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In Through The Out Door
Cover B
In Through The Out Door Reissue
Led Zeppelin
In Through The Out Door (Re-Issue), Atlantic Records, 2015
Jimmy PageGuitars
Robert PlantVocals, Harmonica
John Paul JonesBass, Piano, Mellotron, Mandolin, Synthesizer
John BonhamDrums, Percussion
Produziert von: Jimmy Page Länge: 85 Min 33 Sek Medium: 2CD
In Through The Out Door:[42:39]
01. In The Evening05. Carouselambra
02. South Bound Saurez06. All My Love
03. Fool In The Rain07. Im Gonna Crawl
04. Hot Dog
Companion Disc:[42:54]
01. In The Evening (Rough Mix)05. The Epic (Carouselambra Rough Mix) )
02. Southbound Piano (South Bound Saurez Rough Mix) 06. The Hook (All My Love Rough Mix)
03. Fool In The Rain (Rough Mix) 07. Blot (Im Gonna Crawl Rough Mix)
04. Hot Dog (Rough Mix)

Logo Led Zeppelin

Am 31. Juli erscheinen nun mit "Presence", "In Through The Out Door" und "Coda" die letzten drei LED ZEPPELIN Alben des von Jimmy Page komplett remasterten Gesamtwerkes der Band.
Die Re-Issues protzen dabei nur so durch die liebevolle Ausstattung, von den Vinyl-Erstausgaben replizierten Original-Cover, Bonus CDs mit unveröffentlichten Aufnahmen, diversen 180g-Vinyl Editionen und Super Deluxe Box Sets mit dem allumfassenden Rundum-sorglos-Paket inkl. zusätzlichem gebundenem Buch in Großformat, Kunstdruck des Covers und High-Definition Audio Download-Card mit allen Inhalten in 96kHz/24 bit-Auflösung.

Welche Edition die jeweils richtige ist, hängt neben dem Geldbeutel natürlich auch ein wenig von der bisherigen Ausstattung der jeweiligen Sammlung ab, denn Remasters gab es bereits einige und Vinyl steht vermutlich auch meistens komplett in den Regalen.
Aber da, wo es nicht so ist, Lücken in der Sammlung aufgefüllt oder über die Jahre ausgefranstes Vinyl ersetzt werden muss, bieten die neuen Deluxe Editionen alles, was das Herz begehrt.


© networking Media

"In Through The Out Door" war das achte und im engeren Sinne auch letzte Studioalbum der Band, die sich nach dem Tode ihres Schlagzeugers John Bonham ((31.05.1948 - 25.09.1980) auflöste. Das posthum veröffentlichte Album "Coda" war im Grunde nur eine Sammlung bis dato nicht verwendeten Materials, was dessen Qualität aber in keiner Weise schmählern soll, doch damit werden wir uns an anderer Stelle noch beschäftigen.

"In Through The Out Door", kurz "ITTOD" wurde Ende 1978 in ABBA's Polar Studios, Stockholm aufgenommen. Fast drei Jahre nach dem Vorgänger "Presence" befand sich die Band in keinem guten Zustand, da beinahe alle Mitglieder mit persönlichen Krisen zu kämpfen hatten. John Paul Jones, der an "Presence" außer als Instrumentalist keinen Anteil hatte, musste das Album diesmal quasi im Alleingang stemmen. Robert Plant hatte ein Jahr zuvor seinen Sohn verloren und verarbeitete seine Trauer in dem Album. Bonham und Page, normalerweise für die rockigeren Töne zuständig, hatten so gut wie keinen Einfluss auf das Album, was diesem gelinde gesagt, gar nicht gut bekommen ist (IMHO).
Dies tat den Verkaufszahlen allerdings keinen Abbruch, die Fans waren nach drei Jahren Abstinenz gierig auf neuen Stoff und kauften das Album blind.

Was "ITTOD" an songwriterischen Qualitäten fehlt, versuchten die Cover Designer von Hipgnosis durch diverse Gimmicks wett zu machen, was den Fans aber kaum bewusst war. So erschien das Album in sechs verschiedenen Coverversionen die wie es sich für eine gute Wundertüte gehört, in einer braunen Packpapierhülle versteckt waren. Die Innenhülle, die auf den ersten Blick schwarz-weiß aussah, konnte durch bespritzen oder anfeuchten mit Wasser farbig gemacht werden. (P.S.: Wusste ich bis jetzt auch nicht und habe es gerade ausprobiert. Netter Effekt!) Hypgnosis wurden dafür mit einer Grammy Nominierung belohnt.

Auch die Re-Issue scheinen in den unterschiedlichen Covern (Kennzeichnung A-F) zu erscheinen und auch die braune Packpapierhülle wurde exakt nachgebaut. Die Innenhülle existiert in ihrer früheren Form nur als Doppelseite im Booklet, anfeuchten hatte jedenfalls keinen Effekt. Die CD sowie die Companion Disc stecken in Mini-LP-Hüllen, die dem Original nachempfunden bzw. künstlerisch verfremdet sind. Letztere enthält unveröffentlichte Rohmixe der Album Tracks, teilweise mit alternativen Arbeitstiteln.

In diversen Interviews wird deutlich, dass insbesondere Jimmy Page mit "ITTOD" nicht sonderlich zufrieden war und er mit John Bonham einen deutlich hard-rockigeren Nachfolger in Planung hatte. Wenn man dazu seine Aussage bedenkt, Achilles Last Stand sei sein Lieblingslied von LZ, dann hätte man sich auf einen Kracher gefasst machen können.
Aber dazu ist es ja leider nicht mehr gekommen.

Ralf Frank, (Artikelliste), 31.07.2015