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Marauders
Outlaw
Marauders, High Roller Records, 2018
Lee Anvelvocals
Jimmy Slashburnerguitars
Simon Shatterguitars
John Kaiserbass
Johnny Gutterdrums
Produziert von: Lee Anvel Länge: 38 Min 18 Sek Medium: CD
1. Hell's Thunder5. Heroes Of Telemark
2. Marauders6. Tyrants Of Ice
3. Speed Calls7. Vice
4. Reaper's Tale8. Thunderstone

Logo Outlaw

OUTLAW wurden 2015 in Lappeenranta, Finland von den beiden ex-THE WANDERING MIDGET Mitgliedern Lee Anvel und John Kaiser (aka Samuel Wormius und Jonathan Sprenger) gegründet. Zusammen mit Jimmy Slashburner, Simon Shatter und Johnny Gutter wurde 2017 das 3 Track Demo Tape "Speed Calls" klassisch auf Compact Cassette veröffentlicht.

Für das Songwriting samt Texte ist Sänger Lee Anvel in Personalunion verantwortlich und hat sich nach seiner Doom Vergangenheit nun dem New Wave of British Heavy Metal (NWoBHM) zugewandt. Dabei nennt er als Vorbilder niemand geringeres als die Big Three des NWoBHM IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST und SAXON.

Foto: Hanne K./High Roller Records via SSW

"Marauders" sollte laut Anvel einen in sich geschlossenen Wiedererkennungswert aufweisen ähnlich wie bei SAXON, die trotz unterschiedlicher Songs immer erkennbar seien. Ob ihm dies allerdings gelungen ist, muss sich noch herausstellen, denn er selbst gesteht z. B. beim Titeltrack einen leichten PRIEST Einschlag, bei anderen dann wieder MAIDEN oder gar HEAVY LOAD und HAMMERFALL, da wird die Schnittmenge schon etwas diffus, zumal auch seine Vocals zwischen diversen Extremen hin und her pendeln: Hier ein King Diamond Kopfschrei, dort ein Blacky Lawless Timbre.
Aber vielleicht ist das mit dem Wiedererkennungswert auch nicht so wichtig, denn bereits für ein zukünftiges weiteres Album kann er sich durchaus einen Wechsel zum US Power Metal vorstellen.

Im Hier und Jetzt hat er sich aber voll und ganz dem NWoBHM verschrieben und das macht er sehr überzeugend und authentisch bis hin zu Nieten- und Patronengurten. Selbst das Albumcover weckt Erinnerungen an einen Klassiker wie SAMSON's "Head On".
Also alles richtig gemacht? Jein. Auch wenn man Anvel eine gewisse Eigenständigkeit zugestehen muss, wirkt die offensichtliche Anbiederung an die Klassiker ein bisschen zu gewollt, vor allem, wenn man seine Vita bedenkt.
Gestern noch blutbeschmierter Okkult Metaller, heute NWoBHM und morgen US Power Metal, dabei ständig wechselnde Pseudonyme jeweils passend zum Erscheinungsbild stärken auch nicht die Glaubwürdigkeit.
Lässt man diese Kritikpunkte jedoch weg, kann "Marauders" richtig Spaß machen und für knapp vierzig Minuten ausgelassenes headbangen nebst Luftgitarre sorgen.

Ralf Frank, (Artikelliste), 26.10.2018