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Six Must Die
Lord Vigo
Six Must Die, No Remorse Records/Soulfood, 2018
Vinz ClorthoVocals, Drums, Percussion, Organ
Volguus ZildroharGuitar, Bass
Tony ScoleriGuitar, Bass, Backing Vocals
Live:
ZuulBass
Murray The MantisDrums
Produziert von: Vinz Clortho & Lord Vigo Länge: 45 Min 19 Sek Medium: CD
01. Elizabeth Dane05. Thal-Mun-Rar
02. Doom Shall Rise06. Evil In Disguise
03. I Am The Prophecy07. Six Must Die
04. Thul-Rar08. 21. April 1880

Na, da scheint jemand aber mächtig viel für die ’Ghostbusters’ übrig zu haben. Wie anders ließe es sich sonst erklären, dass ein Sänger, Schlagzeuger, Perkussionist, Organist, Songschreiber, Produzent und Texter aus der kleinen Stadt Landstuhl bei Kaiserslautern als Pseudonym Vinz Clortho (so heißt der dämonische Schlüsselmeister, zu dem der unscheinbare, aber seltsame Steuerberater Louis Tully im ersten Teil der Horrorkomödienfilmreihe mutiert) annimmt und obendrein 2014 das Epic Doom Metal Trio LORD VIGO (das ist der Name des üblen Kerls auf dem schaurigen Gemälde aus Teil zwei) gründet. Außerdem führt der Gitarrist und Bassist Volguus Zildrohar als Künstlernamen. So wird (neben Gozer, der Gozerianer und Gozer der Vernichter) der fiese mesopotamische Gott aus Teil eins noch tituliert. Tony Scoleri (nach einem der Geisterbrüder, die den Gerichtssaal im zweiten Teil heimsuchen, benannt) spielt Bass und Gitarre und singt im Hintergrund. Zum guten Schluss nennt sich dann auch noch der Tourbassist nach dem bösen Halbgott aus Teil eins Zuul, während der Konzertschlagzeuger sich Murray The Mantis als Decknamen ausgesucht hat, der eine Figur aus der Zeichentrickserie ’The Real Ghostbusters’ bezeichnet.

2015 veröffentlicht man (damals noch) ohne jeglichen Plattenvertrag und damit auf ureigenste Rechnung die EP “Under Carpathian Sun“. Im Jahr 2017 erscheint, dann schon bei dem griechischen Label No Remorse Records, das Debütalbum “Blackborne Souls“. Vor kurzem folgte nun die Herausgabe von Studioalbum Nummer zwei mit dem Titel “Six Must Die“ wiederum unter dem Banner von No Remorse Records und mit Soulfood als Vertriebspartner.

Nicht bloß bei der Auswahl sämtlicher Musiker- und dem Bandnamen, sowie dem Plattentitel, sondern auch beim Songwriting und dem Artwork spielt das Kino beziehungsweise Filmwesen im Zuge dieser Veröffentlichung eine wahrlich gewichtige Rolle. Für ausschlaggebende Inspirationen beim Verfassen der Tracks und der Gestaltung des nebligen Piratencovers sorgte nämlich ein weiterer Leinwandknaller: John Carpenter’s Horrorklassiker ’The Fog“.

Clortho und seine Mannschaft sind, obwohl diese Formation erst seit wenigen Jahren besteht, bemerkenswert gut aufeinander eingestellt und ergänzen sich auf ganz außerordentliche Art und Weise. Am Stückeschreiben nimmt die gesamte Truppe teil. Die Texte denkt sich der Chef persönlich aus. Auch die Produktion geht, unterstützt von den anderen Bandmitgliedern, auf dessen Kappe.

Gewaltige, bombastische, aggressive, epische, (dann und wann) gespensterhafte, hymnische und melodische Klanggebilde beherrschen das Geschehen. Von Gitarrenriffs vorangetrieben, durch Bass und Schlagzeug tragfähig untermauert. Die Geschwindigkeiten variieren zwischen doomig gebremst und heavy metallisch (lässt an die gute alte NWoBHM denken) flott. Die Hörer dürfen sich beispielsweise gerne an CANDLEMASS, MANILLA ROAD, PENTAGRAM und/oder WITCHFINDER GENERAL erinnert fühlen.

Michael Koenig, (Artikelliste), 25.07.2018