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New West Records
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Highway Queen
Nikki Lane
Highway Queen, New West Records, 2017
Nikki LaneVocals, Rhythm Guitars
Kenny VaughnLead & Acoustic Guitars
Scott LeeBass
Matt PenceDrums, Percussion
Russ Pahl, Ricky Ray JacksonPedal Steel
Eric WhitmanBass (8)
Collin DupuisPercussion (8)
Steven CooperAcoustic Guitar (2)
Ian FitchukPiano (2)
Shelly ColvinHarmony Vocals
Produziert von: Jonathan Tyler & Nikki Lane Länge: 36 Min 52 Sek Medium: CD
01. 700.000 Rednecks06. Big Mouth
02. Highway Queen07. Foolish Heart
03. LAy You Down08. Send The Sun
04. Jackpot09. Muddy Waters
05. Companion10. Forever Lasts Forever

Das weibliche Pendant zu Jace Everett oder Charlie Sexton verzichtet Gott sei Dank auf das manchmal doch recht nervige Country-Glucksen und bezirzt den geneigten, country-affinen Hörer gerne mit ihrer Sandpapier Stimme, die wie die Faust aufs Auge zu ihr passt. Wenn Nikki Lane überzeugend von der Highway Queen singt und die Pedal Steel dazu wimmert, bleibt doch alles weit von Kitsch und Klischees entfernt, im Gegensatz zu den Vermutungen die man beim Betrachten der Cover-Rückseite entwickelt.

Die aus South Carolina stammende Nikki Lane hat bereits zwei Alben im Köcher, die in der Country bzw Americana Ecke für Aufmerksamkeit sorgten und ihre stimmlichen Vorbilder Loretta Lynn oder auch Tammy Wynette stimmlich bestens widerspiegelte.

Und so wandelt Nikki Lane behende, geschmackvoll und druckvoll von ihrer Band unterstützt, während des Titelsongs direkt in die Formatradio-Ecke hinein, wo sich einer Shania Twain auch nur noch die Älteren erinnern können, während Nikki mit druckvoller Bandbegleitung Lay You Down als musikalisches Lekkerli aus dem Ärmel zaubert und volle Punktzahl einheimst.

Lanes Stimme besticht den Hörer immer aufs Neue, und Jackpot, schmissig mit Twang-Gitarre und Honky Tonk Piano verziert, lässt da auch auch gern mal die Petticoats wirbeln. Das angerockt schmissige Big Mouth zaubert quirlige Country Laune in die Tenne, während das melancholische Foolish Heart nicht unbedingt Nikkis Stärken zu Tage fördert.

Aber dann macht Frau Lane mit dem bluesgetränkten Muddy Waters alles wieder gut und beweist wo ihre Stärken liegen, um dann das Finale mit Russ Pahls zauberhafter Pedal Steel grandios einzuleiten und schließlich mit dem Neil Young-esken Forever Lasts Forever den Cowboy Hut entgültig in die begeisterte Hörerschaft zu werfen, um ein fettes, roots-lastiges und country-rockiges Ausrufezeichen zu setzen.

Oh yippee ya yeah!

Michael Masuch, (Artikelliste), 03.03.2017