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Blades, Chains, Whips & Fire
Magick Touch
Blades, Chains, Whips & Fire, Edged Circle Productions, 2018
HK ReinGesang & Gitarre
Christer OttesenGesang & Bass
Bard NorwickSchlagzeug
Produziert von: Magick Touch Länge: 40 Min 58 Sek Medium: CD
01. Under The Gun06. Reprise
02. The Great Escape07. Lost With All Hands
03. Midnite Sadusa08. After The Fire
04. Believe In Magick09. Electrick Sorcery
05. Polonium Blues10. Blades, Chains, Whips & Fire

Das Städtchen Bergen in Norwegen gilt ja gemeinhin als Kapitale der Black Metal-Welt. Szene-Größen wie ABBATH, AETERNUS, BORKNAGAR, BURZUM, ENSLAVED, I, TAAKE und Gaahl (Ex-GORGOROTH) kommen ebenso aus der Kleinstadt wie der norwegische Komponist schlechthin, Edvard Grieg. Aber natürlich geht es dort nicht nur extrem zu: auch eine extrem gute Hard Rock-Band wie AUDREY HORNE stammt von dort. Und zudem will nun ein Power-Trio beweisen, dass dort auch von anderen Bands klassischer Rock gemacht wird. Diese Gruppe hört auf den Namen MAGICK TOUCH.

Das vorliegende Album, betitelt “Blades, Chains, Whips & Fire“, ist bereits der zweite Longplayer, den die Band bestehend aus HK Rein (Gesang & Gitarre), Christer Ottesen (Gesang & Bass) sowie Bard Nordwick (am Schlagzeug) veröffentlicht. Schon das Debüt, “Electrick Sorcery“, hatte vor knapp zwei Jahren für einige – ok, zahlreiche - positive Rezensionen gesorgt. Und es ist ja auch wirklich schwer, eine Band nicht zu mögen, die so unbeschwert aber voller Leidenschaft und zugleich extrem geschmackssicher und mit einem feinen Gespür für klasse Melodien dem Hard Rock insbesondere der 1970er Jahre huldigt.

Da klingen schon immer wieder Anleihen an Bands wie AC/DC, THIN LIZZY oder KISS die klassische Alice Cooper Band durch. Und das betrifft nicht nur einzig den Sound sondern auch die Kompositionen: The Great Escape erscheint durch und durch wie eine vergessene Perle von THIN LIZZY so etwa in den “Jailbreak“- bis “Black Rose“-Zeiten, auch was den Gesang betrifft. Ein Song wie Believe In Magick erinnert an eine andere zeitgenössische aber ebenso von der klassischen Hard Rock-Phase inspirierte Band wie THE DARKNESS. Eröffnet wird das Album von dem Up-Tempo-Rocker Under The Gun, das von seiner Attitüde sowohl an den typischen Rotz-Rock aus Skandinavien aber auch ein Stück weit an den britischen Punk Rock Ende der 70er erinnert. Aber am stärksten von den insgesamt zehn Tracks erscheint mir das Titel-Stück, ein heftig groovender und zugleich treibender Song, der mit seinen mehr als sechs Minuten einen krönenden Abschluss für ein komplett gelungenes Album darstellt.

Ganz klar: hier entsteht etwas Großes in Bergen, die man vielleicht irgendwann dann auch mal als die Stadt kennen wird, die MAGICK TOUCH hervorgebracht hat. Denn nach dem ebenfalls schon sehr gelungenen Debüt, “Electrick Sorcery“, legt das Trio nun mit “Blades, Chains, Whips & Fire“ ein weiteres sehr gutes Album vor, das im Vergleich zu seinem Vorgänger etwas mehr an Schliff und Pfiff in den Kompositionen bietet und dennoch nichts von der Power und der unbändigen Spielfreude des Debüts (das man aber auch definitiv mal anchecken sollte) missen lässt.

Marc Langels, (Artikelliste), 07.01.2018