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Beautiful Trauma
Pink
Beautiful Trauma, Sony Music, 2017
PinkVocals
Jack AntonoffDrums, Guitars, Bass, Piano, Synths, Background Vocals
Evan SmithSaxophone
Victoria ParkerViolins
Phillip A. PetersonCelli
ShellbackGuitar, Bass, Drums, Background Vocals
Johnny McDaidGuitars
Steve MacKeyboards
Chris LawsDrums
Greg KurstinPiano, Bass, Guitar, Keyboards
u.v.m.
Produziert von: Pink & Roger Davies (Executive Producers) Länge: 51 Min 09 Sek Medium: CD
01. Beautiful Trauma08. For Now
02. Revenge (feat. Eminem)09. Secrets
03. Whatever You Want10. Better Life
04. What About Us11. I Am Here
05. But We Lost It12. Wild Hearts Can't Be Broken
06. Barbies13. You Get My Love
07. Where We Go

Da hat sich möglicherweise nicht nur der Kollege Markschies nach ”The Truth About Love” wieder richtig gutes Pink-Album gewünscht. So der Knüller war das 2012er Album ja dann doch nicht. Erfüllt sich der Wunsch zum wunderschönen Traum, oder wird’s eher ein Trauma, dass man an die großen Arbeiten früherer Zeiten nicht mehr anknüpfen kann?
Nun, ich denke mal, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

Dass sie eine beeindruckende Sängerin und Perfomerin ist, steht außer Frage. Und Blätter vor den Mund nimmt sie schon gar nicht. Ein “laughing and fucking“ geht ihr im Titelsong ebenso locker über die Lippen wie ein “There’s not hing like sin, let it all come in“, in I Am Here. Und das sind nur zwei Zitate. Der Hinweis an besorgte Eltern klebt nicht von ungefähr auf dem Cover. Es geht musikalisch auch ganz schwungvoll los und gleich bei Revenge hat sie sich Eminem hinzugeladen, damit dieser Pop-Rap auch in die richtige Form gebracht werden kann. Sein Gastbeitrag bringt der Nummer die nötige Street-Credibility.
So weit, so gut. Woran das Album etwas krankt, ist für mich – und das war beim letzten auch schon so - , dass zu viele Köche hier mitmischen. Da sind zu viele Produzenten involviert, die dann in ihrer jeweiligen Nummer praktisch alle Instrumente spielen und sich auch noch um Rhythmus, bzw. Programming kümmern. Das ist vielleicht jeweils für sich genommen nicht komplett schlecht, aber türmt sich letztlich auf. Das geht so in Whatever You Want und auch die Single What About Us kommt doch auch nur schwer in die Gänge. Wenn da die prägnante Stimme nicht wäre, das könnte auch hinter der Werbung laufen.

Ja, ich muss da teilweise an Beth Hart denken, die auch mit einer Ausnahmestimme gesegnet ist, aber sich auch gerne in Balladen suhlt, die man selten ein zweites Mal hören möchte.
But We Lost It hätte eigentlich das Zeug zum Hit dieser Scheibe hier, das kommt halt nie so richtig aus den Puschen. Echt Schade.
Barbies fängt eigentlich als schöne Akustiknummer an und verliert sich dann zum Schluss hin doch in zu viel Orchestrierung. Und auch das relativ druckvolle Where We Go begibt sich dann doch in Tiefen, die man eher einer Helene Fischer und Konsorten zutraut.
Also ich weiß nicht, Mädel, wo ist der Elan, die Aggressivität von Einst hin. Sicher, im Ansatz da, aber zu oft zugekleistert. Bei Madonna würde man sich heutzutage damit zufriedengeben, aber hier hatte ich mir schon etwas mehr versprochen.
Hier wurde das Nötigste getan, aber mit “Funhouse“ (Albumtitel) hat das nicht mehr viel zu tun. You Get My Love singt sie am Schluss, aber leider nicke ich während der fünf Minuten ein paar Mal ein.
Live wird’s – hoffentlich – wieder besser aussehen, aber da wird man sich wohl überwiegend an anderen Songs erfreuen dürfen.

Epi Schmidt, (Artikelliste), 28.10.2017