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Mantra III
Spiritual Beggars
Mantra III, Music For Nations, 2015
Christian SjörstrandVocals, Bass
Michael AmottGuitar
Ludwig WittDrums
Per WilbergKeyboards
Guests:
Stefan IsebringPercussion
Produziert von: Fredrik Nordström Länge: 69 Min 40 Sek Medium: CD & LP
LP SIDE ALP SIDE B
01. Superbossanova 1:4108. Send me a smile 6:23
02. Homage to the betrayed 3:0209. Cosmic romance 2:53
03. Monster astronauts 3:4010. Inside charmer 4:37
04. Euphoria 5:5611. Sad queen boogie 4:53
05. Broken morning 2:2612. Mushroom tea girl 8:24
06. Lack of prozac 5:32
07. Bad karma 4:02
CD BONUS TRACKS
13. The band is playing 5.32
14. Redwood blues 4.16
15. Euphoria 5.55 (alt. mix) 5.55

Logo Spiritual Beggars

SPIRITUAL BEGGARS gelten seit ihrer Gründung 1993 durch Michael Amott (ex CARCASS, ARCH ENEMY) in Halmstad, Schweden als Speerspitze der aufkeimenden Stoner Rock Bewegung, obwohl Teile der Szene und auch die Band selbst diese Eingruppierung ablehnt und sich eher dem Hard- und Classic Rock zurechnet.
Auch die Retro Rocker sind geneigt die Band für sich zu vereinnahmen und dies ist bei den nicht zu verhehlenden Einflüssen der altehrwürdigen Paten des Genres wie z. B. DEEP PURPLE, LED ZEPPELIN, URIAH HEEP oder BLACK SABBATH sicher nicht verkehrt, auch wenn die Band ihren Sound gerne in ein etwas metallischeres Gewand kleidet und auch durchaus psychodelischeren oder spacerockigeren Klängen a la HAWKWIND nicht abgeneigt ist.

Im Rahmen der Music for Nations Label-Reissue-Serie von Sony Music werden nun die ersten vier SPIRITUAL BEGGARS-Longplayer des Labels "Another Way To Shine" (1996), "Mantra III" (1998), "Ad Astra" (2000) und "On Fire" (2002) neu remastert in farbigem, 180 gr. Vinyl aufgelegt, drei davon sogar erstmals als LPs. Das selbstbetitelte 1994er Debüt ist leider nicht dabei, da es bei Wrong Again Records erschienen ist, ebenso wie die Inside Out Nachfolger.
Für die Neuauflage verfasste Michael Amott zusätzlich neue Liner Notes und Keyboarder Per Wilberg betreute die Artwork. Den LPs liegen jeweils die CD-Version inkl. Bonustracks im Pappschuber bei. Somit bekommt der geneigte Fan sowohl das Vinyl-Erlebnis samt großem Plattencover und Innencover als auch die kleine Silberscheibe für zwischendurch spendiert, dafür ist der kleine Aufpreis durchaus gerechtfertigt.

(c) Ralf Frank

Zwei Jahre, nach dem in Schweden für einen Grammy nominierten Music For Nations-Debut "Another Way To Shine" erschien "Mantra III". Neben Michael Amott, Christian "Spice" Sjöstrand (Bass, Vocals) und Ludwig Witt (Drums) ergänzte Keyboarder Per Wilberg (OPETH) die Band, auch wenn er im Line Up noch unter "Friends" geführt wurde.
Eigentlich sollte er nur bei einigen Songs mitwirken, aber daraus entwickelte sich eine fruchtbare Zusammenarbeit, die bis heute anhält und welche durch die PURPLEeske Hammond Orgel oder dem gefühlvollen Mellotron dem Sound der Band mehr Tiefe verliehen hat, wie Amott in den neuen Liner Notes schreibt.

Um dem bisherigen Retro Heavy Rock einen ordentlich Schuss Heavy Metal zu verpassen war Amott mit der Produktion gezielt in das neue Fredman Studio in Göteborg gezogen, wo man sich auf Metalbands wie HAMMERFALL, AT THE GATES, IN FLAMES oder ARCH ENEMY spezialisiert hatte. Das Ergebnis gab ihm Recht und bescherte der Band Anerkennung auf einem völlig neuen Level.

Will man "Mantra III" auf einen Nenner bringen, ergibt sich eine Mischung aus up tempo a la DEEP PURPLEs Highway Star und doomigem Schwermetal a la BLACK SABBATHs War Pigs mit melodischen Hooks a la URIAH HEEP und gelegentlichen Riffmonstern aus der ZEPPELIN Schmiede, gewürzt mit Gitarrensoli eines Frank Marino und alles zusammen in einer fetten, modernen Metal Präsentation verpackt.

Neben dem Härtefaktor gibt es jedoch einen wichtigen Unterschied zu den Godfathers of 70's Hard Rock und dem Grund für die Verortung im Stoner Metal und das ist der Gesang, der im Gegensatz zu den begnadeten Künstlern wie Gillan, Plant, Byron oder selbst Ozzy eher grob, düster und aggressiv daherkommt, auch wenn die SPIRITUAL BEGGARS von ihren Fans und Followern mittlerweile auf beinahe die gleichen Stufe wie ihre Vorbilder gehoben werden.

Michael Amott meint: "Es war eine große Freude, mit dem Music For Nations-Label an dem Projekt zu arbeiten. Ich bin sehr stolz auf diese vier Alben, in die wir verdammt viel Arbeit investiert haben, damit sich die lange Wartezeit auf die Reissues für die Fans auch gelohnt hat. Ich spreche auch für die anderen Bandmitglieder, wenn ich sage, dass wir es kaum erwarten können, die Scheiben erstmals auf Vinyl zu hören."
Eingeschworenen Vinyl Puristen wird dies sicherlich ebenso gehen, aber im Gegensatz zu den Kinderkrankheiten der frühen CD-Generationen wird man heute ernsthaft keinen Unterschied mehr ausmachen können, aber alle, die dem Vinyl nach wie vor mehr Wärme und Tiefe nachsagen, haben jetzt die Gelegenheit, dies zu überprüfen.

Ralf Frank, (Artikelliste), 19.07.2015