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Racine Revisited
Racine
Sass Jordan
Racine Revisited, Linus Entertainment, 2017
Sass Jordan Lead & Backing Vocals
Derek Sharp Guitars, Keyboards, Vocals
Chris Caddell Guitars, Vocals
Rudy Sarzo Bass, Vocals
Brent Fitz Drums, Percussion, Vocals
Produziert von: Derek Sharp Länge: 48 Min 25 Sek Medium: CD
01. Make You A Believer07. Going Back Again
02. If You're Gonna Love Me08. Do What Ya Want
03. You Don't Have To Remind Me09. Cry Baby
04. Who Do You Think You Are10. Where There's A Will
05. Windin Me Up11. Time Flies
06. I Want To Believe

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"Racine" erschien ursprünglich 1992 als Nachfolger des 1988er Debuts "Tell Somebody" und bescherte der damals dreißigjährigen Wahlkanadierin den internationalen Durchbruch.
In der Folgezeit veröffentlichte die geborene Britin immer mal wieder Alben und hatte dabei regelmäßig Charterfolge in den kanadischen Hitparaden (u. a. ein Duett mit Joe Cocker für den "Bodyguard" Soundtrack) sowie Preisverleihungen wie den Juno Award, aber letztendlich sollte "Racine" ihr Vorzeigealbum bleiben.

Das Album wurde über die Jahre mehrfach neu aufgelegt, aber zum 25sten Jubiläum nun noch einmal komplett neu eingespielt. Federführend dabei war Sass's Ehemann Derek Sharp, zuletzt aktive als Sänger und Gitarrist der legendären GUESS WHO, aber auch bekannt für seine Arbeiten mit Bryan Adams, Alannah Myles, Joe Lynn Turner, Glenn Hughes oder Jeff Healey.
Als prominente Verstärkung hat man sich den Kubaner Rodolfo Maximiliano Sarzo Lavieille Grande Ruiz Payret y Chaumont mit ins Boot geholt, besser bekannt u. a. als ex-QUIET RIOTs Rudy Sarzo.

Ob das Album durch die Neueinspielung oder die hard rockiger ausgerichteten Mitspieler gegenüber dem Original fetter, heavier, mehr 70's oder irgendwie "besser" geworden ist, kann man ohne Vergleichsmöglichkeit schlecht sagen.
Insofern hat für die inhaltliche Beschreibung unsere ursprüngliche Rezension nach wie vor Bestand, denn im Kern hat sich an "Racine" nichts geändert, "Revisited" oder nicht.

Ralf Frank, (Artikelliste), 30.08.2017

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Da braucht doch eine CD glatte 12 Jahre um in meine freakigen Hände zu gelangen. Sechs Richtige im Lotto sind eigentlich eher wahrscheinlich.

Im Juni fing alles an. Ein Kumpel hatte auf seiner Kassette im Autoradio einen Song, der mich in Höhe der Anschlusstelle Hannover-Altwarmbüchen fast aus dem Sitz schleuderte.
Natürlich waren Titel und Song nirgends verzeichnet. Es war halt so eine Aufnahme von irgendeinem Sampler oder so. In solchen Fällen macht sich eine gewisse Schulenglisch-Professionalität doch bezahlbar. Zumindest am Refrain glaubte ich "Make you a believer" zu erkennen. Naja, den Rest erledigten diverse Suchmaschinen.

Der Song stammt aus dem Album "Racine" von Sass Jordan. Der Name sagte mir nur verschwommen etwas. Hit mit Joe Cocker (Trust me) in den 90ern....

Bald lag die CD in meinem Player. Und nach 50 Minuten Hörgang wusste ich: Das ist die Scheibe des Monats. Rock and Roll vom Feinsten bietet die hübsche Sass auf ihren 11 Eigenkompositionen. Das schon erwähnte Make you a believer ist als erster Track der richtige Einheizer. Doch kalt lassen es Sass und ihre Band mit Co-Autor Stevie Sallas zu keiner Minute werden. Selbst die zwei hinreissenden Balladen I want to believe und You don't gonna love me werden mit ziemlich viel Power präsentiert.
Der Rest der CD ist knackiger und handgemachter Rock der Extraklasse. Wer auf tolle Melodien und Tempo steht, der wird seine helle Freude an diesem Rockjuwel haben.

Ein paar große Vorbilder sind bei einigen Songs herauszuhören. So begeistert Do what ya want mit fetzigen Gitarren und reinrassigen STONES-Riffs. Where there's a will klingt dagegen wie ein Janis Joplin-Ausflug in die Welt des Southern- und Texas-Rock. Eine grandiose Nummer.
Und wenn die CD mit Time flies ausklingt, gibt es kein Halten mehr. Dieses Gemisch aus STATUS QUO, FACES und STONE THE CROW bringt das Blut zum kochen. Das gilt für jede Blutgruppe.

Sass Jordan bietet auf ihrem Album "Racine" geradlinigen Rock der Extraklasse. Das ist eine CD, die von Anfang bis zum Ende begeistert. Das gilt uneingeschränkt auch für Sass Jordans mächtige Röhre. Was für eine tolle Stimme verbirgt sich doch hinter dieser aparten Lady. Und auf so was bin ich 12 Jahre zu spät gestoßen. Eine Schande.

Klang und Produktion sind sehr gut.

Nachtrag: Das aktuell erschienene Album ist eine Best of-Kompilation. Allerdings sind darauf mit Trouble with Harry und I'm not zwei Aufnahmen aus dem Jahr 2003 enthalten, die stark klingen. Ein neues Studioalbum in bewährter "Racine"-Manier im nächsten Jahr wäre wirklich schön.

Joachim Domrath, (Artikelliste), 27.08.2004