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Decisions
Midriff
Decisions, Two Eleven Records, 2017
Paul HenzingerGesang & Schlagzeug
Jeremy LentnerBass
Joshua LentnerGitarre
Produziert von: Paul Henzinger Länge: 47 Min 49 Sek Medium: CD
01. Burn The Bridges07. Palace Of Tears
02. Stars Fall08. I'm Scared
03. Walls Down09. Drowning My Heart
04. Another Heart10. Mountain
05. Angels Cry11. Sixtythree
06. I'm Not Done

Das österreichische Power-Rock-Trio MIDRIFF meldet sich hier bei Hooked-On-Music zurück. Die Unplugged-EP der Band, “Blackout“ (erschienen im Jahr 2012), war schon ganz gelungen. Darauf bot der Dreier einen handfesten, zupackenden – wenn auch akustischen - Alternative Rock, der mit Melodien überzeugen konnte, die eine gewisse Nähe zu US-amerikanischen Vorbildern wie HINDER, 3 DOORS DOWN oder auch zu den rockigen NICKELBACK (die es ja auch gibt) nicht verbergen konnte. Diese Marschrichtung behielten MIDRIFF mit den folgenden Alben “Broken Dreams“ und “Doubts & Fears“ bei. Nun legen sie das dritte komplette Album, “Decisions“, vor.

Darauf legt die Band direkt los wie die Feuerwehr: Burning Bridges und später Walls Down sind treibende Rocker, die auch einigen Headbangern sicherlich sehr gut gefallen werden, zumal der Opener mit einem sehr eingängigen Refrain noch zusätzlich punkten kann. Das dazwischen verpackte Stars Fall erinnert mich auch Dank des Gesangs massiv an STAIND zu deren “Break The Cycle“-Zeit. Another Heart hat seine starken Momente, aber mit dem Raggae-Part vor dem Refrain kann ich rein gar nichts anfangen. Zum Glück das einzige Lied, über das ich das sagen muss. Ab Angels Cry kann die Band durchgängig überzeugen und groovt dabei stellenweise fast ein wenig wie KING’S X.

Was man der Band aber vorwerfen könnte, das ist der Hang zu relativ gleichförmigen Kompositionen. Die Strukturen der einzelnen Songs ähneln sich doch sehr und auch bei der Gesangs-Performance könnte etwas mehr Melodien-Vielfalt vertragen. Aber das, was sie da machen, das machen MIDRIFF dann auch sehr überzeugend, so dass alle denen der Ansatz gefällt, bei “Decisions“ wirklich voll und ganz auf ihre Kosten kommen werden. MIDRIFF sind auf dem besten Wege, sich zumindest mal im europäischen Alternative-Rock-Markt als feste Größe zu etablieren. Ein wenig mehr Abwechslung (es muss ja nicht unbedingt Raggae sein) und dann gelingt vielleicht mit dem nächsten Album der „große Wurf“.

Marc Langels, (Artikelliste), 17.10.2017