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Black & White Night 30
Roy Orbison
Black & White Night 30, Sony Music, 2017
Roy OrbisonVocals, Guitar
Elvis Presley's TCB Band:
James BurtonGuitar
Glen D. HardinPiano
Jerry ScheffBass
Ron TuttDrums
Additional Musicians:
Alex AcunaPercussion
Mike UtleyKeyboards
Ezra KlingerViolin
Pavel FarkasViolin
Jimbo RossViola
Peter HatchViola
plus:
Jackson Browne, T Bone Burnett, Elvics Costello, k.d. lang, Bonnie Raitt, Steven Soles, J.D. Souther, Bruce Springsteen,Tom Waits, Jennifer Warnes
Produziert von: Stephanie Bennett Länge: (CD) 66 Min 00 Sek Medium: CD & DVD
CD:
01. Only The Lonely11. Mean Woman Blues
02. Leah12. Candy Man
03. In Dreams13. Ooby Dooby
04. Crying14. Blue Bayou
05. Uptown15. Go! Go! Go! (Down The Line)
06. The Comedians16. (All I Can Do Is) Dream You
07. Blue Angel17. Claudette
08. It's Over18. Oh, Pretty Woman (Alternate Version)
09. Running Scared19. Oh, Pretty Woman
10. Dream Baby (How Long Must I Dream)
DVD:
Songs und Reihenfolge wie CD
Bonus: "Secret Post Show":
(All I Can Do Ist) Dream You (Alternate Version)Claudette (Alternate Version)
The Comedians (Alternate Version)Uptown (Alternate Version)
Candy Man (Alternate Version)

Was Roy Orbison in den letzten Jahren seines Lebens und seiner Karriere noch für Höhenflüge erlebte, davon können die meisten Künstler über ihre ganze Schaffenszeit hinweg träumen.
Im Kultfilm “Blue Velvet“ wurde sein Hit In Dreams verwendet, mit Johnny Cash, Jerry Lee Lewis und Carl Perkins nahm er das “Class Of '55“ Album auf, im folgenden Jahr feierte er ein sensationelles Comeback mit der Hitsingle You Got It ganz nebenbei war er Teil der Supergroup TRAVELLING WILBURYS.
Ja, und dann war da natürlich noch diese Schwarz-weiße Nacht. Unter dem schlichten Titel “Roy Orbison and Friends: A Black and White Night“ trafen sich der legendäre Sänger und eine All-Star Band im Coconut Grove Nightclub in Los Angeles um ein Konzert für ein TV Special mitzuschneiden. Aufgenommen am 30.9.1987 wurde dieser Event zwar erst am 3. Januar 1988 gesendet, aber seit dem eigentlichen Konzert sind inzwischen (fast) 30 Jahre vergangen.
Grund genug, für Orbisons Nachwuchs, mit dieser Neuauflage den Abend gebührend zu würdigen und in Erinnerung zu rufen.

Audio und Video-Mitschnitte gab es sehr wohl bisher, aber nicht beide zusammen in so einem liebevoll gemachten Package und diesem Umfang.
Hier also mit CD und DVD, beides in sehr guter Qualität. Die DVD enthält zusätzlich die sagenumwobene “Secret Post Show“ sowie Aufnahmen von den Proben und kleine Interview s mit den beteiligten Stars.
Ganz vorne steht aber die Musik, und die ist natürlich vom Feinsten. Etwas Sinn für die 50er Rock’n’Roll-Jahre muss man schon mitbringen, aber ansonsten hat man hier jede Menge Spaß.
In erster Linie am Vortrag Orbisons, der direkt beflügelt scheint von seinen Sidemen (und –women!). Only The Lonely - allein dass mit diesem Titel begonnen wurde und er dabei sein durfte, dürfte Herrn Springsteen eine zusätzliche Grinsfalte ins Gesicht geschnitten haben – sorgt gleich für die richtige Einstimmung und wie sich Orbison beim folgenden Leah in Höhen von himalayaischen Dimensionen aufschwingt… wow, direkt schwindelerregend.
Im Publikum hocken Leute wie Billy Idol und Kris Kristofferson und haben nicht weniger Spaß, als ihre Kollegen auf der Bühne. Und deren Beobachter! Allein wie Größen, wie Elvis Costello, Jackson Browne oder Tom Waits, sich hier als “Begleitmusiker” verdingen, und das mit größtem Stolz, ist schon Spaß genug.

Hervorragend die Rhythmusgruppe, die sich aus Elvis Presleys einstiger Begleitband zusammensetzt, zu der natürlich der Gitarren-Gott James Burton gehört. Ein ums andere Mal sorgt der bei den anwesenden Gitarristen für ungläubiges und begeistertes Staunen und auch der “Boss“ hebt irgendwann nur noch die Arme, weil der dem nichts mehr entgegenzusetzen hat.
Elvis Costello schrubbt die Claudette die Akkorde fast wie in Trance und wenn man gut aufpasst, sieht man, dass ihm dabei eine Seite reißt. Bei so einer Super-Truppe fällt das aber kaum auf und die Ersatzklampfe steht ja auch nicht weit weg.
Hier ist also für gute Laune und tolle Musik von vorn bis hinten gesorgt und man kann das Teil den Sympathisanten dieses Genres fast rundweg empfehlen. Außer…
Die versprochenen fünf Songs, die man aus der “Post Secret Show“ als Audiodateien runterladen dürfen soll, bekommt man nicht. Auf der angegebenen Webseite heißt es, dass zur Zeit nur Bürger der Vereinigten Staaten von dieser Seite downloaden dürfen. “America first“, oder was?? Hat da Ol‘ Donald die Finger im Spiel?
Wollen mal hoffen, dass das bald behoben wird und ansonsten haben wir die Songs ja auf der DVD und lassen uns deshalb den Spaß nicht verderben!
Roy Orbison hatte leider nicht mehr allzulange am damaligen Spaßn denn am 6.12.1988 verstarb er. Mit dieser CD/DVD hat man sicher eine der lohnendsten Erinnerungen an ihn.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 26.02.2017