Link Homepage:
Offizielle Minotaurus Homepage
Link Facebook:
Minotaurus @ Facebook
Link Plattenfirma:
Limb Music
Link Promo:
Brooke-Lynn Promotion
Link Kaufen:
www.amazon.de
The Call
Minotaurus
The Call, Limb Music, 2013
Julia Hofmeister (geb. Feser)Gesang
Oliver KlumpGesang
Sebastian BachGitarre, Bass
Reiner ZumkellerGitarre
Richard KinzelBass
Hagen FitzSchlagzeug
Gäste:
Regine BrandBratsche
Verena HubertBlockflöte
Rolf MunkesGitarre, Backing Vocals
Produziert von: Rolf Munkes Länge: 48 Min 13 Sek Medium: CD
01. Free Our Souls 3:2507. Varus Battle 5:51
02. Wanna Be Your Wife 3:3708. Chains Of Captivity 5:12
03. Erlkönig 3:5709. Spirit Island 4:08
04. Hinterhalt 2:3410. Defenders Paradise 4:04
05. Love Song 3:2011. Father And Son 4:39
06. The Call 3:5212. Princess Of Destruction 3:31

Logo Minotaurus

Wie passen Minotaurus und Celtic Folk Metal zusammen, ein Fabelwesen der Antike und keltischer Metal, oder war der Stiermensch gar nur ein nordischer Barbar mit Hörnerhelm, den die Legende verklärt hat? Nun, es ist durchaus möglich, dass z. B. Wikinger irgendwann auf Kreta gelandet sind, aber dies fand dann etwas über 2000 Jahre nach der Geschichte vom furchterregenden Stiermenschen statt.

Wie dem auch sei, das Sextett aus Aschaffenburg hat sich seit 1994 dem Folk Metal verschrieben und kann mittlerweile stolz auf drei Longplayer (1999 "Path Of Burning Torches", 2004 "Myth Or Reality" und 2009 "The Lonely Dwarf") sowie diverse Maxi-CDs (1997 "The First Labyrinth", 1998 "Dragonbone Throne", 2001 "Carnyx" und 2002 "The Silent Cave" (unplugged)) verweisen, wobei die Gewichtung zwischen Celtic, Folk und Power Metal hier und da differieren.

Seit "The Lonely Dwarf" drehte sich erneut das Besetzungskarussel und die Blutauffrischung hat der Band durchaus noch einmal einen Schub verpasst, insbesondere Neuzugang Sebastian Bach (nein, nicht DER Sebastian Bach) scheint der Entwicklung gut zu tun, aber auch das Duett Hofmeister/Klump ist noch einen Schritt weiter gegangen.
Besonders bei der Neueinspielung des Klassikers Princess Of Destruction wird der Unterschied zu früher mehr als deutlich.

Musikalisch bietet "The Call" wieder die bekannte, aber deutlich gereiftere Mischung aus melodischem Power Metal eng verwoben mit mittelalterlichen Harmoniebögen: irgendwo zwischen MANOWAR und BLACKMORE'S NIGHT.
Der nicht immer poetische Schlachtengesang wird überwiegend in Englisch dargeboten, nur bei der gelungenen Goethe Adaption Erlkönig und dem schwertrasselnden Hinterhalt bedient man sich der Muttersprache.

Auch Produktionstechnisch wurde bei "The Call" die Messlatte weiter angehoben und mit Rolf Munkes Empire Studios sowie mit Limb Music als neuem Label genau die professionellen Partner gefunden, um voll durchzustarten, denn auch wenn die Vorgänger mehr als nur Achtungserfolge aufweisen konnten, bewegt man sich auch nach über achtzehn Jahren Ochsentour immer noch auf Geheimtippniveau.
Das sollte sich nun ändern.

Ralf Frank, (Artikelliste), 26.07.2013