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Bach con fuoco
Molllust
Bach con fuoco, Eigenverlag, 2013
Janika GroßVocals, Piano
Frank SchumacherGuitars, Vocals
Sandrine BiseniusViolin
Lisa HellnerCello
Johannes HankBass
Tommaso SoruDrums
Gäste:
Christoph UschnerCello
Stephan KlingnerViolin
Andy SchmidtBass
Produziert von: Andy Schmidt Länge: 19 Min 50 Sek Medium: CD
01. Präludium in d-Moll03. Aus Liebe will mein Heiland sterben
02. Blute nur, du liebes Herz04. Ave

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Es ist kaum ein viertel Jahr her, dass die Leipziger Opera Metaller MOLLLUST mit ihrem gelungenen Debüt "Schuld" zu überzeugen wussten. Bandleaderin Janika Groß ließ sich damals wie folgt zitieren: "Wir kommen aus der Klassik heraus und arbeiten mit klassischen Strukturen und das ist ein anderes Komponieren, als wenn man den Metal bestückt".
Das ist auch nach wie vor noch so, nur versuchen sich die Gewinner der BachSpiele 2012 auf ihrem neusten Output nicht wieder an eigenen Kompositionen sondern an Arrangements der klassischen Vorlage von Johann Sebastian Bach mit fein eingeflochtenen Stahlfäden. Bei den vier Tracks der EP handelt es sich offensichtlich um das preisgekrönte Programm, zwei Arien aus der Matthäus-Passion (BMV 244), einer Bearbeitung des Ave Maria (BMV 846) sowie des Präludium in d-Moll (BMV 554).
Während für das Debüt die rockigen Elemente vermutlich von Anfang an in die Komposition einflossen und sich somit harmonisch mit der Klassik verbanden, werden sie jetzt auf ein bestehendes Werk aufgesetzt, auch wenn dieses von Janika Groß diesbezüglich interpretiert und arrangiert wurde. Das klingt leider nicht immer wie aus einem Guss sondern Gitarrist Frank Schumacher folgt der Grundmelodie häufig mit einfachen Riffs.
Das Zusammenspiel zwischen Gesang und Band klingt für Hardrocker-Ohren dabei teilweise etwas disharmonisch, auch würde man sich die Arien eine Oktave tiefer wünschen, hier liegt der Schwerpunkt eindeutig mehr auf Klassik als auf Metal.
Nichtsdestotrotz ist MOLLLUST mit diesem anspruchsvollen Projekt erneut eine sehr interessante Begegnung zwischen Klassik und Rock gelungen, Bach Fan Jon Lord wäre sicherlich erfreut gewesen.

Die selbst produzierte EP kommt in gewohnter Qualität als six-panel Digipak daher und bedient sich der gleichen Cover-Künstler wie beim Debüt, erweitert durch Freya Schork, die die Fotos von Frank Helbig nachbearbeitet hat.

Ralf Frank, (Artikelliste), 17.03.2013