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ReVertigo
ReVertigo
ReVertigo, Frontiers Records, 2018
Mats LevénGesang
Anders WikströmGitarre
Gastmusiker
Thomas BromanSchlagzeug
Fredrik ThomanderBass, Gesang & Programming
Peter ManssonKeyboards
Produziert von: ReVertigo Länge: 47 Min 30 Sek Medium: CD
01. Hoodwinked07. Unobtainium
02. Sailing Stones08. Luciferian Break-Up
03. Symphony Of Fallen Angels09. Joan Of Arc
04. The Cause10. Break Away
05. Gate Of The Gods11. In Revertigo
06. False Flag

Der Schwede Mats Levén hat schon auf so vielen Alben und bei so vielen Bands gesungen, dass es schwer fällt, sie sich alle zu merken. Die bekanntesten dürften dabei vermutlich AT VANCE, AMASEFFER, CANDLEMASS, TREAT, THERION oder Yngwie Malmsteen sein. Das zeigt zudem seine sehr große stilistische Bandbreite, ist doch von Hard Rock, über Power, Symphonic sowie Progressive Metal bis hin zu Doom nahezu alles dabei. Aus der Zeit bei TREAT kennt er auch noch den Gitarristen Anders Wikström und seit dem Ausstieg von Levén bei den Hard Rockern 1993 wollten die beiden noch mal „was zusammen machen“ – und nun ist diese Zeit gekommen.

Unter dem Namen REVERTIGO haben die Beiden dann ein Debüt-Album vorgelegt, das akustisch sehr nah an dem ist, was Wilkström auch bei TREAT zuletzt so geboten hat. Aber auch die jüngeren Alben der PRETTY MAIDS kommen mir bei Nummern wie dem Opener Hoodwinked, Sailing Stones, The Cause, False Flag, Joan Of Arc oder Break Away in den Sinn. Und natürlich beherrschen das die beteiligten Musiker ja nun einmal aus dem berühmten Effeff. Der Sound ist knackig und prächtig druckvoll, genau so wie man es haben möchte.

Aber REVERTIGO beschränken sich nicht nur darauf zu klingen, wie die frühere gemeinsame Band. Eine Nummer wie Symphony Of Fallen Angels hat nämlich deutliche MARILYN MANSON-Anleihen (man denke nur an The Beautiful Children und achte dann mal auf das, was der Rhythmus und die Gitarren da teilweise machen). Und auch Luciferian Break-Up ist sehr eigenwillig – aber gerade deswegen ja auch so stark, weil REVERTIGO hier etwas recht eigenständiges bieten. Sehr ungewöhnlich ist auch die Ballade Unobtainium, die zumeist sehr minimalistisch instrumentiert ist und überwiegend von Levéns Stimme getragen wird – und das kann der Schwede ja nun wirklich.

REVERTIGO erfinden auf ihrem Debüt das Rad des melodischen Hard Rock und Metal nicht neu, setzen aber durchaus einige eigene Akzente. Was ein wenig fehlt, dass ist der eine Super-Song. Da mag Hoodwinked schon direkt zum Auftakt am nächsten an diese Kategorie herankommen, aber ansonsten bleibt es bei etlichen guten Songs, die von wirklich guten Musikern präsentiert werden, was den interessierten Fans ergo wohl gut gefallen wird. Mal schauen, ob wir in Zukunft noch was von der Band zu hören bekommen.

Marc Langels, (Artikelliste), 16.03.2018