously Unreleased In Europe)16. Winter Skies (Brand New Orchestral Version)

Das skandinavische Quintett STRATOVARIUS hat schon seit etwas längerer Zeit nichts Neues mehr von sich hören lassen. Aus dem Jahr 2015 stammt das bislang jüngste Album mit neuer Musik, "Eternal" Danach gab es noch ein paar Re-Releases, nämlich das famose Doppel-Live-Album “Visions Of Europe – Live“ und ein weiteres Highlight aus dem reichlich bestückten Backkatalog der Band, nämlich “Destiny“. Diese beiden Neu-Auflagen stammen allerdings auch schon von 2016. Da waren die Fans der Band in den Jahren zuvor aber schon etwa regelmäßigere Lebenszeichen gewohnt.

Aber nun liegt ja ein neuer Release vor, der auf den Titel "Enigma: Intermission II" hört. Und da dürfte den meisten Fans der Band schon was im Ohr klingeln. Da war doch schon einmal was mit “Intermission“. Im Jahr 2001 – und noch einmal neu aufgelegt im Jahr 2011 - hatten STRATOVARIUS schon einmal unter diesem Namen ein Album veröffentlicht, das sich aus diversen Bonustracks, B-Seiten, Cover-Versionen und Live-Aufnahmen und ein paar neuen Liedern zusammensetzte. Und genau nach diesem Vorbild setzt sich auch die zweite Auflage der „Unterbrechung“ zusammen.

Der Einstand erfolgt mit einem neuen Song, dem flotten Titel-Track Enigma. Dabei handelt es sich um eine Nummer, wie sie typischer für STRATOVARIUS kaum sein könnte. Angetrieben von Double-Bass-Einsätzen von Drummer Rolf Pilve entwickelt sich eine Melodic Metal-Nummer, die gut ins Ohr geht, von der die Band aber auch schon noch bessere geliefert hat. Es folgen die bisher nur als Bonus erhältlichen Nummern Hunter sowie Hallowed, zwei gute Stücke, die es definitiv verdient gehabt hätten, auf einer der letzten Scheibe offiziell veröffentlicht zu werden, zumal da das streckenweise eher etwas schleppende Hallowed einen schönen Kontrast zu den sonst ja meist etwas schnelleren Nummern der Band gebildet hätte.

Bei Burn Me Down handelt es sich um einen weiteren neuen und eher bandtypisch-schnelleren Song mit hymnischem Refrain. Wieder eine gute Nummer, die mir aber erneut nicht so gut gefallen will wie die beiden anschließenden Lieder Last Shore und Kill It With Fire (für mich das beste Stück auf dem gesamten Album). Beide verfügen einfach über die viel prägnanteren Melodien, die sich schnell im Ohr festsetzen. Oblivion ist dann der dritte neue Track auf diesem Album und eigentlich auch der beste der drei „Neuen“. Die bisher raren oder in Europa noch gar nicht veröffentlichten Bonus-Nummern Second Sight (erneut sehr stark), den ebenfalls gelungenen Fireborn, Giants, Castaway und dem von tollen akustischen Gitarren-Klängen getragenen – und textlich an die bekannte Ernest Hemingway-Geschichte angelehnten - Old Man And The Sea endet der Teil mit den „neuen“ Stücken.

Zudem haben sich STRATOVARIUS für "Enigma: Intermission II" vier bekannte Lieder ausgesucht und diese in ein neues – orchestrales – Gewand verpackt. Auf die Nummern Fantasy, Shine In The Dark, Unbreakable und Winter Skies fiel die Auswahl der Band, die nun von donnernden Drums, pumpenden Bässen und schneidenden Gitarren weitestgehend befreit wurden und nun mit Streicherklängen daherkommen. Das funktioniert eigentlich auch ganz gut, allerdings in der geballten Konzentration am Ende des Albums wird es einfach ein bisschen zu viel. Da wäre es vielleicht besser gewesen, auf eines der Lieder zu verzichten und diese auf der Scheibe etwas zu verteilen, ähnlich wie es die Band ja auch bei neuen Stücken gemacht hat.

"Enigma: Intermission II" ist eine gute Überbrückung bis zum nächsten Album der Skandinavier geworden, wobei die neuen Songs aus meiner Sicht noch nicht einmal der wichtigste Grund sind, sich die Scheibe ins CD-Regal stellen zu wollen, denn einige der bisher nur als Bonus-Stücke erhältlichen Nummern sind aus meiner Sicht einfach stärker und abwechslungsreicher. Auch die orchestralen Versionen sind sehr gelungen und runden die Scheibe gut ab – mit der kleinen Einschränkung, die schon etwas weiter oben angeführt wurde. Aber ansonsten könnte dies auch ein neues, reguläres, richtig gutes Album der Band sein.

Marc Langels, (Artikelliste), 19.09.2018