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Featuring Wreck Of Blues: Too Late To Die Young
Pontus Snibb
Featuring Wreck Of Blues: Too Late To Die Young, Cargo Records, 2018
Pontus SnibbGesang & Gitarre
Hakan NybergSchlagzeug & Gesang
Kalle JohanssonBass
Gastmusiker
Magnnus NörrenbergWurlitzer, Piano & Mundharmonika
Pelle JernrydLapsteel & Gitarre
Produziert von: Pontus Snibb Länge: 38 Min 01 Sek Medium: CD
01. Wreck Of Blues Theme07. Before You Lose It
02. What Must Be Done08. Believe
03. You Had A Friend09. Raining In The Sunshine State
04. You Light Me Up10. Leaving This Cold Place Behind
05. Brothers And Friends11. Too Late To Die Young
06. Jumping At Shadows

In den letzten Jahren hat sich Pontus Snibb neben seiner Haupt-Band BONAFIDE als Solo-Künstler ein weiteres Standbein aufgebaut. Dabei setzt der Schwede hier im Kontrast zu den hart rockenden Klängen bei BONAFIDE aber komplett auf die Karte Blues. Das hatte mir schon beim Vorgänger “Wreck Of Blues“ gefallen und hatte für eine gewisse Vorfreude und Anspannung gesorgt, ob denn das nächste Werk da würde mithalten können. Und das Resultat übertrifft wirklich alle Hoffnungen und Erwartungen.

Denn Snibb ist mit seinem Trio, das er nun WRECK OF BLUES nennt, weiter gegangen als auf dem Vorgänger. Er ist tief eingetaucht in den puresten Blues, den man wohl finden kann: eine Mischung aus Delta und Texas Blues. Schon der erste Song – denn das Wreck Of Blues Theme ist nur ein kurzes Instrumental -, What Must Be Don ist eine Wonne, eine Wohltat für die Ohren mit einem klassischen Intro-Lick bevor dann der funky Rhythm dem Blues die Hand reicht. Dazu dann noch die Stimme von Snibb, der offenbar mit viel Bourbon gegurgelt hat und fertig ist der perfekte Einstand in ein rundum gelungenes Album.

Denn von diesem einmal eingeschlagenen Pfad lassen sich Snibb und seine Mitstreiter Hakan Nyberg am Schlagzeug sowie Kalle Johansson am Bass in der Folge auch nicht mehr abbringen. You Had A Friend ist ein klassischer Bar-Blues mit Piano-Unterstützung von Magnus Nörrenberg mächtig zum grooven bringen. Danach wird das Riff in You Light Me Up etwas verspielter, die Stimmung bei Brothers And Friends auch Dank der Mundharmonika und etwas Gospel-Feeling etwa fröhlicher, Believe bietet etwas mehr Rock-Feeling und zeigt, dass Snibb auch die Slide-Gitarre beherrscht. Bei Leaving This Cold Place Behind muss ich immer unweigerlich überlegen, ob da nicht doch Stevie Ray Vaughan zu hören ist. Raining In The Sunshine State ist ein Slow-Blues mit tollem Feeling, ebenso wie das abschließende rein akustische Titel-Stück.

Snibb etabliert sich mit “Too Old To Die Young“ als einer der traditionsorientierten Fackel-Träger des ursprünglichen Blues. Die Tendenz dazu hatte er schon auf dem Vorgänger angedeutet, aber hierkommt sie einfach noch direkter und natürlicher rüber. Das liegt unter anderem auch an dem etwas besseren Sound der Aufnahme. Aber auch was das Songwriting betrifft, ist Snibb hier noch einmal über sich hinausgewachsen. Zumal hier fast alle Songs (bis auf Jumping At Shadows von Duster Bennett) auf dem aktuellen Werk aus seiner Feder stammen, beim Vorgänger hatte er noch einige mehr Cover-Versionen dabei. Für Blues-Puristen dürfte Pontus Snibb spätestens mit diesem Werk zu einem Künstler werden, den man im Auge behalten muss.

Marc Langels, (Artikelliste), 24.02.2018