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Insolubilis
Minotaurus
Insolubilis, Limb Music, 2016
Clarissa HobeckGesang
Oliver KlumpGesang
Jürgen HermannGitarre
Reiner ZumkellerGitarre
Marcus FingerBass
Andreas FingerSchlagzeug
Daniela SchneiderBlockflöte, Harfe, Fagott
Produziert von: Rolf Munkes Länge: 50 Min 04 Sek Medium: CD
01. Preacher Show Me the Way07. Bonfire Brothers
02. Davy Jones‘ Locker08. Legend
03. Only a Dream09. The Haunted Palace
04. Cemetery10. Insolubilis
05. Poison RoseHidden Track:
06. Shelter of the Witch11. Der Fischer

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MINOTAURUS sind seit 1994 im Geschäft und können mit dem aktuellen Album fünf Longplayer und diverse Maxis und EPs vorweisen, trotzdem blieb den Aschaffenburgern bisher der Durchbruch verwehrt, wieso ist das so?

Ihr neustes Werk "Insolubilis" liefert dazu einige mögliche Antworten, eine davon wäre die offenkundige Inkonsequenz. Die Band kann sich einfach nicht entscheiden was sie will. Ein bisschen Power Metal hier, ein bisschen Hard Rock und Heavy Metal dort sowie ein Schuss Celtic bzw. Folk Rock wie mit der Gießkanne darüber verteilt, ohne jedoch in irgendeiner Form Homogenität herstellen zu können.
Nehmen wir z. B. den Opener Preacher Show Me the Way. Der Song startet mit einem folkloristisch angehauchten Refrain um dann ansatzlos in einen JUDAS PRIEST Clone zu wechseln. Ein schlimmer Break führt dann wieder in den hymnischen Refrain. Nach einem ordentlichen Solo folgt dann plötzlich ein kurzer Elfensingsang, dann erneut PRIEST, Break, Refrain, Ausklang. Konsequent ausgeführt hätte man daraus drei Songs schreiben können.

Photocredit: Limb Music

Ganz so konfus geht es glücklicherweise nicht weiter, auch kann die Band mit einigen schönen Momenten aufwarten, unterlässt es aber häufig mit ihren Stärken zu punkten. Wer mit Clarissa Hobeck und Daniela Schneider zwei Goldkehlchen am Start hat, sollte es sich zweimal überlegen, ob er dem alten Knöterich Oliver Klump die Lead Vocals überlassen sollte, der dem Ganzen einen Krautrockartigen Einschlag verleiht. Im Chor oder im Duett klingt der Gesang jedenfalls deutlich vorteilhafter.
Auch der Einsatz der mittelalterlichen Instrument könnte eine Upgrade vertragen, so bleiben die Parts von Daniela Schneider durchaus überschaubar und teilweise unglücklich abgemischt.

Sorry, dass ich das jetzt mal so deutlich sage, aber für eine Band die sich nun seit dreiundzwanzig Jahren in der Szene tummelt ist "Insolubilis" einfach zu banal.
Als Debut hätte man vielleicht geschrieben "gute Ansätze mit Luft nach oben" aber falls die Band sich nicht nur als eine Art Hobbyprojekt betrachtet, sind derartige Nettigkeiten zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr angezeigt.

Ralf Frank, (Artikelliste), 20.02.2017