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The Story Of Light
Steve Vai
The Story Of Light, Favored Nations / Rough Trade, 2012
Steve VaiGuitars and everything else
Guests:
Aimee MannVocals
Beverly McClellanVocals
u. a.
Produziert von: Steve Vai Länge: 58 Min 43 Sek Medium: CD
01. The Story Of Light 6:1507. Mullach a' t Si 3:56
02. Velorum 6:0908. The Moon And I 7:18
03. John The Revelator 3:4009. Wheeping China Doll 6:11
04. Book Of The Seven Seals 3:5610. Racing The World 3:45
05. Creamsicle Sunset 3:3011. No More Amsterdam 4:15
06. Gravity Storm 5:3312. Sunshine Electric Raindrops 4:15

Logo Steve Vai

Mit "The Story Of Light" veröffentlicht Steve Vai endlich den zweiten Teil seiner Konzept-Trilogie, die 2005 ihren Anfang nahm.
Mittlerweile scheint der Meister regelmäßig eine halbe Dekade und mehr für ein neues Album zu benötigen, d. h., der Abschluss der Trilogie erwartet uns dann irgendwann am Ende dieses Jahrzehnts, ob man sich dann an die Anfänge wohl noch erinnern wird?

Es heißt, das Album spanne den erzählenden Bogen von "Real Illusions: Reflections" weiter und "...folgt der Reise eines Menschen durch Trauer, Tragik, Offenbarung, Erleuchtung und Erlösung".
Das mag so sein, aber hat das irgendeine Bedeutung für die Fans, haben diese jetzt mit Spannung und Nagelkauen darauf gewartet, dass die Story inhaltlich weiter geht, ich für meinen Teil jedenfalls nicht. Das Konzept war mir damals wie heute nicht wirklich aufgegangen, aber das tut dem Musikgenuss letztendlich auch keinen Abbruch, denn musikalisch schöpft der 3-fache GRAMMY-Award Gewinner wieder aus dem Vollen.

Bis auf wenige Tracks des Albums ergeht sich der virtuose Gitarrist und visionäre Komponist wie gewohnt in instrumentalen Klangmalereien mit der ihm eigenen außergewöhnlichen Gitarrentechnik, meist melodiös, manchmal durchaus hart, schnell und metallisch, hier progressiv verspielte Fusion und dort atmosphärisch asiatisch angehaucht um urplötzlich die New Age Reise mit dem handfesten Bluesrock John the Revelator zu erden.
Der Song, der auf alten Aufnahmen des Blues Sängers Blind Willie Johnson beruht, ist einer von mehreren Gesangsstücken. Gastsängerin Beverly McClellan, eine Finalistin aus der ersten Staffel der US-Version von "The Voice", gibt sich ein Stelldichein mit der digital wiederbelebten Blueslegende, ziemlich beeindruckend und erinnert an Vais Engagement in dem Bluesmovie "Crossroads". Der Song verschmilzt im Anschluss in Book Of The Seven Seals zu einer rockinfizierten Gospelnummer.
Ein andere Song ist No More Amsterdam in dem die US-amerikanische Singer-Songwriterin, Bassistin und Gitarristin Aimee Mann, im Duett mit Vai selbst zu hören ist, der sich hier wie auch bei The Moon And I durchaus als fähiger Sänger erweist.

Am Besten gefällt mir Vai immer, wenn er wie in Racing The World ordentlich aufs Gaspedal tritt und die Finger flitzen lässt, leider kommt dies in dem Album etwas zu kurz, die Fusion Freunde werden vermutlich deutlich mehr angesprochen.
Aber letztendlich kann man die Faszination für Vais musikalische Traumgebilde nicht wirklich zuordnen, den Fans geht es da offensichtlich wie dem Meister selbst, der da sagt: "Ich bin immer auf der Suche nach Wissen. Ich bin ein Suchender nach spiritueller Ausgeglichenheit - und Musik ist ein großer Teil dieser Suche."

Vielleicht geht uns dann ja im dritten Teil dieser Story ein Licht auf, warten wirs ab.

Das Album erscheint in diversen Editionen über Vais eigenes Favored Nations Label und kann dort direkt geordert werden, das "Platinum Package" mit allerlei Schnickschnack ist allerdings schon ausverkauft.

Ralf Frank, (Artikelliste), 27.08.2012