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Pleased To Eat You
Nashville Pussy
Pleased To Eat You, ear Music, 2018
Blaine CartwrightGesang & Gitarre
Ruyter SuysGitarre
Bonnie BuitragoBass
Ben ThomasSchlagzeug
Gastmusiker
Keki AndreiHammond
Greg MartinSlide-Gitarre
Lee HammerMundharmonika
Produziert von: Daniel Rev Länge: 48 Min 47 Sek Medium: CD
01. She Keeps Me Coming And I Keep Going Back08. Woke Up This Morning
02. We Want A War09. Drinking My Life Away
03. Just Another White Boy10. Endless Ride
04. Go Home And Die11. Hang Tight
05. Low Down Dirty Pig12. CCKMP
06. Testify13. Trying To Pretend That I Give A Shit
07. One Bad Mother

Das amerikanische Hard Rock-Quartett NASHVILLE PUSSY bereichert die Welt des Hard Rock mittlerweile schon seit 20 Jahren mit ihrer Version, die sich auch gerne mal bei Southern Rock, Punk und Rockabilly ein paar externe Klang-Inspirationen holt. Bisher erschienen sechs Studio-Alben der Band, das bislang jüngste war das 2014er Werk “Up The Dosage“. Und obwohl die Band eher noch zu den Underground-Gruppen gezählt werden muss, so hat sich das Quartett aus Blaine Cartwright (Gesang & Gitarre), Ruyter Suys (Gitarre), Bonnie Buitrago (Bass) und Ben Thomas (Schlagzeug) doch eine so etwas wie den Ruf einer Kult-Kapelle erarbeitet und verfügt über eine beachtliche Fan-Basis.

Diese darf sich nun an Album Nummer Sieben erfreuen, das in typischer NASHVILLE PUSSY-Manier den mehrdeutigen Titel “Pleased To Eat You“ trägt und mit dem sexuell-suggestiven She Keeps Me Coming And Keep Going Back beginnt. Ein atemloser Rock-Brecher, der ein wenig MOTÖRHEAD-Feeling mitschwingen lässt. Das folgende We Want A War weist dann eher in die Richtung AC/DC vom Riffing, dem Solo und dem Refrain. Bei Just A White Boy und sogar noch mehr in Go Home And Die sowie Testify meint man verlorene Alice Cooper-Songs zu hören, insbesondere auch wegen der Art, wie Cartwright die Songs vorträgt. Und weil die Lieder gute Laune verbreiten und dem Hörer so schnell nicht mehr aus dem Ohr gehen, da ist es dann auch nicht schlimm, dass man die Inspirationsquelle recht deutlich heraus hört.

Aber es gibt ja auch noch genügend Lieder, die eben nicht nach einem Vorbild klingen, sondern die wie Bad Mother, Endless Ride und Hang Tight einfach nur ein paar sehr gute abgehangene Rock-Nummern mit zugänglichen Melodien sind. Eigentlich gibt es auf “Pleased To Eat You“ nur einen, maximal zwei Ausfälle. Das wäre zum einen CCKMP - kurz für Cocaine Cannot Kill My Pain - sowie die zweite Hälfte von Trying To Pretend That I Give A Shit, in der Cartwright nur noch einmal Zeilen aus den einzelnen Songs „trocken“ - also ohne Musik – rezitiert. Der tiefere Sinn dieser Aktion erschließt sich mir einfach nicht.

Aber da das die einzigen Mankos an dieser ansonsten rundum gelungenen Scheibe sind muss man im Fall von “Pleased To Eat You“ wieder von einem richtig gelungenen Album sprechen. Da hat sich das Warten seit “Up The Dosage“ wirklich gelohnt. Die Band rockt so charmant hemdsärmelig und unbeschwert, dass es eine wahre Freude ist dabei zuzuhören. Und bei der Qualität dieser Scheibe sollte die Band sich schon bald über eine international wachsende Fan-Gemeinde freuen können.

Marc Langels, (Artikelliste), 26.09.2018