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Medusa
Paradise Lost
Medusa, Nuclear Blast Records, 2017
Nick HolmesVocals
Greg MackintoshLead Guitar
Aaron AedyRhythm Guitar
Steve EdmondsonBass
Waltteri VäyrynenDrums
Produziert von: Jaime Gomez Arellano Länge: 42 Min 43 Sek Medium: CD
01. Fearless Sky05. Medusa
02. Gods Of Ancient06. No Passage For The Dead
03. From The Gallows07. Blood and Chaos
04. The Longest Winter08. Until The Grave

Es gibt nicht wenige Bands im Metalbereich, die über die Zeit eine solche Metamorphose mitgemacht haben wie PARADISE LOST.
Nachdem die Band in ihren Anfangstagen doch sehr hart agierte und gesanglich eher Richtung Death Metal tendierte, wurde mit den Alben "Icon" und "Draconian Times" langsam die Wandlung in eine massenkompatible Gothic Metal Band eingeleitet.

Bereits auf ihrem letzten Album "The Plague Within" hat sich das britische Quintett jedoch wieder seiner musikalischen Wurzeln besonnen. Ich weiß nicht, ob die Tatsache eine Rolle spielt, dass Nick Holmes inzwischen auch bei BLOODBATH als Shouter involviert ist.
Inzwischen ist es jedoch wieder so, dass Nick hauptsächlich mit Growls agiert und Clean Vocals eher die Ausnahme denn die Regel sind.

Diese Ausrichtung hat sich auf dem neuen Silberling "Medusa" eher noch verstärkt und zwar in soweit, dass die Genrebezeichnung "Gothic" aus meiner Sicht nicht mehr so richtig passt. Ansätze von Gothic Metal findet man am ehesten in der Mitte des Albums auf den bereits vorab veröffentlichten Tracks The Longest Winter und Medusa.
Davor befinden sich mit Fearless Sky und Gods Of Ancient zwei exzellente Doommetal-Schwergewichte, die auch soundtechnisch gnadenlos in der Magengegend einschlagen.

Zum Ende des Albums wird die Geschwindigkeit ein wenig höher, ohne dass die für PARADISE LOST typische Atmosphäre darunter leiden würde. Im Gegenteil, eigentlich würde man nach den 42 Minuten des Albums gerne noch ein paar weitere Songs hören, doch leider ist die Scheibe nach dem achten Track bereits zu Ende.

PARADISE LOST haben mit ihren Stilwechseln immer wieder angeeckt. Eines ist jedoch klar: Bei "Medusa" werden in erster Linie wieder die Fans der allerersten Stunde ohne Reue zugreifen können.

Kay Markschies, (Artikelliste), 31.08.2017