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Silver Horses Remastered
2016
Silver Horses
2012
Silver Horses
Silver Horses Remastered, 7hard, 2016
Tony MartinVocals
Gianluca GalliGuitars
Andrea CastelliBass
Matteo BoniniDrums
Guest:
Nicola CostantiPiano on track 6
Produziert von: Gianluca Galli & Andrea Castelli Länge: 53 Min 00 Sek Medium: CD
01. Rub It On Me 4:0208. Silver Horses 5:41
02. Run 3:3909. You'Re Breaking My Heart 3:38
03. Life And Soul 4:1010. You 4:10
04. Diamond Sky 5:4811. Who'S Holding On To You 3:36
05. Secret Service 4:56Bonus Tracks:
06. Suddenly Lost 4:4712. Me (Acoustic Version) 4:22
07. Me 4:2713. The Song That Never Was 1:38

Logo Silver Horses

Das selbstbetitelte Debüt der brit-italo Hard Rocker SILVER HORSES um ex-BLACK SABBATH Frontman Tony Martin ist nicht neu, sondern wurde bereits 2012 veröffentlicht. Jetzt, vier Jahre danach erfreuen uns Gianluca Galli und Tony Martin mit einem remasterten und überarbeiteten Re-Release mit zwei Bonus Tracks und neuer Coverart.
Fragt sich nur warum?

"Die damalige Veröffentlichung stand unter keinem Guten Stern", erklärt Gianluca Galli: "die Band (soll heißen Martin und Galli - die Red.) hatte sich zerstritten, und weil du ein totes Pferd nun mal nicht reiten kannst, war das Projekt schon begraben, bevor es losgelassen wurde!
Wir haben uns zusammengesetzt und beschlossen, die Pferde richtig loszulassen! Diese Veröffentlichung soll die Zeit zum zweiten Album verkürzen, das wir für Ende 2017 geplant haben. Erste Songs sind bereits im Kasten! Denn wir wollen dieses Projekt so weit wie nur möglich bringen.
"

Das neue Cover zeigt eine mit Pfeilen gespickte weiße Schlange, ob das wohl etwas zu bedeuten hat, wir wissen es nicht. Ob das Remastering der Neuauflage den nötigen Schub verleiht, wird sich zeigen, die Bonus Tracks geben jedenfalls schon mal eine mögliche Richtung vor.
Ansonsten hat sich an meiner Einstellung zu dem Album nichts geändert, weswegen ich meine alte Rezi hier nochmal hinten anstelle, um mich nicht selbst gutenbergen zu müssen.

SILVER HORSES wünsche ich für ihr Relaunch jedenfalls alles Gute, Potenzial ist zweifellos vorhanden und deswegen bin ich auf das kommende Album durchaus gespannt.

Ralf Frank, (Artikelliste), 10.06.2016

Credits: 7hard

SILVER HORSES ist ein britisch-italienisches Classic Hard Rock Projekt um den ex-BLACK SABBATH Sänger Tony Martin und den italienischen Gitarren Virtuosen Gianluca Galli (MANTRA, TIME MACHINE), sowie Andrea Castelli (SHABBY TRICK, CAPPANERA, MANTRA) am Bass und Matteo "Bona" Bonini (MGRB) Drums.

Gianluca Galli ging mit der Idee zu dem Album bereits seit geraumer Zeit schwanger und hatte auch schon mehrere Songs in der Schublade, als er vor etwa drei Jahren mit Matteo Bonini einen Verwandten im Geiste traf und beide das Projekt zuerst nur mit Gitarre und Drums voran trieben, später stieß sein alter MANTRA Kumpel Andrea Castelli dazu.
Tony Martin, der übrigens italienische Wurzeln besitzt, wurde durch Dario Mollo (THE CAGE), mit dem er bereits früher zusammengearbeitet hatte an die Band vermittelt.

Martin und Galli tauschten Songideen und Soundsnippets per E-Mail aus und kamen schnell auf einen gemeinsamen Nenner, SILVER HORSES war geboren. Der Bandname leitet sich sowohl von einem CREAM, wie von einem BADLANDS Song ab, zwei absolute Faves von Gianluca.
Mit Letzteren haben SILVER HORSES auch diverse Gemeinsamkeiten aufzuweisen, darüber hinaus sind aber klassische Einflüsse wie LED ZEPPELIN und WHITESNAKE offensichtlich und die Band versucht auch gar nicht, dies zu leugnen, im Gegenteil, man beruft sich eher stolz darauf.

Leider reicht es nicht aus, wenn man diverse ZEP Klassiker im Schlaf rückwärts spielen kann, das Ergebnis dann zum Teil aber auch genau so klingt. Einige Stücke wirken auch nach mehrfachem Hören unausgegoren und zusammengewürfelt, und bei diversen Parts dürfte man sich darüber hinaus über Plagiatsvorwürfe nicht wundern.
Jimmy Page würde wohl den ein oder anderen Riff für sich beanspruchen und beim Refrain von Run stand unverkennbar PURPLE's Burn Pate, bis hin zum Basslauf.
Ab und zu wird eine Akustiknummer ala ZEPs Tangerine oder Gallow's Pole eingestreut und ein wenig SABBATH darf natürlich auch nicht fehlen. Was jedoch fehlt, ist die alte Strahlkraft von Tony Martin, der zu seinen SABBATH Zeiten jeden seiner Vorgänger in Grund und Boden singen konnte, hier klingt er merkwürdig gepresst und aus der Puste, und an Robert Plant sollte er sich nicht versuchen, Coverdale und Dio kann er bedeutend besser.

Das ist alles in allem gar nicht mal so schlecht und macht hier und da sogar Spaß, aber so richtig will der Funke dann doch nicht überspringen.
Wer dieser Art von Retro Rock aber zugetan und mit BLACK COUNTRY COMMUNION nicht ausgelastet ist, darf hier ruhig mal ein Ohr riskieren (man hat ja zwei).

Fazit: So lala (Achtung: Wortspiel).

Ralf Frank, (Artikelliste), 27.10.2012