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A Century In The Curse Of Time
Pyogenesis
A Century In The Curse Of Time, AFM Records, 2015
Flo V. SchwarzGesang, Gitarre
Gizz ButtGitarre, Gesang
Malte BrauerBass, Gesang
Jan RäthjeSchlagzeug
Produziert von: n.b. Länge: 48 Min 25 Sek Medium: CD
01. Steam Paves Its Way (The Machine)05. Lifeless
02. A Love Once New Has Now Grown Old06. The Swan King
03. This Won't Last Forever07. Flesh and Hair
04. The Best Is Yet To Come08. A Century in the Curse of Time

Tendenziell gibt nicht so viele Reunions, auf die man wartet wie ein kleiner Junge auf den Weihnachtsmann. Streng genommen haben sich PYOGENESIS auch gar nicht wieder "zusammengefunden", nur mal eine knapp 13-jährige Pause eingelegt.

Es ist echt wahr, als die letzte Platte She Makes Me Wish I Had a Gun erschien, war George W. gerade dabei, den zweiten Irakkrieg vorzubereiten und die Bürgerrechte seiner Wähler einzuschränken.
Aber Politik beiseite und kommen wir zum eigentlichen Punkt dieses Reviews:
Nach 13 Jahren gibt es ein neues PYOGENESIS-Album ... und was für eines !

Als müssten die Stuttgarter erst einmal die aufgestaute Spiellust loswerden, geht es bereits beim ersten Track Steam Paves Its Way (The Machine) in die Vollen. So energiegeladen und energisch hat man das Quartett seit Beginn der 90er Jahren nicht mehr gehört. Und auch der Sound von "A Century In The Curse Of Time" wummert sehr passabel in der Magengegend.

Egal, ob der eben angesprochene Opener oder die nachfolgenden Songs A Love Once New Has Now Grown Old, This Won't Last Forever oder The Best Is Yet To Come, PYOGENESIS haben sich weitestgehend von ihren Alternative Rock-Wurzeln wieder verabschiedet und setzen konsequent aus eine Mischung aus Power Metal, in dem auch schon mal ein Blastbeat oder ein Growl eingestreut wird, und Art- bzw. Classic Rock-Elementen. Der neue mehrstimmige Gesang, der manchmal fatal an YES erinnert, steht der Band wirklich gut.

PYOGENESIS probieren auf dem neuen Album viel aus und das auf sehr hohem Niveau. Auch die tolle Singleauskopplung Lifeless birgt die Chance, der Band verlorene Aufmerksamkeit wieder zurückzubringen.
Leider fallen die letzten drei Songs etwas ab, gerade dem weitestgehend instrumental gehaltene Titelsong fehlt ein bisschen der Spannungsbogen.

Dennoch bleibt "A Century In The Curse Of Time" aus meiner Sicht ein echter Hammer. Seit ALTER BRIDGEs "Fortress" hat es kaum eine Band so gut verstanden, Metal und Rock auf höchstem Niveau zu kombinieren.
Welcome back, PYOGENESIS !!!

Kay Markschies, (Artikelliste), 12.08.2015