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Face
Pat Mastelotto & Markus Reuter
Face, Tempus Fugit, 2017
Markus ReuterGitarre, Bass, Melodica, Piano, Banjo, Bulbul Tarang, Omnichord & Synthesizer
Pat MastelottoSchlagzeug, Percussion & Programming
Gastmusiker
Fabio TrentiniGitarre, Bass & Gesang
Tim MotzerGitarre & Ukulele
Mark WilliamsMandocell, Bass, Cello & Gesang
Monica ChampionKlarinette, Saxophon & Gesang
Annette FranzenVioline
Adrian BenavidesGitarre
Luca CalabreseFlügelhorn
Marcus GrafTrompete
Michael MordecaiPosaune
Brad HauserBass Klarinette
Steven WilsonGesang
Michael BernierBowed Stick
Chrysta BellGesang
Renée StiegerGesang
Danny WildeGesang
Yoshi HamplGesang
Produziert von: Pat Mastelotto & Markus Reuter Länge: 35 Min 11 Sek Medium: CD
01. Face35:11

Die Namen Pat Mastelotto und Markus Reuter und mögen den Musikfans landauf landab nicht unbedingt geläufig sein, aber sie haben schon mit zahlreichen Größen insbesondere in der Prog-Rock-Szene zusammengespielt. Insbesondere Mastelotto, der zur Stammbesetzung von KING CRIMSON gehört. Zudem sind sie zwei Drittel der STICK MEN, zu denen außerdem noch Tony Levin (unter anderem Peter Gabriel) gehört. Für ihr jüngstes musikalisches Abenteuer verzichteten sie aber auf die lebende Bass-Legende.

Dabei ist "Face" auch nicht direkt ein Album, sondern eher eine Single oder EP. Denn schließlich besteht das ganze Werk nur aus einer einzigen Nummer, dem titelgebende Song. Dieser hat es jedoch in sich und ist schlappe 35 Minuten lang. Musikalisch wandeln Reuter und Mastelotto dabei natürlich wieder nahe an dem, was sie auch bei den STICK MEN machen, nämlich Progressive Rockmusik mit einer leichten Tendenz zum Fusion. Hier passiert innerhalb eines Liedes schon ganz schön viel (zum Glück, sonst wäre es ja eher Meditationsmusik).

Und so hätte man Face denn auch sicherlich problemlos in mehrere Songs unterteilen können, die mit einem roten Faden verbunden wären. Aber dadurch, dass die Musiker sich für das Ein-Stück-Konzept entschieden haben, erscheint "Face" wie eine Reise durch verschiedene Gegenden und Landschaften, die hier in Soundscapes umgewandelt wurden. Dabei wird aber wild soliert, sondern eher ruhig vorgegangen. Insofern erinnert das Stück von den Melodien manches Mal an Mike Oldfield, von der Komplexität an KING CRIMSON und von der Atmosphäre ein wenig an Steven Wilson, der hier auch gastiert.

Für das sehr beeindruckende, wenn auch leicht irreführende (denn düster ist die Musik eigentlich gar nicht), Cover konnten Mastelotto und Reuter TOOL-Gitarrist Adam Jones gewinnen, der ja auch für das Artwork seiner Hauptband verantwortlich zeichnet. Aber es rundet diese hochwertige Veröffentlichung dieser beiden großartigen Musiker sehr würdig ab. Das ist Musik, mit der man sich beschäftigen und auseinandersetzen kann und will und die auch nach zahlreichen Durchläufen immer noch neue Facetten offenbart.

Marc Langels, (Artikelliste), 07.04.2017