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Thunderbolt
Saxon
Thunderbolt, Silver Lining Music, 2018
Biff ByfordGesang
Paul QuinnGitarre
Nigel GlocklerSchlagzeug
Doug ScarrattGitarre
Nibbs CarterBass
Gastmusiker
Johan HeggGesang
Corvin BahnKeyboards
Produziert von: Andy Sneap Länge: 47 Min 48 Sek Medium: CD
01. Olympus Rising07. Sons Of Odin
02. Thunderbolt08. Sniper
03. The Secret Of Flight09. A Wizard's Tale
04. Nosferatu (The Vampire's Waltz)10. Speed Merchants
05. They Played Rock And Roll11. Roadie's Song
06. Predator12. Nosferatu (Raw Version)

Sie gehören mit zu den letzten Exemplaren der „goldenen Generation“ der New Wave of British Heavy Metal. Neben IRON MAIDEN und JUDAS PRIEST sind eben SAXON schon seit den Anfangstagen dieser Musik dabei und haben zahlreiche Klassiker des Genres komponiert, die in die musikalische DNA eines jeden Headbangers eingeflochten sind. Und zumindest, was die Anzahl der Studio-Scheiben anbelangt übertreffen SAXON sogar die noch etwas populäreren Kollegen MAIDEN (bislang 16) und PRIEST (bald mit ihrem 18. Opus). Denn das aktuelle Album, “Thunderbolt“, ist bereits das 22. Werk der Band.

Darauf knüpfen sie dort an, wo sie auch schon beim Vorgänger “Battering Ram“ zu verorten waren, sowohl den Traditionen des Heavy Metal weiter treu aber eben nicht altbacken, sondern in der Kombination mit modernen, knackigen Sounds. Dafür trägt in der Produktion einmal mehr Andy Sneap die Verantwortung, der den Sound von SAXON in zeitlosem Glanz erstrahlen lässt. Und die Mannen um Sänger Biff Byford zeigen einmal mehr, dass sie in den mehr als 40 Jahren, die sie im Geschäft sind, gar nichts verlernt haben. Vielmehr scheint es manchmal sogar so, als ob die Band sogar heutzutage fast noch besser als manches Mal in der Vergangenheit weiß, was zu ihr passt.

Das sind selbstverständlich zum einen die klassischen Headbanger-Songs der Marke Thunderbolt, The Secret Of Flight, They Played Rock And Roll, Predator oder A Wizard's Tale und auch die Mid-Tempo-Riff-Monster wie Nosferatu (The Vampires Waltz), Sons Of Odin sowie Sniper. SAXON verstehen es auch auf “Thunderbolt“, ihre ureigensten Stärken hervorragend auszuspielen. Einzig die beiden letzten Songs, Speed Merchants und Roadie's Song, können nicht wirklich überzeugen und plätschern etwas zu Höhepunkt-arm beim Hören vorbei. Und auch die Raw-Version von Nosferatu zeigt aus meiner Sicht zu wenig Unterschiede zum Original, als dass es eine wirkliche Bereicherung wäre. Was dem Album etwas fehlt, das ist eine Ballade, ein Moment zum durchschnaufen. Aber ansonsten liefern die Briten wieder eine Metal-Vollbedienung vom feinsten.

Dabei sind zweieinhalb Songs noch etwas gesondert zu behandeln: zum einen die zweite Single, The Played Rock And Roll. Mit diesem Song beschreiben SAXON ihre Erfahrungen auf der allerersten von unzähligen gemeinsamen Tourneen mit MOTÖRHEAD. Sänger Byford sagte dazu: „Ich wollte das Gefühl festhalten, wie es 79/80 für uns und MOTÖRHEAD war als die musikalische Revolution der 80iger begann“. Und das ist ihm zweifelsohne gelungen. Und zum anderen wäre da noch Predator, bei dem Johan Hegg von AMON AMARTH einen Gast-Auftritt mit seinen tiefergelegten Vocals als zweite Stimme hat. Thematisch hätte das wohl eher zu Sons Of Odin gepasst, aber es ist ein echt cooler Song – eben auch dank Hegg.

Insgesamt betrachtet erinnern SAXON auch auf dem neuen Werk klanglich schon sehr an die aktuellen ACCEPT, was natürlich auch am Produzenten liegen mag, denn Sneap betreut ja auch das deutsche Metal-Flaggschiff. Aber es ist eben auch nicht von der Hand zu weisen, dass sich die beiden Bands klanglich sehr ähnlich geworden sind. Aber wenn man, wie in diesem Fall von beiden Gruppen in den letzten Jahren solch starke Metal-Scheiben wie diese hier präsentiert bekommt, dann gibt es da von meiner Seite aus keine wirkliche Beschwerde. SAXON sind auch nach all den Jahren nicht müde, sondern vital und strotzen nur so vor Energie, genau so wie ein Blitz – englisch eben ein „Thunderbolt“.

Marc Langels, (Artikelliste), 26.01.2018