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IV, Houses Of The Holy
Led Zeppelin
IV, Houses Of The Holy, Atlantic Records, 2014
Jimmy PageGuitars
Robert PlantVocals, Harmonica
John Paul JonesBass, Piano, Mellotron, Mandolin, Synthesizer
John BonhamDrums, Percussion
Produziert von: Jimmy Page Länge: 157 Min 44 Sek Medium: CD
IV:Companion Disc:
01. Black Dog01. Black Dog (Basic Track)
02. Rock And Roll02. Rock And Roll (Alternate Mix)
03. The Battle Of Evermore03. The Batlle Of Evermore (Mandolin/Guitar Mix)
04. Stairway To Heaven04. Stairway To Heaven (Sunset Sound Mix)
05. Misty Mountain Hop05. Misty Mountain Hop (Alt. Mix)
06. Four Sticks06. Four Sticks (Alternative Mix)
07. Going To California07. Going To California (Mandolin/Guitar Mix)
08. When The Levee Breaks08. When The Levee Breaks (Alt. UK Mix)
Houses Of The Holy:Companion Disc:
01. The Song Remains The Same01. The Song Remains The Same (Guitar Overdub Reference Mix)
02. The Rain Song02. The Rain Song (Mix Minus Piano)
03. Over The Hills And Far Away03. Over The Hills And far Away (Guitar Mix Backing Track)
04. The Crunge04. The Crunge (Rough Mix, Keys Up)
05. Dancing Days05. Dancing Days (Rough Mix With Vocals)
06. D'yer Mak'er06. No Quarter (Rough Mix with JPJ Keyboard)
07. No Quarter07. The Ocean (Working Mix)

Nein, Album Nummer "IV" war damals nicht meine erst erste LED ZEP Scheibe, sondern, im zarten Alter von 12, "Houses Of The Holy". Klar, kannte ich das phänomenale Stairway To Heaven und die Single-Hits Black Dog und Rock And Roll, aber das erste vom spärlichen Taschengeld abgesparte ZEP Album war eben dieses etwas aus dem üblichen Schema fallende "Houses Of The Holy". Somit reihte sich diese feine Langspielplatte in das noch etwas mager bestückte Regal des heranwachsenden Rock'n'Roll Jüngers aus dem Ruhrgebiet, irgendwo zwischen Rory Gallagher, Deep Purple, Jimi Hendrix, Eric Clapton und Johnny Winter.
Album Numero "IV" lernte ich erst knapp zwei Jahre später komplett kennen, als ich mir vom Konfirmationsgeld ein dickes Grundig Tonbandgerät leisten konnte, um all die tollen Platten zu magnetisieren, die sich in den Regalen meiner Schulkumpels tummelten. Ja, so war das damals in den Siebzigern.

Jetzt im Jahre 2014 setzt sich die Reihe der zahlreichen LED ZEPPELIN Wiederveröffentlichungen weiter fort und ich treffe abermals auf diese lieb gewonnenen Scheiben. Frisch remastered (von Jimmy Page höchstselbst übernommen), hübsch ausstaffiert, den alten Vinylscheiben nachempfunden, griffiges Gatefold Cover, tolle Fotos inklusive. Und als Bonus noch die von der letzten Veröffentlichungswelle (im Sommer erschienen I, II und III) bekannten Companion-CDs, deren Mehrwert dem fanatischen Fan möglicherweise in die Karten spielt, beim nüchternen, pragmatischen Musikkonsumenten aber eher ein zweifelhaftes Schulterzucken hervorruft. Die hier vertretenen sogenannten Basic Tracks, Rough Mixes und Alternative Mixes kommen zwar alle recht nett daher, doch ein wiederholtes und begeistertes Hören dieser Bonus-CDs wird sich bei den meisten Hörern wohl nicht einstellen, weil sich nur wenig Prickelndes, Reizvolles oder Brisantes ereignet. Companion-CD eben, mehr nicht.

Dafür bleibt aber die Qualität und der Gehalt der Original-Tonträger unbestritten. Im Rückblick entwickelt sich selbst das von einigen argwöhnisch betrachtete "Houses Of The Holy" als wahrer Edelstein, weil Page, Plant, Jones und Bonham sich hier neue Wege erarbeiteten und etwas freigeistiger als zuvor agierten. Das Pendeln zwischen wuchtiger, riffgesteuerter Bluesrock-Attitüde und feinsinnig versponnener Folk-Finesse wird hier zugunsten frischer Soul-Funkiness (The Crunge) und beseelter Reggae-Rhythmik (D'yer Mak'er) aufgebrochen. Die grandiosen Balladen, The Rain Song, mit bezauberndem Mellotron- Streicher-Arrangement und das düster blubbernde Prog-Gespenst No Quarter tun ihr übrigens, dem ereignisreichen Reigen formidabler Gitarrenarbeit und geschickter Arrangierkunst (The Songs Remains The Same und The Ocean) in Klasse und Ideenreichtum in nichts nachzustehen.

Wie der Zufall es wollte, lag ich damals mit meinem ersten LED ZEPPELIN Album also gar nicht mal so schlecht. Und wie wuchtig und satt diese Scheiben heutzutage in remasterter Form klingen. Wow, ich bin begeistert.

Frank Ipach, (Artikelliste), 26.10.2014