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From The Vault - Sticky Fingers Live At The Fonda Theatre 2015
Rolling Stones
From The Vault - Sticky Fingers Live At The Fonda Theatre 2015, Eagle Vision, 2017
Mick JaggerVocals
Keith RichardsGuitar, Vocals
Charlie WattsDrums
Ronnie WoodGuitar, Backing Vocals
Guests:
Darryl JonesBass Guitar, Backing Vocals
Chuck LeavellKeyboards, Misical Director
Karl DensonSaxophone
Tim RiesSaxophone, Keyboards
Matt CliffordMusical Integrator
Bernard FowlerVocals
Lisa FischerVocals
Produziert von: Jim Parsons Länge: (DVD) ca. 102 Min 00 Sek Medium: CD & DVD
DVD:
01. Start Me Up10. Moonlight Mile
02. Sway11. Brown Sugar
03. Dead Flowers12. Rock Me Baby
04. Wild Horses13. Jumpin' Jack Flash
05. Sister MorphineBonus Tracks:
06. You Gotta Move14. All Down The Line
07. Bitch15. When The Whip Comes Down
08. Can't You Hear Me Knocking16. I Can't Turn You Loose
09. I Got The Blues
CD:
01. Start Me Up09. Bitch
02. When The Whip Comes Down10. Can't You Hear Me Knocking
03. All Down The Line11. I Got The Blues
04. Sway12. Moonlight Mile
05. Dead Flowers13. Brown Sugar
06. Wild Horses14. Rock Me Baby
07. Sister Morphine15. Jumpin' Jack Flash
08. You Gotta Move16. I Can't Turn You Loose

Falls jemand angenommen hat, mit den STONES, das wäre es dann so langsam, der soll sich mal nicht täuschen!
Dass sie immer noch in der Lage sind, jeden Veranstaltungsort zu rocken, beweisen sie gerade auf ihrer 2017er Tour und soweit ich weiß, sind noch ein paar weiße Flecken auf ihrer Konzerthistorie. Himalaja, Mond, ...
Dass es auch etwas weniger exklusiv geht, zeigt ihr Auftritt im Fonda Theatre, 2015. Wo das liegt, sieht man gleich zu Beginn der DVD – hinter den Hügeln von Hollywood. Wie nahezu jeder Classic Rock-Act beschloss man, ein bahnbrechendes Album aus der eigenen Discografie in seiner Gänze zu präsentieren. Da gäbe es im STONES-Ouvre sicher einige, aber “Sticky Fingers“ muss man zweifellos zu den wichtigsten der Band und der Rockgeschichte überhaupt zählen.
In der stetig erweiterten “From The Vault“-Reihe wird uns dieses Konzert nun als CD/DVD-Package offeriert.

Eines der Alben der 70er Jahre, dargeboten von den Herren, die in ihren 70er sind. Funktioniert das? Aber Hallo! Okay, damit erst einmal Stimmung in der Bude ist, hauen Jagger, Richards, Watts, Wood und Co. Start Me Up raus und folgt man der CD, kommen auch noch das oft sträflich vernachlässigte When The Whip Comes Down und das unverwüstliche All Down The Line, bevor man sich dem Meisterwerk widmet.
An Gestik und Aussehen hat sich die letzten Jahre nicht viel verändert. Ein paar Knitterfalten mehr, ein paar eckige Bewegungen, aber noch immer schafft es ein Mick Jagger nie lächerlich zu wirken. Wie viele seines Alters würden das bei dieser Performance schaffen? Keiner. Ebenso Keith und Ronnie, die vielleicht nicht jeden Ton perfekt treffen, aber jederzeit mit einem durchfurchten Grinsen für beste Laune sorgen können. Und auch das wuchtige Riff von Sway donnert aus den Boxen, wie es wohl Wenige so hinkriegen würden.
Ja, Ronnie ist kein Mick Taylor, aber besonders im Konzert kommt es auf andere Qualitäten an. Zur Studioplatte kann man im Original schwelgen. Im Konzert braucht es auch diesen Drive und diesen Charme, mit der diese Nummern hier gespielt werden.
Dass so viele junge Menschen (und vor allem junge Mädels!) zu diesen Songs tanzen und jubeln, ist sowieso ein Phänomen. Sister Morphine ist ja wahrlich nicht der Partysong. Hier tut sich Ronnie Wood hervor, dessen Slide dem Song sogar noch mehr “Ur-Blues“ verschafft, als das filigrane Spiel von Mick Taylor.

Und auch Kollege Richards müht sich keineswegs auf der 12-saitigen Akustikgitarre bei You Gotta Move.
Zwischendurch gibt’s immer mal kurze Auskünfte zu den Songs durch die Bandmitglieder, die wahlweise informativ (Jagger) oder lustig (Richards) sind. Die allein sind eigentlich schon das Betrachten der DVD wert.
Mick peitscht Menge und Band durch Bitch und der Klasse von Can't You Hear Me Knocking wird man hier ein weiteres Mal gewärtig. Wundervoll, wie Keith und Ronnie “ihren Teppich weben“. Natürlich müssen die Beiträge von Chuck Leavell, Darrell Jones, Bernard Fowler und Lisa Fischer gewürdigt werden – allesamt unverzichtbar für diesen Sound - , aber es sind die vier STONES, die es ausmachen. Wer kann das Intro von I Got The Blues so spielen wie Keith und wer so singen wie Mick? Auch heutzutage niemand!
Und auch wenn “Sticky Fingers“ hier wundervoll präsentiert wird, sind es für mich die Bonus-Songs, wie Rock Me Baby, die dem hier die Krone aufsetzen. Da ist sie wieder, die tief im Blues verwurzelte “Greatest Rock'n'Roll Band in the world“. Am Schluss werden die eingangs erwähnten Nummern als Bonus nachgeliefert und mit dem Soul-Evergreen I Can't Turn You Loose wird nochmal richtig Party gemacht. Ein weiterer Höhepunkt ist für mich, mit welcher jugendlichen Freude Mick Jagger bei When The Whip Comes Down auf seiner E-Gitarre schrubbt. Unnachahmlich. Unerreicht. Unverbesserlich.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 14.10.2017