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Mercy On Me
Luke Gasser
Mercy On Me, LuckyBob, 2017
Luke GasserVocals, Guitar, Mandolin, Piano, Dulcimer & Percussion
Zach PratherBass & Backing Vocals
Rudolf HalterDrums & Backing Vocals
Gast
Mark FoxVocals (on Stellar Queen)
Produziert von: Luke Gasser & Deezl Imhof Länge: 49 Min 04 Sek Medium: CD
01. Stellar Queen07. Winter Rest
02. Cross My Heart (And Hope To Die)08. Hey Hey Hey (Pussyfooter)
03. Mercy On Me09. Strive (1225)
04. Twinge Of Sadness10. Throw A Light
05. Ruby, MD11. Smash To Smither
06. Rooster On A Prowl12. Modesty

Mal wieder neuer Stoff vom schweizerischen Tausendsassa LUKE GASSER, der ja nicht nur als Rock N' Roll Haudegen durchgeht, sondern darüber hinaus auch noch komponiert, malt, schauspielert, Bücher schreibt und Filme macht „Mercy On Me“ ist meiner Zählung nach das vierte Album, es könnten aber auch durchaus schon mehr sein, so abgehangen und eingespielt gibt sich das Trio Gasser, Prather und Halter. Die klassische Rockformation also und irgendwie ist „klassisch“ auch das erste Wort, was einem zu diesem Hardrock-lastigem Stoff hier einfällt.

Rau und kantig, ungeschönt und in keinster Weise glattpoliert, gehen Songs wie das fordernde Cross My Heart und das glühende Strive gut ins Ohr, während Rooster On A Prowl oder Throw A Light das Tempo drosseln und dabei wahrlich keine schlechte Figur machen. Etwas düsterer kommt Twinge Of Sadness daher, bevor Ruby MD ordentlich losbollert. Passend dazu auch das Outfit von Gasser und seinen Kumpanen: Abgewetzte Rockerkluft mit Jeans und Leder und auch frisurentechnisch weit in den Siebzigern hängengeblieben. Irgendwie fühle ich mich ohnehin zurück versetzt in die langen Rockpalast-Nächte, so Marke SOUTHSIDE JOHNNY AND THE ASBURY JUKES oder LITTLE STEVEN nur noch eine Spur härter geschmiedet.

Aber in jedem Falle wirkt dieser ehrliche, zeitlose, schnörkellose und bewusst unperfekte Hardrock von LUKE GASSER nicht nur wie eine Zeitreise in die großen Jahre des R-O-C-K, sondern auch wie ein Statement und die Verwirklichung einer Lebenseinstellung. Kommerziell wird „Mercy On Me“ nie ganz oben im Regal geben aber in Punkto Unverfälschtheit und Authentizität wird man hier kaum etwas missen müssen.

Ralf Stierlen, (Artikelliste), 03.07.2017